Manz schickt Beschäftigte in Kurzarbeit
09. April 2009 | Märkte und Trends, TopnewsDer Photovoltaik-Anlagenbauer schickt seine rund 400 Mitarbeiter in Deutschland ab Mai in Kurzarbeit. Weitere Maßnahmen will Manz nicht ausschließen, aber zunächst die weitere konjunkturelle Entwicklung abwarten.
Die Manz Automations AG schickt seine etwa 400 Mitarbeiter an den Standorten Reutlingen und Tübingen ab Mai in Kurzarbeit. In Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern sei entschieden worden, für die Dauer von sechs Monaten die Arbeitszeit auf 80 Prozent zu reduzieren, hieß es beim Photovoltaik-Anlagenbauer. Weitere Kürzungen seien nicht auszuschließen. Zunächst solle aber die Entwicklung der Auftragseingänge abgewartet werden. Außerdem sei eine intensive Fortbildung der Mitarbeiter während der Kurzarbeit geplant, hieß es weiter.
Der Entwickler von Automatisierungs- und Systemlösungen für die Photovoltaik-Industrie reagiert mit dieser Entscheidung frühzeitig auf die schwächelnde Konjunkturlage weltweit. Bereits seit Jahresbeginn werden in den Manz-Werken in Taiwan, China und der Slowakei Kosten gespart, indem Mitarbeiter Überstunden abgebaut haben, in Kurzarbeit geschickt oder auch entlassen wurden. Die Maßnahmen stünden aber im Einklang mit den Zielen von Manz, die Forschungs- und Entwicklung weiter auszubauen sowie Abläufe und Prozesse zu optimieren, hieß es weiter. Die Kurzarbeit sei ein geeignetes Mittel, um personelle Ressourcen stabil zu halten und gleichzeitig in Zeiten der Wirtschaftskrise Kosten einzusparen. Der Vorstand des Unternehmens rechnet damit, dass sobald eine konjunkturelle Erholung zu verzeichnen ist, auch die Nachfrage auf dem Photovoltaik-Markt wieder deutlich ansteigen wird.(SE)
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