Monatliche Kürzung der Solarförderung geplant

19. Januar 2012 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Photovoltaik-Einspeisetarife sollen künftig monatlich abgesenkt werden. Damit will der Umweltminister Endspurte wie im Dezember künftig vermeiden. Die neue Regelung soll zügig kommen, macht aber eine erneute Novellierung des EEG notwendig.

Solarpark im Bau

Bald zählt jeder Monat!

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die Vertretern der Solarbranche haben sich darauf geeinigt, die Solarförderung künftig nicht mehr halbjährlich sondern monatlich zu kürzen. Diese Regelung solle zügig umgesetzt werden, sagte der Minister in seinem Statement nach dem Gespräch. Der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) Günther Cramer geht davon aus, dass die Neuregelung bereits in sechs Wochen kommen könne. Ihm gehe es allerdings darum, dass die maximale Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife von zweimal 15 Prozent nicht überschritten werden. Die Basisdegression und die zubauabhängige Degression solle addiert und dann über die Monate verteilt werden, so der Vorschlag. Mit diesem Schritt sollten künftig Jahresendrallyes wie im Dezember 2011, als nach ersten Zahlen der Bundesnetzagentur drei Gigawatt Photovoltaik-Leistung ans Netz gegangen seien, vermieden werden, sagte Röttgen weiter. Außerdem stelle diese neue Regelung  „keine Systemänderung, sondern eine Verfeinerung des EEG“ dar. Röttgen will am System des „atmenden Deckels“ festhalten. Allerdings sei eine erneute Novellierung des EEG notwendig, um den Vorschlag umzusetzen.

Nach der zum 1. Januar 2012 in Kraft getretenen und geltenden EEG-Novelle steht offiziell zum 1. Juli die nächste Absenkung der Photovoltaik-Einspeisetarife an. Sie wird wegen der Jahresendrallye, bei der wahrscheinlich rund drei Gigawatt Photovoltaik-Leistung allein im Dezember in Deutschland installiert worden, wahrscheinlich 15 Prozent betragen. Damit sinkt die Solarförderung binnen eines halben Jahres um insgesamt bis zu 30 Prozent. Die Vergütungssätze werden ab der Jahresmitte zwischen 20,77 Cent je Kilowattstunde für kleine Dachanlagen und 15,25 Cent je Kilowattstunde für Solarparks liegen. Diese Kürzungen scheinen aus Sicht vieler Politiker aber noch nicht ausreichend. Seit Wochen gibt es bereits wieder Diskussionen über die Solarförderung. Vor allem FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler und der CDU-Wirtschaftsflügel sogar mit ihren wiederholten Forderungen nach einem Deckel für die Photovoltaik für Unruhe und Besorgnis. Sie plädieren dafür, den Zubau von Photovoltaik-Anlagen bei 500 bis 1000 Megawatt zu begrenzen. (William Vorsatz/Sandra Enkhardt)

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Max Mustermann aus Springfield

Donnerstag, 26.01.2012 11:39

"Wie sollen wir Handwerker noch eine PV Anlage kalkulieren und errichten. Wie sollen die Hersteller die Preise für Ihre Module berechnen?" Zur Abwechslung könnte man ja mal die Kosten als Grundlage [...]

Guido Harperscheidt aus Kreuzau | http://www.solartiger.de

Freitag, 20.01.2012 10:45

Wie sollen wir Handwerker noch eine PV Anlage kalkulieren und errichten ( Wie sollen die Hersteller die Preise für Ihre Module berechnen? , wenn wir nicht genau wissen, in welchem Monat wir die Anlage [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Max Mustermann aus Springfield

Donnerstag, 26.01.2012 11:39

"Wie sollen wir Handwerker noch eine PV Anlage kalkulieren und errichten. Wie sollen die Hersteller die Preise für Ihre Module berechnen?"

Zur Abwechslung könnte man ja mal die Kosten als Grundlage für die Preisberechnung heranziehen ...

Guido Harperscheidt aus Kreuzau | http://www.solartiger.de

Freitag, 20.01.2012 10:45

Wie sollen wir Handwerker noch eine PV Anlage kalkulieren und errichten ( Wie sollen die Hersteller die Preise für Ihre Module berechnen? , wenn wir nicht genau wissen, in welchem Monat wir die Anlage bauen und zu welcher Vergütung? Wir haben in unserem Betrieb eine Vorlaufzeit von ca. 6-10 Wochen, je Liefertermine, Wetterlage und weitere Faktoren.

Es gibt für mich als Handwerker keine Planungssicherheit. Die Jahresendrallys werden doch durch Politik selbst hervorgerufen.

Hier wird ein richtig guter Job - und Invest - Motor ausgebremst und zwar auf NULL!

Wieviel ist in den letzten Jahren investiert worden in PV? Dächer sind saniert worden, Dachdecker, Gerüstbauer weitere Gewerke und Banken haben davon profitiert. Selbst ich als Elektrobetrieb habe 6 Leute fest dazu eingestellt.

Und wenn die meisten Module aus China kommen, kommt das Geld in unserer heutigen Globalisierung wieder zurück über Exportartikel. Auf welche Artikeln steht den überall "Made in China" ? Textilien , Spielzeug usw.

Ich denke, wenn dies so kommt mit einer monatl. Degression ist dies wohl das Ende der PV Branche hier in Deutschland.

Die Einspeisevergütung müßte so geändert werden, das es nur nach für überschüssige Energie eine Vergütung gibt und nicht mehr für die selbst genutzte .Die Senkung geht bisher sehr schnell und die Module bzw. die PV Anlagen werden von selbst an eine untere Preisgrenze gelangen, wo die Preise nicht mehr weiter runter gehen können ohne Qualitätsverluste im Material und der Arbeit !!!!!!

In Berlin sollte mal mit uns Handwerkern die Thematik besprochen werden !!!!

Mit freundlichen Grüssen
Guido Harperscheidt

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