Gedämpfter Photovoltaik-Zubau zum Jahresende

10. Februar 2011 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Bundesnetzagentur hat weitere Zahlen zu neu installierten Photovoltaik-Leistung 2010 veröffentlicht. Die abermalige Kürzung der Solarförderung im Oktober blieb demnach nicht ohne Folgen.

Photovoltaik-Anlage im Schnee

Die Jahresendralley fiel 2010 nicht so stark aus

Deutschland ist der größte Markt für Photovoltaik-Anlagen weltweit. Allerdings hat sich die Politik der Bundesregierung, die im vergangenen Jahr die Solarförderung außerplanmäßig zweimal kürzte auf den Zubau bei Photovoltaik-Anlagen ausgewirkt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind demnach im Oktober 340,54 Megawatt und im November 359,94 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert worden. Zum 1. Oktober 2010 waren die Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen nochmals um drei Prozent gesenkt worden. Der Zubau liegt damit deutlich unter dem Niveau des Jahres 2009. Damals gab es wegen der Unsicherheit über die weitere Ausgestaltung der Solarförderung und den deutlich gesunkenen Preisen für Photovoltaik-Anlagen eine Jahresendralley. Im Oktober und November 2009 gingen der Bundesnetzagentur zufolge insgesamt knapp 875 Megawatt Photovoltaik-Leistung ans Netz. Auch die Zahlen für Dezember dürften 2010  deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.
In Deutschland sind nach den vorliegenden Daten demnach Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 6072,85 Megawatt zwischen Januar und November 2010 installiert worden. Der Zubau auf dem deutschen Photovoltaik-Markt hat sich infolge der zusätzlichen Kürzungen der Solarförderung 2010 damit deutlich abgeschwächt, wie die Analysten von Jeffries schreiben. Wenn sich dieser Trend bestätige, dann würde dies auch den Druck von der Bundesregierung nehmen, zu noch schärferen Maßnahmen zu greifen, um den Zubau bei Photovoltaik-Anlagen zu begrenzen, so die Analysten. (Sandra Enkhardt)

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Klaus Jossen aus Düsseldorf

Donnerstag, 17.02.2011 19:23

Die Bundesnetzagentur gibt keine Jahres-Prognosen ab , wird aber in ca. 4 Wochen die vorläufigern Zahlen zur tatsächlichen Installation veröffentlichen . Nach den vorliegenden Zahlen bis November ,der [...]

Sandra Enkhardt aus Berlin | http://www.photovoltaik.eu

Donnerstag, 17.02.2011 10:41

an Peter Segaar: Sie haben Recht, der Zubau bei Photovoltaik-Anlagen lag bereinigt "nur" bei 6072,847 Megawatt zwischen Januar und November. Ich habe dies im Text geändert. Eine Prognose für den Zubau [...]

Hans Ganz aus Freiberg

Samstag, 12.02.2011 02:52

an Peter Segaar: Die Prognosen der Netzbetreiber, die als Grundlagen für die Berechnung der EEG-Umlage dienen, waren diesmal schlicht und einfach zu hoch, Die Monatszahlen Zahlen der Bundesnetzagentur [...]

Guido Harperscheidt aus Kreuzau | http://www.solartiger.de

Freitag, 11.02.2011 18:09

Wieviel Zubau an PV hin oder her. Die Förderung der PV ist doch ein richtig guter Job- und Investmotor. Nicht nur die "reine" Photovoltaikbranche hat davon profitiert, sondern auch andere Gewerke. [...]

Peter Segaar aus Leiden (NL) | http://www.polderpv.nl

Donnerstag, 10.02.2011 21:23

Zwei Daten die hier genannt werden mussen korrigiert worden seit die veröffentlichung einer Revision von Spreadsheets der Bundesnetzagentur veröffentlicht am 21. Oktober 2010. Es handelt sich dabei um [...]

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Kommentare 1 - 5 von 5

Klaus Jossen aus Düsseldorf

Donnerstag, 17.02.2011 19:23

Die Bundesnetzagentur gibt keine Jahres-Prognosen ab , wird aber in ca. 4 Wochen die vorläufigern Zahlen zur tatsächlichen Installation veröffentlichen . Nach den vorliegenden Zahlen bis November ,der Entwicklung im Oktober und November und den schlechten Wetterverhältnissen im Dezember dürften die aber kaum wesentlich über 7 GW liegen

Sandra Enkhardt aus Berlin | http://www.photovoltaik.eu

Donnerstag, 17.02.2011 10:41

an Peter Segaar:
Sie haben Recht, der Zubau bei Photovoltaik-Anlagen lag bereinigt "nur" bei 6072,847 Megawatt zwischen Januar und November. Ich habe dies im Text geändert. Eine Prognose für den Zubau des Gesamtjahres will die Bundesnetzagentur allerdings nicht abgeben. Angesichts des sehr schneereichen Dezember kann ich Ihre Prognose eines Zubaus von 3,5 Gigawatt in einem Monat nicht ganz teilen.

Hans Ganz aus Freiberg

Samstag, 12.02.2011 02:52

an Peter Segaar:
Die Prognosen der Netzbetreiber, die als Grundlagen für die Berechnung der EEG-Umlage dienen, waren diesmal schlicht und einfach zu hoch, Die Monatszahlen Zahlen der Bundesnetzagentur zur tatsächlichen Installation sind in der Regel erst 2 Monate später verfügbar. Sie scheinen den Unterschied zwischen einer Prognose und den tatsächlichen Zahlen nicht zu verstehen. Und ihre aberwitzigen Spekulation im Dezember könnten doppelt so viele Kapazität installiert worden sein ,wie im Vorjahr bei deutlich schlechter finanziellen Bedingungen sehr viel schlechtern Wetterbedingungen ,ist nicht ganz von dieser Welt

Guido Harperscheidt aus Kreuzau | http://www.solartiger.de

Freitag, 11.02.2011 18:09

Wieviel Zubau an PV hin oder her. Die Förderung der PV ist doch ein richtig guter Job- und Investmotor.

Nicht nur die "reine" Photovoltaikbranche hat davon profitiert, sondern auch andere Gewerke. Wieviele Landwirte haben Geld in die Hand genommen um Dächer zu sanieren oder neue Hallen zu bauen. Diese Investition wären in so großem Umfang doch gar nicht gemacht worden.
Ganz davon zu schweigen das fast alle PV-Anlagen fremd finanziert sind. Was die Banken (Umweltbank)Ihre Gewinne aufbessern.

Peter Segaar aus Leiden (NL) | http://www.polderpv.nl

Donnerstag, 10.02.2011 21:23

Zwei Daten die hier genannt werden mussen korrigiert worden seit die veröffentlichung einer Revision von Spreadsheets der Bundesnetzagentur veröffentlicht am 21. Oktober 2010. Es handelt sich dabei um neue Monats-daten (offensichtlich bereinigt) in die Monate Oktober 2009 bis, inklusive, August 2010.

Die neue zahlen sollen dann so ausgearbeitet 'rauskommen (habe komplett neue Berechnungen hier):

Nicht 875 MWp in Oktober und November 2009, aber 882,11 MWp.
Nicht 6.238 MWp in Januar bis November 2010, aber "nur" 6.072,84 MWp (dass ist 2,6% weniger als Ihren Datei).

Und Ich frag mich doch: sind Eure annahmen über die "deutliche abschwächung" der Deutschen Markt am Ende 2010 wirklich gut untermauert? iSuppli und andere Analisten haben 7-8 GWp vorhersagt für das ganze Jahr 2010. Aber es gibt auch Zahlen von 9,5 GWp, wie von Eure Übertragunsnetzbetreiber.

Die haben vohersagt das am Ende 2010 19,399 GWp installiert (kumuliert) sein konnte, weil Ende 2009 9,899 GWp möglich war. Das gibt die 9,5 GWp neubau in 2010.

Sehe p. 16 in diese Prognose von 15. Oktober 2010:

http://www.eeg-kwk.net/cps/rde/xbcr/eeg_kwk/2010_10_15_Foliensatz_zur_Veroeffentlichung_fin[..] diese Prognose irgendwo in der Nähe des Endresultats komme, muss mit die aktuelle (vorläufige) Bundesnetzagentur dateien, 6.073 MWp bis, inklusive, November 2010, in Dezember 2010 doch mindestens 9.500-6.073 = 3.427 MWp dabei kommen? Und das soll kein "abschwächung" bezeichnen. Es konnte mindestens das doppelte Volume von Dezember 2009 worden, das laut die korrigierte Daten des Bundesnetzagenturs doch "nur" 1.449 MWp war?

Falls "nur" 8 GWp realisiert worden ist in 2010, sollen dann doch immer noch beinahe 2 GWp in Dezember 2010 neu dabei gekommen sein? Dass würde auch immer noch ungefähr 38% mehr als die Zubau in Dezember 2009 sein?

Oder sehen sie die Prognosen von die Übertragungsnetzbetreiber (die vor viele Jahren viel zu niedrig gewesen seien), oder die von Photon (vielleicht 10 GWp in 2010) als ungemessen?

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