Mehr Transparenz bei Photovoltaik-Strom
23. Juli 2010 | Märkte und Trends, TopnewsWelche Dimension Strom aus Photovoltaik inzwischen hat, zeigt eine neue Transparenzplattform: Die Energiebörse EEX und die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen dort täglich aktuelle Zahlen zur Solarstromproduktion. Und die sind beeindruckend.

Konkrete Zahlen zur Produktion von Strom aus Photovoltaik werden ab sofort auf der gemeinsamen Transparenzplattform der European Energy Exchange AG (EEX) und der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH, EnBW Transportnetze AG und Transpower Stromübertragungs Gmbh veröffentlicht. Die täglich aktualisierten Zahlen umfassen sowohl die Prognosen für die erwartete Erzeugung aus Solarenergie für alle vier deutschen Regelzonen als auch Angaben zur tatsächlichen Produktion von Photovoltaik-Strom.
Dabei zeigt sich vor allem eines: Der Photovoltaik-Anteil am Energiemix ist – entsprechendes Wetter vorausgesetzt – beeindruckend. Zwischen dem 1. und dem 22. Juli beispielsweise wurden an elf Tagen zwischen 13 und 14 Uhr jeweils mehr als 7.000 Megawatt Photovoltaik-Strom in die öffentlichen Netze gespeist, was in etwa der Leistung von sieben Atomkraftwerken entspricht. Der deutsche Strombedarf insgesamt liegt in der Mittagszeit bei rund 65 bis 70 Gigawatt – der Anteil der Photovoltaik am Energiemix lag also zumindest zeitweise bei rund zehn Prozent.
Die Meldungen zur Solarenergie komplettieren laut Pressemeldung die bereits vorhandenen Fundamentaldaten zur Stromerzeugung aus Wind sowie weiteren Energieträgern wie Braunkohle, Gas, Laufwasser, Steinkohle, Uran und Öl. So soll die Marktpreisbildung transparenter werden. Außerdem seien die Veröffentlichungen zur Erzeugung aus Solar- und Windenergie wichtige Indikatoren, um die Integration von erneuerbaren Energieträgern nachvollziehbar zu machen. Mit der Plattform „Transparency in Energy Markets“ werden außerdem gesetzliche Veröffentlichungspflichten im Erzeugungs- und Großverbraucherbereich umgesetzt und in dieser Art erstmals mit den bestehenden freiwilligen Veröffentlichungen durch Kraftwerksbetreiber verknüpft. (Petra Hannen)
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