Conergy erhöht Prognose

03. August 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen ist auf einem guten Weg. Im zweiten Quartal konnte Conergy erstmals wieder einen Nachsteuergewinn verzeichnen und erwartet ein besseres Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr als bislang angenommen.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der KAUST-Universität

Conergy hat Umsatz drastisch gesteigert

Die Conergy AG hat seinen Umsatz im zweiten Quartal 2010 um knapp 50 Prozent steigern können. Das Photovoltaik-Unternehmen kam nach Vorlage der vorläufigen Zahlen auf 239,4 Millionen Euro. Im Jahr zuvor lag der Umsatz im zweiten Quartal noch bei 160,9 Millionen Euro, wie Conergy mitteilte. Gleichzeitig sei das EBITDA-Ergebnis um 41,4 Millionen Euro verbessert worden und errreichte 18,5 Millionen Euro. Damit sei Conergy im dritten Quartal in Folge profitabel gewesen. Auch das EBIT-Ergebnis sei um 40 Millionen Euro auf 11,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden. Erstmals habe Conergy mit 7,9 Millionen Euro wieder ein positives Nachsteuerergebnis erreicht.

Conergy-Vorstandschef Dieter Ammer sieht in den guten Zahlen die Erfolge seines strikten Restrukturierungsprogramms. Die harte Arbeit der letzten Jahre habe sich bezahlt gemacht, sagte er. Angesichts der positiven Entwicklung sowie auf der Grundlage des weiter wachsenden Photovoltaik-Marktes erhöhte Conergy seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Es werde nun ein EBITDA-Ergebnis zwischen 30 und 40 Millionen Euro erwartet. Bislang war der Vorstand von einem positiven Ergebnis im niedrigen zweistelligen Bereich ausgegangen.

Ende Juli hatte sich Conergy mit den finanzierenden Banken auf einen Aufschub der Kreditrückzahlungen geeinigt. Die Institute räumten dem Photovoltaik-Unternehmen eine Laufzeit bis Ende 2011 ein, um die Kredite zu tilgen. Zudem wurden die Raten für ein fälliges Tilgungsdarlehen ausgesetzt. Damit ist die Finanzierung des Unternehmens vorerst gesichert. Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass Vorstandschef Dieter Ammer auf jeden Fall bis zur Hauptversammlung im Oktober im Amt bleiben soll. Ursprünglich sollte Ende Juli Andreas von Zitzewitz seine Nachfolge antreten. (Sandra Enkhardt)

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