Ersol verschwindet von der Börse

12. Juni 2009 | Topnews, Märkte und Trends

Nach einer 97-prozentigen Beteiligung will der Automobilzulieferer Bosch den Solarzellen-Hersteller Ersol nun komplett übernehmen und die verbliebenen Aktionäre mit dem so genannten Squeeze-Out-Verfahren herausdrängen.

Firmenlogo von Bosch

Der Bosch-Konzern will den Solarzellen-Hersteller Ersol übernehmen

Der Bosch-Konzern hat den Minderheitsaktionären von Ersol 102,77 Euro je Aktie angeboten, teilte Ersol am Mittwochabend mit. Da Bosch mehr als 95 Prozent der Ersol-Aktien besitzt, kann das Unternehmen ein so genanntes Squeeze-Out durchführen. Die verbliebenen Aktionäre sind dabei verpflichtet, ihre Aktien an Bosch zu übergeben und erhalten dafür eine Barabfindung. Die angebotene Abfindung entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der letzten drei Monate, bevor Bosch den Squeeze-Out gegenüber Ersol im März dieses Jahres angekündigt hatte. In einer Hauptversammlung muss Ersol der Übernahme Ende Juli noch zustimmen. Dabei handele es sich aber um reine Formsache, da Bosch aktuell 97 Prozent aller Ersol-Aktien besitzt, meinen Börsenexperten. Sobald die Übernahme abgeschlossen ist, würde Ersol von der Börse verschwinden.

Der Automobilzulieferer Bosch hatte das Thüringer Unternehmen Ersol im letzten Jahr mehrheitlich übernommen, um sich mit der Investition in erneuerbare Energien vom Automobilmarkt unabhängiger zu machen.

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