IBC Solar-Anlage kurz vor Fertigstellung

25. November 2009 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, Topnews

Bis zum Jahresende wird das IBC Solar den bislang größten Photovoltaik-Park der Unternehmensgeschichte in Deutschland ans Netz bringen. Derzeit werden die letzten Module der Acht-Megawatt-Anlage in Neustrelitz installiert.

Photovoltaik-Park von IBC Solar in Neustrelitz

Der Photovoltaik-Park in Neustrelitz soll noch in diesem Jahr ans Netz

Seit Ende August laufen die Arbeiten für das zweiteilige Photovoltaik-Großprojekt der IBC Solar AG in Neustrelitz. Das Solarkraftwerk auf einem brachliegenden Militärgelände wird nach seiner Fertigstellung eine Gesamtleistung von 8,06 Megawatt haben, wie Olaf Baumer, Geschäftsführer von IBC Solar Invest, im Gespräch mit der photovoltaik berichtet. Bis Ende des Jahres werde der Park in Mecklenburg-Vorpommern am Netz sein. Es ist das bislang größte Photovoltaik-Projekt des Unternehmens aus Bad Staffelstein in Deutschland. Auf dem 22 Hektar großen Gelände seien in der ersten Bauphase mehr als 34.000 polykristalline Module von IBC installiert. Derzeit erfolge noch die Montage von weiteren knapp 5000 Yingli-Module mit einer Gesamtleistung von gut einem Megawatt. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf etwa 23 Millionen Euro, sagt Baumer weiter.

Munitionsfunde vor Baubeginn

Vor dem Baubeginn hatte IBC Solar einen Leipziger Munitionsdienst mit der Räumung des Geländes beauftragt. Bei der Fläche habe es sich um ein Kasernengebiet der 1993 abgezogenen sowjetischen Armee gehandelt. Im Boden seien dementsprechend Munition, Panzerfäuste, Tellerminen sowie Teile von Panzern gefunden worden, berichtet Baumer weiter. Die Kosten der Räumung hat IBC Solar übernommen. In dem Gesamtprojekt machten sie nur einen kleinen Teil aus. Dennoch sei es wichtig, dass das Gelände absolut munitionsfrei vor dem ersten Rammen der Montagegestelle ist. „Photovoltaik-Anlagen stellen eine sinnvolle Nachnutzung von Konversionsflächen dar“, sagt Baumer.

Freiflächenanlagen weiter attraktiv

IBC Solar plant auch zukünftig weitere Projekte dieser Art. Dafür suche das Unternehmen derzeit intensiv nach geeigneten Flächen. Baumer sieht für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland noch ein großes Potenzial. „In den nächsten zwei bis drei Jahren werden sie weiter interessant sein“. Eine Ausnahme sei, dass die Bundesregierung die Phtovoltaik-Förderung kurzfristig so scharf senkt, dass sich entsprechende Projekte nicht mehr rentieren. Davon geht Baumer derzeit allerdings nicht aus. (Sandra Enkhardt)

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