Conergy baut großen Photovoltaik-Park in Norddeutschland
26. August 2009 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, TopnewsDer Solarpark mit einer Gesamtleistung von 4,2 Megawatt soll bereits an Investoren verkauft sein. Hoffnung besteht zudem, dass Conergy aus seiner langfristigen Liefervertrag mit MEMC herauskommt.

Die Conergy Deutschland GmbH baut in Hörup bei Flensburg den nach eigenen Angaben größten zusammenhängenden Photovoltaik-Park in Norddeutschland. Nach Informationen der Tageszeitung Die Welt (Mittwochausgabe) ist das Projekt bereits für rund zwölf Millionen Euro an eine Investorengruppe verkauft worden. Der Solarpark wird eine Gesamtleistung von 4,2 Megawatt haben, mit denen pro Jahr 2000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Die mit knapp 56.000 Solarmodulen bedeckte Fläche wird 15 Hektar groß sein. Bereits im Dezember dieses Jahres soll die Anlage fertig gestellt sein und Strom produzieren. Im Solarpark sollen ausschließlich Module, Wechselrichter und Gestellsysteme von Conergy zum Einsatz kommen.
Teilerfolg vor US-Gericht
Conergy hat einen Teilerfolg im Streit mit dem US-Konzern MEMC erlangt, wie das Handelsblatt (Dienstagausgabe) schrieb. Ein New Yorker Bezirksgericht stimmte in einer ersten Einschätzung der Klage des Hamburger Unternehmens gegen den Silizium-Lieferanten in Teilen zu. Conergy bemüht sich derzeit um die Auflösung des Liefervertrages mit MEMC aus dem Jahre 2007, was die US-Firma aber ablehnt. Die darin fixierten Siliziumpreise liegen deutlich über den derzeitigen Marktpreisen, da damals noch eine Knappheit des Rohstoffs vorherrschte. Der Vertrag hat ein Volumen von bis zu vier Milliarden Dollar. Sollte eine Auflösung des Vertrags nicht gelingen, dann wird sich die finanzielle Lage von Conergy nach eigenen Angaben verschärfen. In dem 28-seitigen Dokument, das dem Handelsblatt vorliegt, stuft die US-Richterin zwar Teile der Klage als gegenstandslos ein. Allerdings sehe sie eine Grundlage für die Klage. Conergy habe durchaus Pläne für einen Einstieg in die Silizium-Produktion gehabt. Allerdings müsse das Unternehmen im Laufe des Verfahrens noch erklären, wie es diesen Einstieg hätte finanzieren können. (Sandra Enkhardt)
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