JA Solar stockt kräftig auf

11. März 2011 | Märkte und Trends, Topnews

Das chinesische Photovoltaik-Unternehmen kündigt den Bau einer weiteren riesigen Produktionsstätte an. Die Finanzierung scheint nun durch Kredite in Milliardenhöhe gesichert.

Stadtansicht von Hefei

In Hefei soll JA Solars neues Werk entstehen

Die JA Solar Holdings Co. Ltd. Hat eine Vereinbarung mit der Stadt Hefei über ein strategisches Investment abgeschlossen. Dabei gehe es um den Bau einer hochmodernen Produktionsstätte für Solarzellen und Photovoltaik-Produkte, teilte das chinesische Unternehmen mit. Das Werk werde in der Endstufe eine Kapazität von drei Gigawatt haben und solle im Industriegebiet von Hefei angesiedelt sein. Der Bau der Produktionsstätte werde sich über mehrere Jahre erstrecken.  Bereits in diesem Jahr soll mit den ersten Arbeiten begonnen werden, die Produktion könnte dann im kommenden Jahr anlaufen, wie es weiter hieß.

In der Vereinbarung werde JA Solar von einer staatlichen Investmentgruppe und mehreren chinesischen Banken Finanzhilfen zum Bau der Fabrik von umgerechnet knapp 1,5 Milliarden Euro über die nächsten vier Jahre zugesichert. Götz Fischbeck, Analyst der BHF-Bank AG, erwartet, dass besonders der deutsche Maschinenbauer Roth & Rau von den Expansionsplänen des chinesischen Photovoltaik-Unternehmen profitieren wird. JA Solar ist ein wichtiger Kunde von Roth & Rau. Für Q-Cells hingegen werde es noch schwerer sich am Markt zu behaupten. Während die chinesische Konkurrenz mit immer neuen Expansionsplänen an die Öffentlichkeit trete, habe das deutsche Photovoltaik-Unternehmen mit ernsthaften Finanzproblemen zu kämpfen, so Fischbeck. Wenn die Pläne von JA Solar und anderen chinesischen Firmen Realität werden und deren erweiterten Produktionen hochgefahren sind, dürfte es für Q-Cells schwer werden, im Konkurrenzkampf zu bestehen, so die Prognose des Analysten. 

Erst vor wenigen Tagen kündigte JA Solar an, gemeinsam mit MEMC eine Solarzellenproduktion in China aufbauen zu wollen. Das Werk soll eine Anfangskapazität von 250 Megawatt haben, die später bis auf ein Gigawatt erweitert werden könne. Die Produktion in dem Werk in Yangzhou wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2011 beginnen. (Sandra Enkhardt)

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