BDEW will temporären Photovoltaik-Deckel

16. Februar 2012 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Energieverband fordert eine Begrenzung des Zubaus von Photovoltaik-Anlagen für die kommenden zwei Jahre. Außerdem sollte es eine grundlegende Reform des EEG geben.

Aleo-Solar-Photovoltaik-Anlage auf der Zugspitze

Der BDEW will den Wachstum des Photovoltaik-Marktes ausbremsen

Der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) will mittelfristig eine „grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“. Dies sagte die Vorsitzende Hildegard Müller in einem Interview der „Südwest Presse“.  In der bestehenden Regelung gebe es keinen Mechanismus, damit sich der rapide Preisverfall bei Solarmodulen in der EEG-Umlage niederschlage. „Wir schlagen vor, mit einem Deckel für die nächsten zwei Jahre etwas Ruhe in den Zubau zu bringen“, sagte Müller mit Blick auf die Photovoltaik. Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen sollte für zwei Jahr auf jeweils etwa 1000 Megawatt gedeckelt werden. Diese Zeit sollte genutzt werden, um eine grundlegende Reform des EEG zu diskutieren, so die BDEW-Vorsitzende weiter. Dabei sollte auch die Systemintegration der Erneuerbaren sowie der Netzausbau vorangetrieben werden. Die erneuerbaren Energien lägen mittlerweile bei einem Anteil von 20 Prozent an der Stromerzeugung  und seien damit „den Kinderschuhen entwachsen“. Sie müssten stärker in den Markt integriert werden. „Auch für sie muss schrittweise das Prinzip von Angebot und Nachfrage gelten“, sagte Müller im Interview. (Sandra Enkhardt)

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Axel Lembke aus München

Freitag, 17.02.2012 08:53

Die Frage ist doch, woher kommt der Preisverfall bei den Modulen, auf den man nun meint reagieren zu müssen? - er ist ein Resultat eines erfolgreichen EEG, dass genau dies bewirken sollte! Der deutsche [...]

Green Demand aus Thüringen | http://www.green-demand.com/photovoltaik-anbieter

Freitag, 17.02.2012 08:40

Da fragt man sich doch ernsthaft bei Frau Müller, ob sie auch nur in einem Moment über die Sinnhaftigkeit ihrer komplett unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Gedanken nachgedacht hat, bevor [...]

Bob Aloo aus Vancouver

Donnerstag, 16.02.2012 20:03

The PV industry needs to work out a compromise. Despite the negative initial reaction, Röttgen's recent suggestion could be a step in the right direction. Why not set the price for production above 900 [...]

Michael Stark aus Leipzig

Donnerstag, 16.02.2012 17:12

Der Lobbyistenverband meldet sich zu Wort - und was kommt dabei heraus? Ein Vorschlag, der manch andere absurde Idee noch toppen kann: In der Mehrzahl der Unternehmen des Mttelstandes der PV-Unternehmen [...]

Gerald Zirbes aus Hückelhoven | http://www.econsolarwind.de

Donnerstag, 16.02.2012 17:11

Ja, logisch, 2 Jahre Deckel und der (freie) PV-Markt ist kollabiert, die Solarteure gehen stempeln und die großen 4 haben genug Zeit, die Energiewende weiter zu torpedieren und bröckelnde Strukturen [...]

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Kommentare 1 - 5 von 5

Axel Lembke aus München

Freitag, 17.02.2012 08:53

Die Frage ist doch, woher kommt der Preisverfall bei den Modulen, auf den man nun meint reagieren zu müssen? - er ist ein Resultat eines erfolgreichen EEG, dass genau dies bewirken sollte! Der deutsche PV-Markt hat es mit seiner Größe geschafft, preisbestimmt zu wirken. Ein Riesenerfolg des EEG, der sich aber bei einem abnehmenden Zubau nicht fortsetzen kann.

Wir stehen kurz davor, mit PV-Strom grid-parity zu erreichen, zwei weitere Jahre maximal sind nötig, da ist es unlogisch, die bisher investierte EEG-Vergütung in bereits bestehende Anlagen, deren Vergütungssätze fest sind für 20 jahre und den Hauptkostenanteil bewirken, verpuffen zu lassen und einen Industriezweig sterben zu lassen.
Bedenke: bei einer weiteren Degression für PV erhält PV-Strom weniger EEG-Vergütung als Offshore-Windenergie, für die Milliarden an Netzausbaukosten notwendig sind! PV ist dezentral und wirkt mit der Technologie nach heutigem Stand sogar netzstützend.

Green Demand aus Thüringen | http://www.green-demand.com/photovoltaik-anbieter

Freitag, 17.02.2012 08:40

Da fragt man sich doch ernsthaft bei Frau Müller, ob sie auch nur in einem Moment über die Sinnhaftigkeit ihrer komplett unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Gedanken nachgedacht hat, bevor sie sich entschloss mit dieser verwegenen Idee an die Öffentlichkeit zu gehen?! Vordenken ist besser als Nachdenken!

Bob Aloo aus Vancouver

Donnerstag, 16.02.2012 20:03

The PV industry needs to work out a compromise. Despite the negative initial reaction, Röttgen's recent suggestion could be a step in the right direction. Why not set the price for production above 900 kWh/kWp at the market rate? Then next year you could set the price on production above 800 kWh/kWp at the market rate. Each year you transfer more and more production into a market based pricing structure. You could also set up a more complex structure where the FiT is given on all production the first few years, up to 1000 kWh/kWp for several years after that, up to 900 kWh/kWp for a third segment and so on. Yet another option would be to put a moratorium and/or annual cap on conversion area PV. Would that be so bad? I don't think so.

There are many other options than these but no path will be painless. The industry may want to think about offering up a strategic sacrifice.

Michael Stark aus Leipzig

Donnerstag, 16.02.2012 17:12

Der Lobbyistenverband meldet sich zu Wort - und was kommt dabei heraus? Ein Vorschlag, der manch andere absurde Idee noch toppen kann: In der Mehrzahl der Unternehmen des Mttelstandes der PV-Unternehmen sollte doch die nächsten 2 Jahre nicht gearbeitet werden. Dann wird man sehen, wer dann noch am Markt ist!
Frau Müller: Ich gebe Ihnen gern meine Kontoverbindung, damit sich auch dort in diesen 2 Jahren etwas "niederschlägt" ....

Gerald Zirbes aus Hückelhoven | http://www.econsolarwind.de

Donnerstag, 16.02.2012 17:11

Ja, logisch, 2 Jahre Deckel und der (freie) PV-Markt ist kollabiert, die Solarteure gehen stempeln und die großen 4 haben genug Zeit, die Energiewende weiter zu torpedieren und bröckelnde Strukturen wieder zu zementieren. Meine Güte, solche Vorschläge sind schon arg primitiv. Es steht nur zu befürchten, dass unsere halbwissenden politischen Entscheidungsträger solche Initiativen nicht durchschauen. Furchtbarer Gedanke.

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