"Die Branche bettelt geradezu um Kürzungen"

03. Januar 2011 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Solarförderung ist zum Jahreswechsel erneut um 13 Prozent gesunken. Weitere Photovoltaik-Kürzungen stehen aber wohl bald bevor.

Photovoltaik-Anlage

Weitere Kürzungen der Solarförderung stehen bevor

Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) soll die Solarbranche der Bundesregierung automatische Kürzungen alle drei Monate vorgeschlagen haben. Wenn im Frühjahr mehr Photovoltaik-Anlagen als politisch gewünscht zugebaut würden, solle die Vergütung bereits im Sommer sinken und nicht erst wie gesetzlich vorgesehen zum 1. Januar 2012, heißt es weiter zum Vorschlag. Die Branche versuche, drohende härtere Vorgaben der Politik damit abzuwenden. Die hohen Kosten für die Solarförderung sind wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Die Erneuerbare-Energien-Branche fürchtet, dass mit einem weiteren rasanten Anstieg der Kosten das gesamte System der Ökostromförderung auf der Kippe stehen könnte. Zudem könnte es bei den anstehenden Wahlkämpfen zum Thema gemacht werden, so die Befürchtungen. "Die Branche bettelt geradezu um Kürzungen", sagte ein Regierungsvertreter der FTD. 

Das Bundesumweltministerium und die Solarbranche seien sich einig, dass der Ausbau der Photovoltaik gedrosselt werden müsse. Allerdings spricht offiziell noch niemand über erneute Kürzungen der Solarförderung. Allerdings gibt es parteiübergreifend dazu bereits Zustimmung. So forderten selbst die Grünen eine Koppelung der Photovoltaik-Vergütung an das Marktwachstum. Auch die SPD erarbeitete bereits ein eigenes Konzept zur Anpassung der Solarförderung. "Wenn Röttgen keine Dummheiten macht, werden wir ihm den Rücken freihalten", sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber dem Bericht zufolge. (Sandra Enkhardt)

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Helmut Dick aus Koblenz

Freitag, 07.01.2011 13:18

Hier wird massiv und auf breiter Front versucht, eine einheitliche öffentliche Meinung "pro weiterer Kürzungen" zu unterstellen, damit immer jeder den schwarzen Peter verschieben kann. Die Medien, allen [...]

Michael Stark aus Leipzig

Montag, 03.01.2011 16:54

...denn sie wissen nicht, was sie tun ...!!! Schon mal von der sich selbst erfüllenden Prophezeiung gehört? Wenn etwas lange genug schlecht geredet wird, dann wird auch nichts daraus. Noch vor Monaten [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Helmut Dick aus Koblenz

Freitag, 07.01.2011 13:18

Hier wird massiv und auf breiter Front versucht, eine einheitliche öffentliche Meinung "pro weiterer Kürzungen" zu unterstellen, damit immer jeder den schwarzen Peter verschieben kann. Die Medien, allen voran die FTD gehört natürlich mit zur Strategie. Wenn man schon einen Regierungsvertreter zitiert, der solch einen Quatsch redet, sollte man auch die Quelle nennen. Und wieso wird immer unterstellt,das die Branche die öffentliche Akzeptanz der Erneuerbaren Energien in Frage stellt?
Auch hier fehlen die Quellenangaben. Und hat mal jemand überhaupt die öffentliche Meinung abgefragt?
Dies alles ist sauberste politische Arbeit mit neuesten Strategien.

Michael Stark aus Leipzig

Montag, 03.01.2011 16:54

...denn sie wissen nicht, was sie tun ...!!! Schon mal von der sich selbst erfüllenden Prophezeiung gehört? Wenn etwas lange genug schlecht geredet wird, dann wird auch nichts daraus. Noch vor Monaten gab es Worte wie "Energiewende", "Klimaziele", "Peakoil" und "gigantische Marktchancen... Übrig sind nur noch unqualifizierte, panische Äußerungen. Und es strahlt über allem die Herrlichkeit der Atomkonzerne... Brückentechnologie ? Alles nur Blender! Die 4 Großen reden den Markt jetzt kaputt und dann bauen sie mit eigener Finanzkraft selbst die PV-Anlagen - nur ist der Markt dann für alle kleineren Firmen kaputt und es zahlt dann trotzdem der Stromkunde... Dann haben sie tatsächlich ihre eigene Brücke gebaut.

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