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Bereits 300 Gigawatt Photovoltaik installiert

Rechnerisch ersetzen Solarkraftwerke bereits 150 Atommeiler – global betrachtet. Mehr als ein Zehntel installierte China davon im vergangenen Jahr. Zudem werden Investments in Kohlekraftwerke immer riskanter.

Die Photovoltaik setzt ihr globales Wachstum fort und erreicht mit einer insgesamt installierten solaren Kraftwerksleistung von 300 Gigawatt einen weiteren Meilenstein. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft heute in Berlin auf Basis eigener Berechnungen mit. Im abgelaufenen Jahr 2016 seien weltweit Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 70 Gigawatt hinzugekommen. Das sind rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr 2015. Allein die 2016 neu installierten Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich rund 90 Terawattstunden Solarstrom. Zum Vergleich: Damit ließen sich rein rechnerisch mehr als 25 Millionen zusätzliche Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden versorgen. Lesen Sie: Darum lohnt sich Photovoltaik 2017 hierzulande mehr als zuvor.

China: 34 Gigawatt Zubau in 2016

„Die Nutzung von Solarenergie hat in vielen Ländern der Welt an Fahrt aufgenommen. Weltweit wächst der Energiehunger und immer mehr Regierungen und Investoren entscheiden sich für saubere Energieformen“, sagt Carsten Körnig, Chef des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). So habe Chinas Nationale Energiebehörde (NEA) den Bau von rund 100 Kohlekraftwerken mit einer Nennleistung von mehr als 100 Gigawatt gestoppt und zugleich im Jahr 2016 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 34 Gigawatt installiert. Damit war das Reich der Mitte der größte Absatzmarkt, gefolgt von den USA mit rund 13 Gigawatt und Japan mit rund 9 Gigawatt. Auch in Indien entwickelt sich ein starker Photovoltaikmarkt, Prognosen erwarten 2017 einen Zubau von acht bis neun Gigawatt.

„Die Entscheidung für Solarenergie basiert längst nicht mehr allein auf dem Klimaschutz. Zunehmend fällt die Investitionsentscheidung vorrangig aus wirtschaftlichen Erwägungen“, betont Körnig. „Das Risiko für gestrandete Investments in Kohlekraftwerke steigt. Ihnen droht die Unwirtschaftlichkeit, da an einer Einpreisung ihrer immensen Klimafolgekosten kein Weg vorbei führt. Gleichzeitig steht Solarstrom schon jetzt als überaus preiswerte Alternative bereit.“

In 30 Ländern ohne Förderung rentabel

Das Weltwirtschaftsforum hat in einer Studie festgestellt, dass Photovoltaik in mehr als 30 Ländern mittlerweile so günstig ist, dass sie dort bereits ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann. In einer zunehmenden Zahl von Ländern sei es wirtschaftlicher, in Solar- und Windkraftanlagen zu investieren als in Kohlekraftwerke. In einer Studie für Agora Energiewende kam das Fraunhofer ISE bereits 2015 zu dem Schluss, dass die Sonnenenergie schon bald in vielen Teilen der Welt die günstigste Stromquelle sein werde. (nhp)

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