Neue Details zur Kürzung der Solarförderung

23. Februar 2012 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Nach Informationen der FAZ soll bereits zum März eine Einmalkürzung der Einspeisevergütung erfolgen und der Eigenverbrauchbonus für Photovoltaik-Anlagen gestrichen werden. Solarworld-Chef Frank Asbeck bezeichnete die Pläne der Regierung als verantwortungslos.

Bundestagsgebäude von außen

Hinter verschlossenen Türen haben Umwelt- und Wirtschaftsministerium einen Kompromiss zur Solarförderung ausgehandelt

Nach den ersten Berichten über die Einigung von Umwelt- und Wirtschaftsministerium bei der Solarförderung sind nun weitere Details bekannt geworden. So könne es sein, dass bereits zum März eine Absenkung der Photovoltaik-Einspeisetarife erfolgt, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf Industriekreise. Zudem solle es künftig nur noch drei Förderkategorien geben. Solarstrom aus kleinen Dachanlagen bis zehn Kilowatt werde dann wohl mit 19,5 Cent je Kilowattstunde gefördert. Photovoltaik-Anlagen bis 1000 Kilowatt sollen dem FAZ-Bericht zufolge dann 16,5 Cent je Kilowattstunde erhalten. Die Einspeisevergütung für alle größeren Anlagen bis 10 Megawatt werde 13,5 Cent je Kilowattstunde betragen. Was mit größeren Solarparks ist, geht aus dem Bericht der Zeitung nicht hervor.

Die Pläne der zuständigen Minister Norbert Röttgen (CDU) und Philipp Rösler (FDP), die sich um 12:30 Uhr in Berlin öffentlich erklären wollen, sehen der FAZ zufolge außerdem vor, dass ab Mai 2012 eine monatliche Absenkung der Einspeisevergütung um 0,15 Cent je Kilowattstunde geplant ist. Es sei auch ein Marktintegrationsmodell geplant, wonach bei kleinen Anlagen nur noch 85 Prozent, bei größeren Photovoltaik-Systemen 90 Prozent des erzeugten Solarstroms vergütet würden. Den restlichen Strom dürften die Anlagenbetreiber künftig selbst vermarkten. Der Eigenverbrauchsbonus solle wegfallen, heißt es in dem Bericht weiter.

Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck kritisierte die Pläne der Regierung. „Das EEG sieht für 2012 schon Vergütungsabsenkungen von 30 Prozent vor. Wer hier noch etwas draufsatteln will, schädigt massiv die deutsche Solarindustrie. Das ist verantwortungslos“, sagte er der FAZ. Die deutschen Photovoltaik-Hersteller stünden angesichts des Preisdrucks und der Konkurrenz aus Asien unter enormen Anspannungen. Einige Unternehmen wie etwa Solon mussten in der jüngsten Vergangenheit bereits Insolvenz anmelden. (Sandra Enkhardt)

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Harald Kegelmann aus Hirschaid | http://www.ast-solar.de

Donnerstag, 23.02.2012 22:48

Als ob die geplanten Kürzungen der Solarförderung nicht erschreckend genug sind, setzen die Berichte in den Medien noch eins drauf. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es bereits eine Kürzung von 15 [...]

Bernd Geier aus Deggendorf

Donnerstag, 23.02.2012 19:14

Herr Gabriel hat einen Wirtschaftszweig mit über 100.000 Arbeitsplätzen erschaffen. Meine Hochachtung. Herr Röttgen und Herr Rösler vernichten 100.000 Arbeitsplätze. Wer wählt den solche Spinner? [...]

Markus Hamann aus Gangkofen | http://www.erp-plantafel.de

Donnerstag, 23.02.2012 14:43

Es scheint als hätten hier, unsere Energieriesen, ihre Hand im Spiel gehabt. Das EEG hätte mit seinen Kürzungen und dem sinnvollen Eigenverbrauch ja recht gut funktioniert. Aber wenn jeder einen Teil [...]

Jörg Kretzschmar aus Reinsdorf

Donnerstag, 23.02.2012 14:20

Für relativ große Anlagenbauer mit sehr guten Einkausbedingungenmit sonnigster Südlage in Süddeutschland mag sich das noch rechnen, gerade so. Aber sehen wir mal ein Einfamilienhaus in Mitteldeutschland [...]

Dirk Mayer aus Gäufelden | http://www.sbww.eu

Donnerstag, 23.02.2012 12:50

Sehr geehrter Herr Röttgen, Eventuell stoßen Sie ja hier auf meine Nachricht, Emails beantwortet Ihre Behörde ja schon lange nicht mehr. Wie können Sie, der doch von Geburt an Millionär ist, [...]

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Kommentare 1 - 5 von 5

Harald Kegelmann aus Hirschaid | http://www.ast-solar.de

Donnerstag, 23.02.2012 22:48

Als ob die geplanten Kürzungen der Solarförderung nicht erschreckend genug sind, setzen die Berichte in den Medien noch eins drauf. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es bereits eine Kürzung von 15 % im Januar gab. Welche Industrie kann denn eine Kürzung der Erträge für erbrachte Leistungen von 45 % innerhalb von drei Monaten verkraften?

Mit keinem Wort wird erwähnt, dass Kommunen garantierte Gewerbesteuereinnahmen verlieren. Kein Wort darüber, dass nicht nur Solarunternehmen, sondern auch Elektriker, Dachdecker, Ingenieurbüros, Verleger von Kabeltrassen, und Fuhrunternehmen Aufträge verlieren. Veranstalter von Messen werden Besucher verlieren und Unternehmen werden weniger Anzeigen schalten.

Aber was soll man von Politikern erwarten, die nur in Schwarz-Weiß Kategorien denken können und denen jegliches Systemdenken fehlt.

Auf jeden Fall hat die FDP ihre Daseinsberechtigung verloren.

Bernd Geier aus Deggendorf

Donnerstag, 23.02.2012 19:14

Herr Gabriel hat einen Wirtschaftszweig mit über 100.000 Arbeitsplätzen erschaffen. Meine Hochachtung. Herr Röttgen und Herr Rösler vernichten 100.000 Arbeitsplätze. Wer wählt den solche Spinner? Die nächsten Wahlen kommen. Das wird ein Spass.

Markus Hamann aus Gangkofen | http://www.erp-plantafel.de

Donnerstag, 23.02.2012 14:43

Es scheint als hätten hier, unsere Energieriesen, ihre Hand im Spiel gehabt. Das EEG hätte mit seinen Kürzungen und dem sinnvollen Eigenverbrauch ja recht gut funktioniert. Aber wenn jeder einen Teil seiner Energie selbst erzeugt, wäre das natürlich, für unsere Energieriesen eine Katastrophe. Selbst für die Netzintegrität und zum Teil, für den Netzausbau, werden die PV-Anlagenbesitzer verantwortlich gemacht. Was will diese Regierung eigentlich noch?
Schade, ein schwarzer Tag für Deutschland.

Jörg Kretzschmar aus Reinsdorf

Donnerstag, 23.02.2012 14:20

Für relativ große Anlagenbauer mit sehr guten Einkausbedingungenmit sonnigster Südlage in Süddeutschland mag sich das noch rechnen, gerade so. Aber sehen wir mal ein Einfamilienhaus in Mitteldeutschland uns SO-Ausrichtung. KLeine Anlage kosten mehr pro kWp (gleiche Nebenkosten und höherer Aufwand) und bei einem durchschnittlichem Standort in Deutschland mit nicht ganz optimaler Ausrichtung kommen keine 900 kWh/KWp heraus. Rentiert sich also gar nicht mehr, da zahlt man drauf und trägt das Risiko. - Was wäre besser gewesen? - Differenzierte Bewertung: Vergütungs- und Investitionszuschüsse für schlechte Lagen nach Einstrahungkarte, Zuschuß bei Ost-Westdächern. Förderung von Zwischenspeichern. - Aber so profitieren nur die Großen. Verlierer beliben die KLeinanlagenbetreiber und die deutsche Industrie. Schade.

Dirk Mayer aus Gäufelden | http://www.sbww.eu

Donnerstag, 23.02.2012 12:50

Sehr geehrter Herr Röttgen,


Eventuell stoßen Sie ja hier auf meine Nachricht, Emails beantwortet Ihre Behörde ja schon lange nicht mehr. Wie können Sie, der doch von Geburt an Millionär ist, diesem nassforschen Bengel aus Vietnam nachgeben, der nicht einmal weiß wie alt er ist und ansonsten auch nur die falschen volkswirtschaftlichen Verläufe der Energiewirtschaft darstellt? Herr Rösler ist ausschließlich auf der Suche nach einem netten Job, den er sich suchen muss nach dem endgültigen Ende der FDP. Muss Deutschland wirklich im Würgegriff des Atomkartells untergehen? Muss es wirklich noch einen Clement, Müller, Schröder geben? Jeder BWL und VWL bewanderte weiß, dass oligopolistische Strukturen für eine Volkswirtschaft schadhaft sind. Nun gut, Herr Rösler vermutlich nicht. Der Dümmste aus unserem Studiengang hat 100 x mehr zu bieten als „Doktor Rösler“. In diesem Sinne hofft ein ehemaliger CDU Wähler auf ehrliche und vernünftige Entscheidungen der Parteien und nicht auf Diktate der großen Energiekonzerne.

Mit freundlichen Grüßen,

Dirk Mayer
SBWW GmbH

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