Vermittlungsausschuss zu Photovoltaik-Kürzungen trifft sich am Mittwoch

11. Juni 2010 | Topnews, Politik und Gesellschaft

Die jeweils 16 Vertreter aus Bundestag und Bundesrat werden dann nach einem Kompromiss bei der Solarförderung suchen. Die Länderkammer hatte den Vermittlungsausschuss angerufen, da die Kürzungen zu hoch sind.

Umweltausschuss des Bundestages

Der Vermittlungsausschuss tritt am Mittwoch erstmals zusammen

Am kommenden Mittwoch werden die Mitglieder des Vermittlungsausschusses erstmals über die Photovoltaik-Vergütung beraten. Der Bundesrat hatte die vom Bundestag beschlossene Reduzierung der Solarförderung vor einer Woche vorläufig gestoppt und das Gremium angerufen. Aus Sicht der Länderkammer würde mit der EEG-Novelle Produktions- und Forschungsstandorte für Photovoltaik in Deutschland gefährdet und die nationalen Klimaschutz- und Ausbauziele für erneuerbare Energien in Frage gestellt. Die Vertreter des Bundesrates fordern eine geringe Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom. Demnach sollte die zusätzliche Reduzierung für Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen nicht mehr als zehn Prozent betragen.
Der Bundestag verteidigt hingegen die beschlossenen Kürzungen. Es gehe darum, die „eingetretene Überförderung“ abzubauen und an die zu erwartende Kostenentwicklung anzupassen. Der Bundestag hatte Anfang Mai mit den Stimmen der Abgeordneten von CDU, CSU und FDP beschlossen, die Vergütung für Photovoltaik-Dachanlagen zusätzlich um 16 Prozent und für Freiflächenanlagen allgemein um 15 Prozent sowie auf Konversionsflächen um elf Prozent zu kürzen.
Im Vermittlungsausschuss werden nun jeweils 16 Vertreter des Bundestags und Bundesrats nach einem Kompromiss suchen. Danach muss sich der Bundesrat erneut mit der Solarförderung befassen. Diese Sitzung kann aber frühestens im Juli stattfinden, da es vorher keinen Termin mehr gibt. Der Bundesrat ist allerdings nicht zustimmungspflichtig. Dies bedeutet, dass der Bundestag mit absoluter Mehrheit seine bereits beschlossene Vorlage wieder in Kraft setzen könnte. Die Bundesregierung geht nach Medienberichten davon aus, dass dies auch rückwirkend erfolgen kann. (Sandra Enkhardt)

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA Bild zum Spamschutz  

Diesen Artikel teilen


Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Frage der Woche

Wer wird sich im Streit um die weitere Ausgestaltung der Solarförderung mit seinen Ansichten voraussichtlich durchsetzen können?

Aktuelle Photovoltaik-News auf Englisch

Heft 02 / 2012

02 / 2012

Der Sonne hinterher
Wie sich Nachführsysteme in Deutschland lohnen.

Bestellen Sie dieses Heft

Copyright 2012 © Photovoltaik

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

Werden Sie jetzt Abokunde und lassen Sie sich die photovoltaik monatlich nach Hause liefern!