Colexon trennt sich von Projektgesellschaften

22. Februar 2012 | Märkte und Trends, Topnews

Das Photovoltaik-Unternehmen versucht derzeit seine Geschäfte zu bündeln. In diesem Zuge trennte sich Colexon von der deutschen Solar-Projektgesellschaft Renewagy 1 und einer Photovoltaik-Anlage in Italien.

Anlage von Colexon in Rammstein

Colexon hat etliche Dachanlagen in Süddeutschland verkauft

Die Colexon Energy AG hat zwei weitere Projektgesellschaften veräußert. Zum einen sei die Renewagy 1 an den belgischen Photovoltaik-Erzeuger 7C Solarparken N.V. verkauft worden, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Im Besitz der Projektgesellschaft befänden sich 55 Photovoltaik-Dachanlagen an 29 Standorten in Süddeutschland mit einer Gesamtleistung von 4,5 Megawatt. Über den Kaufpreis hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Dies gelte auch für den Verkauf einer Photovoltaik-Anlage mit einem Megawatt Leistung, die darüber hinaus an einen italienischen Energieversorger gegangen sei. Hierbei stünde die kartellrechtliche Genehmigung der Transaktion noch aus. Diese werde aber im März erwartet, teilte Colexon weiter mit.

Der Verkauf der Projektgesellschaften sei Teil der „Straffung der Geschäftsaktivitäten“. Diese hatte das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen vor etwa einem halben Jahr als Reaktion auf die schwache Nachfrage und Einschränkungen der Solarförderung auf verschiedenen Märkten angekündigt. Bereits im Sommer 2011 waren kurzfristig Entlassungen an den Standorten Mainz und Imola vorgenommen worden. Nunmehr verfüge Colexon noch über Photovoltaik-Anlagen in Deutschland, die in sieben Projektgesellschaften gebündelt seien, hieß es weiter. Insgesamt verfügten sie über eine Leistung von 23,2 Megawatt. Hinzu kämen Bestandsprojekte von Photovoltaik-Anlagen in Italien mit insgesamt fünf Megawatt Kapazität, die teilweise in lokalen Joint-Venture gebündelt seien. (Sandra Enkhardt)

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