Energy Efficiency Award für SMA

22. April 2010 | Märkte und Trends, Fachwissen und Technik

Die SMA AG hat für das energieeffiziente Konzept ihrer Wechselrichter-Fabrik den internationalen Energy Efficiency Award 2010 erhalten. Die Preisverleihung fand auf der Hannover-Messe statt.

SMA Wechselrichter Fabrik

Preiswürdig: Die Wechselrichterfabrik von SMA

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat die Unternehmensangaben zufolge weltweit größte und CO2-neutrale Solar-Wechselrichterfabrik von SMA mit dem ersten Preis des internationalen Energy Efficiency Award 2010 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des World Energy Dialogue auf der Hannover-Messe statt. Der international ausgeschriebene Preis würdigt Unternehmen, die beispielgebende Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt und damit den Energieverbrauch merklich reduziert haben. Bei der Wechselrichter-Fabrik von SMA, die über eine Fläche von mehr als 18.000 Quadratmetern und eine Jahresproduktionskapazität von bis zu fünf Gigawatt verfügt, wurde laut Pressemitteilung eine größtmögliche Reduzierung des Energiebedarfs und eine effiziente Ausnutzung der eingesetzten Energie erreicht. Beispielsweise entspreche die Gebäudehülle dem Niedrig-Energiehaus-Niveau. Durch Effizienzmaßnahmen im Produktionsprozess sei außerdem der Energieverbrauch bei der Herstellung und den Testeinrichtungen erheblich gesenkt worden. Das Konzept der Fabrik schließt darüber hinaus eine optimale Tageslichtnutzung, eine intelligente Be- und Entlüftung sowie die Nutzung von Wärme- und Kältespeichern ein. Zur Abdeckung des noch vorhandenen Strom- und Wärmebedarfs werden erneuerbare Energien eingesetzt: Eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage mit rund 1,1 Megawatt Leistung und ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk erzeugen CO2-neutralen Strom; für den darüber hinausgehenden Strombedarf wird Ökostrom bezogen. Den Grundlastanteil der Wärme stellt ebenfalls das Blockheizkraftwerk zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Abwärme des Kompressors genutzt, der die Druckluft für die Werkzeuge und Hebevorrichtungen in der Produktion erzeugt. Zusätzlicher Wärmebedarf wird mit Fernwärme vom nahegelegenen Müllheizkraftwerk bedient. Und eine Absorptionskältemaschine nutzt die Wärme des Blockheizkraftwerks zur Kälteerzeugung. (Petra Hannen)

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