Dena-Chef will Solarförderung drastisch kürzen

20. Juni 2012 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Stephan Kohler kritisiert in einem Interview die Bundesländer für ihre Blockade der Photovoltaik-Novelle. Er will mit Blick auf Strompreise die Solarförderung schnell kürzen.

Dena-Chef Stephan Kohler

Der Dena-Chef hält drastische Kürzungen bei der Solarförderung für notwendig

Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, spricht sich immer wieder für die Kürzung der Solarförderung aus. Nun hat er in einem Interview der „Rheinischen Post“ gesagt, dass die Blockade der EEG-Novelle zur Photovoltaik im Bundesrat falsch gewesen sei. „  Die Kürzung der Solarförderung ist dringend nötig, um die Kosten für die Stromverbraucher zu begrenzen. Die deutschen Solarfirmen brechen nicht deshalb zusammen, weil die Solarförderung zurückgefahren wird. Das ist eine Mär, die die Solarbranche verbreitet und die die Politik nicht glauben sollte“, sagte Kohler. Die Dena rechne damit, dass es bei den Strompreisen zu einem „energiewendebedingten Anstieg um 20 bis 25 Prozent bis zum Jahr 2020“ kommen werde. Hinzu kämen auch noch Preissteigerungen, die durch die höhere Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle weltweit verursacht würden.

Der Dena-Chef sieht die Ursache für die momentanen Insolvenzen und Schwierigkeiten der deutschen Photovoltaik-Hersteller in der Konkurrenz aus China. Die Firmen aus Fernost könnten die Solarmodule kostengünstiger herstellen und auch billiger auf dem deutschen Markt anbieten. „ China ist, wie in anderen Bereichen auch, in der Massenproduktion einfach besser, das müssen wir begreifen“, so Kohler weiter. Die deutschen Unternehmen sollten sich aus seiner Sicht eher um Innovationen wie bei der Systemtechnik kümmern.  Dazu gehöre die intelligente Steuerung der Netze und innovative Speichertechnik. (Sandra Enkhardt)

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Tina Ternus aus Rüsselsheim | http://www.pvbuero.de

Mittwoch, 20.06.2012 13:03

Ist die dena eine unabhängige Agentur? Nein! Sie wird zu 50% finanziert durch die Privatwirtschaft, u.a. der vier Energiekonzerne e.on, RWE, EnBW und Vattenfall. Der dena-Geschäftsführer Stephan [...]

Dirk Mayer aus Gäufelden | http://www.sbww.eu

Mittwoch, 20.06.2012 11:02

Der selbst ernannte Idiot (Photon Dezember 2010) will auch mal wieder was sagen, toll gemacht Stefan, das gibt Zuckerle von RWE... Musste ja sein nachdem unser notgeiler Alkoholiker Brüderle und der andere [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Tina Ternus aus Rüsselsheim | http://www.pvbuero.de

Mittwoch, 20.06.2012 13:03

Ist die dena eine unabhängige Agentur? Nein! Sie wird zu 50% finanziert durch die Privatwirtschaft, u.a. der vier Energiekonzerne e.on, RWE, EnBW und Vattenfall.

Der dena-Geschäftsführer Stephan Kohler stand im Sommer 2009 vor dem Wechsel zur RWE, als Vorstand der geplanten RWE-Effizienzgesellschaft. Weil RWE-Netzvorstand Rolf Martin Schmitz jedoch keine Kompetenzen abgeben und Kohlers Ressort bei RWE auf eine „Denkfabrik“ beschränken wollte, erklärte Kohler im Mai 2009, doch bei der dena zu bleiben. Anfang 2011 hat Kohler den Vorsitz des Beirates der RWE Innogy übernommen.

Aufsichtsratsvorsitzender der dena ist der Staatssekretär Stefan Kapferer. Davor hatten diesen Posten inne:

Jochen Homann
Rainer Brüderle
Karl-Theodor zu Guttenberg
Michael Glos
Wolfgang Clement
Werner Müller

Noch Fragen?

Dirk Mayer aus Gäufelden | http://www.sbww.eu

Mittwoch, 20.06.2012 11:02

Der selbst ernannte Idiot (Photon Dezember 2010) will auch mal wieder was sagen, toll gemacht Stefan, das gibt Zuckerle von RWE... Musste ja sein nachdem unser notgeiler Alkoholiker Brüderle und der andere gelbe Dummschwätzer Linder wieder das Qutenmodell fordern. Wann werden diese Schwachköpfe endlich zum Schweigen gebracht...

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