Erneuerbare legen weiter zu

18. Februar 2010 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft

Der Anteil der regenerativer Energien an der Stromerzeugung ist weiter gestiegen. Stabile Rahmenbedingungen, wie sie das EEG bietet, müssen erhalten bleiben, heißt es mit Blick auf die geplanten Photovoltaik-Kürzungen.

Umweltminister Norbert Röttgen und BEE-Präsident Dietmar Schütz beim Neujahrsempfang

Der BEE fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die ganze Branche

Photovoltaik, Windenergie und Biomasse gewinnen immer mehr an Bedeutung für die deutsche Energieversorgung. Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der erneuerbaren Energien von 15,1 auf 16,1 Prozent, wie der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) bekanntgab. Insgesamt erzeugten sie demnach 252 Terrawattstunden sauberen Strom. Die installierte Leistung der erneuerbaren Energien insgesamt sei 2009 um rund 5400 Megawatt gestiegen. Die vermiedene Menge klimaschädlicher CO2-Emissionen beliefen sich nach BEE-Angaben auf 111 Millionen Tonnen.
Die Windenergie hat weiterhin den größten Anteil unter den Erneuerbaren Energien. Insgesamt erzeugten die in Deutschland installierten Windkraftanlagen 38 Millionen Kilowattstunden Strom und damit etwas weniger als im Jahr zuvor. Auf Platz zwei folgten die Biomasse mit 30,1 Terrawattstunden und die Wasserkraft mit 19,0 Terrawattstunden. Der Anteil der Photovoltaik legte 2009 um 1,8 Millionen auf 6,2 Terrawattstunden. Der BEE forderte die Solarstrom-Vergütung nur moderat anzupassen. Die nun geplanten Kürzungen der Photovoltaik-Förderung trage „zur Verunsicherung der gesamten Erneuerbaren-Branche“ bei. Die Bundesregierung stelle mit diesem Schritt die Investitionssicherheit massiv in Frage. „Wir appellieren daher an Regierung und Parlament, Kürzungen mit Augenmaß vorzunehmen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Solarunternehmen nicht aufs Spiel zu setzen“, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann. (Sandra Enkhardt)

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Tomas Biermann

Samstag, 20.02.2010 17:18

Schreibfehler-Korrektur bei langjährige Ernten: 2007-Bester: 986,7

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Tomas Biermann

Samstag, 20.02.2010 17:18

Schreibfehler-Korrektur bei langjährige Ernten: 2007-Bester: 986,7

Tomas Biermann

Samstag, 20.02.2010 17:14

Gesamtkreisstrom Kreis Lüneburg war schon zum Drittel erneuerbar
32,5 % des Gesamt-Kreisstrom (incl. der Stadt LG) wurde 2008 erneuerbar erzeugt. Dies stellte Tomas Biermann-Kojnov, SunOn LG e.V., nach erstmaliger Datenanalyse zu Energieleistungen der Region überhaupt fest. Hartmut Jäger von E.on Avacon hat zugearbeitet und Daten geprüft und vielfältige Internetdaten-Auswertungen waren nötig. Zum Vergleich: In ganz Deutschland wurde 15% (2007: 14%) des Stromes erneuerbar eingespeist; EU-Ziel 2020 sind 20%.
Im Gesamt-Netz Kreis LG wurden 2008 Strom zu 815,39 GWh* (2007: 766,47 – ohne Bleckede) gebraucht. Davon wurde aus 652 (2007: 516) erneuerbaren Energien Anlagen, fast nur privater Betreiber 265,08 GWh Strom (2007: 217,33 – ohne Windstrom E.on-Netz) erzeugt (eigentlich: gewandelt).
Der deutlich größte Anteil des erneuerbaren Stromes kam zu 73% aus Windenergie, die zu 194,01 GWh (2007: 173,85 - ohne Eon-Netz Wert von ca. 21 GWh) einspeiste. 72 Anlagen (2007:69) schafften es mit 123 MW (2007:117 MW ), wobei die Energiewerke Dahlenburg mit 36 MW klar den größten Anteil hatten.
Gesteigerten Einsatz gab es auch von 25 Biomasseanlagen statt 20 in 2007, die nun mit 13,8 KW zu vormals 10,9 KW 67,04 GWh einspeisten (2007: 40,5 GWh); und damit mit ca. 25% des Erneuerbaren Stromes klar zweitstärkste waren.
Am meisten entwickelte sich die Solarstromeinspeisung, die mit 2,53 GWh statt vormals 1,75 GWh von 4,9 MW vormals 3 MW fast zur Hälfte gesteigert wurde. Und die 548 (2007: 417) Anlagen von klein mit 1 kWp bis groß mit 512 kWp zeigen als 84% aller Anlagen, auch die demokratische Basis dieser neuen Energieform. Und damit gab es schon mehr als drei Mal so viel solaren Strom, als den von 7 Wasserkraftanlagen, die mit fast 0,5 MW 1,46 GWh einspeisten. Witterungsbedingt leider weniger als die 1,68 GWh in 2007.
Zudem kam es auch zu deutlich effektiveren solaren Einzelanlagen-Ernten:
Die Spitzenanlage 2008 der Familie Blunck, Bleckede, erntete mit 3,5 kW erstaunlich hocheffiziente 1076,3 kWh pro kWp. Eine mit Süddeutschen oder Inselanlagen vergleichbare Hochleistung, die klar beweist, dass auch im Norden solar viel erreichbar ist. 13 ernteten noch über 1000 kWh/kWp (auch zwei städtische) und 51 über 900 kWh/kWp; was auch die große Leistungbreite der 2008-PV-Anlagen belegt. Im Durchschnitt aller 84 erfassten Anlagen wurden 910,7 kWh pro kW geerntet. (2007-Bester: 1004 kWh/kWp)
Bei den langjährigen Ernten (ab 2 Jahren bis zu 16 J.) kam die 4,6 kW-Anlage Haustechnik Will, Barnstedt, auf hohe durchschnittliche 1022,2 kWh/kW. 4 weitere Anlagen erreichten über 1000 kWh/kW (auch eine städtische), 28 über 900 kWh/kW, was wiederum Leistungsbreite beweist. Im Durchschnitt aller 51 erfassten Anlagen wurden beachtliche 902,3 kWh/kW erreicht, bei den über 800 kWh/kW sogar 922,3 kWh/kW. Auch im Norden zeigt dies hohe Solarleistungsgüte! (207-Bes0ter: 986,7 kWh/kWp)
* Megawattstunden (MWh) = 1000 kWh - Gigawattstunden (Gwh) = 1000 MWh
** 2015 ist Preisgleicheit mit Atom- und Kohlestrom möglich, trotz vieler Milliarden € hoher direkten Subventionen und staatlichen Förderungen; wo FV nur EEG-Preisgarantiesicherheit hat.

Weitere Einzelergebnisse + Auswertungen: Tomas Biermann-Kojnov,
Häcklinger Weg 43a, 21335 Lüneburg, Biermann@sunon.org oder 04131-403636

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