Italien bleibt attraktiver Photovoltaik-Markt
15. Juli 2010 | Politik und Gesellschaft, TopnewsDie Absenkung der Solarförderung in den kommenden drei Jahren wird nach Ansicht des Solarverbands GIFI das Wachstum nicht stoppen. Investitionen in Photovoltaik-Anlagen bleiben interessant.
Die Regionalversammlung in Italien, bestehend aus Vertretern aus den Provinzen und des Staates, hat den Weg für die Kürzung der Solarförderung frei gemacht. Es sind drastische Einschnitte bei den Photovoltaik-Einspeisevergütungen vor allem im kommenden Jahr geplant. Die Tarife sollen dann um bis zu 30 Prozent sinken. Die stärkste Reduzierung betrifft Solarparks mit einer Gesamtleistung von mehr als fünf Megawatt. Die Tarife für kleinere Photovoltaik-Anlagen würden um bis zu 20 Prozent gekürzt. Außerdem will die italienische Regierung den Ausbau der Photovoltaik deckeln. Das Limit soll demnach bei 3000 Megawatt bis 2013 liegen.
Der Vorsitzende des italienischen Photovoltaik-Verbands GIFI, Gert Gremes, geht davon aus, dass Italien aber trotzdem ein attraktiver Markt für Investoren bleiben wird. Für dieses Jahr sei mit 800 bis 1000 Megawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung zu rechnen. Der Markt werde auch nach der Kürzung der Förderung um bis zu 30 Prozent weiter leicht wachsen. Er gehe für die kommenden Jahre von einem Zubau von jeweils etwa einem Gigawatt in Italien aus, sagte er der Nachrichtenagentur Reuers. Die Renditen für Investoren blieben attraktiv. Derzeit sind der staatlichen Energieagentur zufolge 1137 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Italien installiert. (Sandra Enkhardt)
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