Bericht: Schott Solar will kristalline Produktion schließen

28. Juni 2012 | Märkte und Trends, Topnews

Nach einem Zeitungsbericht will das Photovoltaik-Unternehmen ab Oktober keine kristallinen Produkte in Deutschland mehr herstellen. Es soll nur die Produktentwicklung und die Zentrale in Mainz bleiben.

solarthermisches Kraftwerk

Receiver sollen weiter hergestellt werden

Bis Ende September will Schott Solar seine Produktion kristalliner Photovoltaik-Produkte in Deutschland einstellen, wie die „Wormser Zeitung“ aus gut informierten Unternehmenskreisen erfahren haben will. Der Aufsichtsrat habe das Aus für diesen Bereich demnach in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Davon betroffen seien rund 870 Mitarbeiter. Es sei aber noch unklar, was die Schließung der Produktion, konkret für die Beschäftigten bedeute. Die Herstellung von Receivern für solarthermische Kraftwerke soll fortgesetzt werden, wie die Wormser Zeitung weiter schreibt. Eine Bestätigung der Meldung von Schott Solar war zunächst nicht zu bekommen.

Schott Solar hat sein Engagement im Photovoltaik-Segment in Deutschland in den vergangenen Monaten sukzessive zurückgefahren. Zunächst schloss Schott seine Modulfertigung in Alzenau und die Waferfertigung in Jena. Allein durch diese Maßnahmen seien bereits rund 600 Stellen abgebaut worden. In Deutschland wird Schott Solar künftig wohl nur noch die Produktentwicklung von Hochleistungszellen und Solarmodulen fortsetzen. Außerdem setzt Schott Solar mittlerweile verstärkt auf das Projektgeschäft. (Sandra Enkhardt)

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA Bild zum Spamschutz  

eg al aus Chemnitz

Donnerstag, 28.06.2012 20:51

Als erstes tut es mir leid um die 870 Mitarbeiter. Es ist wirklich traurig wie die Solarbranche in 2 Jahren in Europa zu Grunde gewirtschaftet wurde. Was mich ebenfalls stört ist die extrem schlechter [...]

Weiterlesen
Kommentare 1 - 1 von 1

eg al aus Chemnitz

Donnerstag, 28.06.2012 20:51

Als erstes tut es mir leid um die 870 Mitarbeiter.
Es ist wirklich traurig wie die Solarbranche in 2 Jahren in Europa zu Grunde gewirtschaftet wurde.

Was mich ebenfalls stört ist die extrem schlechter Recherche. Nicht nur hier sondern in allen Medien.

Die "gut" informierten Unternehmenskreise scheinen von dem Markt überhaupt keine Ahnung zu haben!

Zum einen produziert Schott Solar schon seit März 2012 keine kristallinien Produkter mehr in Deutschland. Zudem wurde auch keine Modulfertigung in Alz geschlossen (die wurde schon vor einigen Jahren nach CZ verlagt), sondern die Zellfertigung. Das heißt seit März werden nur noch in geringsten Mengen Dünnschichtmodule hergestellt in Jena.

Seit März gibt es ausschließlich eine Zellentwicklung in Deutschland. Dort wird aber nichts produziert.

Somit können die 870 Mitarbeiter die ihren Job verlieren nicht nur aus Deutschland kommen. Somit meine Vermutung, dass SChott die Entwicklung und die vorhanden Modulproduktionen in den USA, CZ und evtl das JV in China aufgibt.

Diesen Artikel teilen


Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Frage der Woche

Fühlen Sie sich von chinesischen Herstellern über mögliche Schutzzölle und die Auswirkungen ausreichend informiert?

Heft 05 / 2013

05 / 2013

Einmal mehr aufs Dach
Die Montage auf Schrägdächern erfordert Sorgfalt und Präzision.

Bestellen Sie dieses Heft

Copyright 2013 © Photovoltaik

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

Werden Sie jetzt Abokunde und lassen Sie sich die photovoltaik monatlich nach Hause liefern!