Brunner fordert mehr Zeit für EEG-Novelle
18. Mai 2011 | Politik und Gesellschaft, TopnewsDie Bundesregierung drängt bei der Neuregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes zur Eile. Der bayerische Agrarminister macht sich für eine Verabschiedung im Herbst stark. Er will auch Nachbesserungen bei der Photovoltaik durchsetzen.
Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, die Verabschiedung der Novelle zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) auf den Herbst zu verschieben. 'Mit Sorge erfüllt mich jedoch die Hast, mit der die Novellierung des EEG noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden soll', heißt es in einem Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Manche Punkte der EEG-Novelle sind Brunner zufolge kontraproduktiv. Er fordert eine stärkere Förderung kleinerer Anlagen bei Photovoltaik und Windkraft und bemängelt, dass Röttgen dagegen vor allem den Ausbau der Offshore-Windparks forcieren will. Brunner verlangt, dass künftig auch Photovoltaik-Anlagen auf Wiesen und Weiden gefördert werden sollen. Solarparks, die auf mehr als fünf Hektar installiert sind, sollten im Gegenzug eine geringere Einspeisevergütung erhalten, heißt es weiter. „Auch hier müssen wir mit Augenmaß vorgehen, um Großanlagen zu vermeiden, die unser Landschaftsbild verschandeln“, warnt Brunner in seinem Schreiben.
Mit der EEG-Novelle können wichtige Weichen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien gestellt werden. Sie tritt zum 1. Januar 2012 in Kraft. Damit würde eine Verschiebung des Beschlusses auf den Herbst nach Ansicht von Brunner keine negativen Folgen haben. Weitere Informationen zu den geplanten Änderungen bei der Solarförderung, wie sie im EEG-Erfahrungsbericht vorgegeben werden, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der photovoltaik (06/2011). Sie erscheint am 1. Juni. (Sandra Enkhardt)
Kommentare
Dipl.-Ing. (FH) Torsten Wede aus Berlin | http://berlin
Sonntag, 22.05.2011 10:33
Unbestreitbar führt die "Förderung" der Solarenergie zu einer Erhöhung der Strompreise. Diese beruht aber im Gegensatzt zu den gängigen Fördermethoden nicht auf einem staatlichen, aus Steuergeldern [...]
Dr. Ursula Renner aus Heidelberg
Freitag, 20.05.2011 17:21
Ich finde staatliche Förderung grundsätzlich verkehrt, weil gerade die Politiker keine Ahnung haben, wo die Reise hingeht. Staatliche bzw. staatlich gemanagte Förderung sollte sich konzentrieren auf [...]
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