FVEE hat Energiewende fest im Blick

12. Oktober 2011 | Forschung und Entwicklung, Topnews

In Berlin treffen sich Wissenschaftler des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien (FVEE) zu ihrer jährlichen Tagung. Im Blickpunkt stehen dabei die Erfordernisse und Konsequenzen einer Transformation hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

Windpark

Auf der FVEE-Jahrestagung geht es um die Wege zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien

Am Mittwoch und Donnerstag diskutieren Wissenschaftler aus ganz Deutschland im Umweltforum über die Wege hin zu einer Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Der Veranstalter, der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE), begrüßte  ausdrücklich die Anhebung der Budgets für die Forschungsbereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Es stünden für die Jahre 2011 bis 2014 insgesamt etwa 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Auch sei die „stärkere Vernetzung der Forschungsarbeiten innerhalb der Europäischen Union“ zu begrüßen, sagte FVEE-Sprecher Wolfgang Eberhardt.  Dennoch müssten die forschungspolitischen Rahmenbedingungen noch weiter verbessert werden, um auch die Investitionen der Industrie in erneuerbare Energien und Energieeffizienz anzureizen. Forschung und Entwicklung seien mit Blick auf eine möglichst rasche Energiewende in Deutschland, aber auch weltweit besonders wichtig.

Mit Blick auf die Kosten – am Freitag werden die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für 2012 bekannt geben – betonte Eberhardt, dass die erneuerbaren Energien nicht maßgeblich für den Strompreisanstieg in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht werden können. „Sicher hat die EEG-Umlage dazu beigetragen, aber nicht übermäßig“, sagte er. Eberhardt betonte dabei, dass der Strompreis für die Industrie in den vergangenen Jahren weitgehend gleichgeblieben ist. Auch Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-ISE und Leiter der FVEE-Jahrestagung, teilte diese Einschätzung:  „Die EEG-Umlage wird nicht aus dem Ruder laufen.“ Er geht davon aus, dass sie sich im kommenden Jahr auf etwa 3,8 bis 3,9 Cent je Kilowattstunde belaufen werde. Weber verwies besonders auf die mittel- und langfristig stabilisierende Wirkung der erneuerbaren Energien auf den Strompreis.  Mit Blick auf die Photovoltaik, die immer besonders in der Kritik steht, wenn es um die Kosten beim Ausbau der erneuerbaren Energien geht, sagte er, dass sich die Preise bereits sehr nach unten entwickelten hätten. Mittlerweile rentiere sich der Eigenverbrauch für die Konsumenten immer mehr. (Sandra Enkhardt)

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