Neues EEG-Einspeisemanagement

27. Dezember 2011 | Topnews, Fachwissen und Technik

Mit der Novellierung des EEG zum Jahreswechsel müssen auch Anlagen unter 100 Kilowatt gemanagt werden. Der BSW-Solar gibt Hinweise, was dabei zu beachten ist.

Auch kleinere Anlagen müssen jetzt gemanagt werden

Auch kleinere Anlagen müssen jetzt gemanagt werden

Mit Jahresbeginn 2012 werden auch Photovoltaikanlagen unter 100 Kilowatt Leistung in das Einspeisemanagement der Netzbetreiber eingebunden. Der BSW-Solar gibt Tipps, was dabei im Detail zu beachten ist.

Gemäß Pahagraph 6 des EEG 2012 müssen neu installierte Anlagen zwischen 30 und 100 Kilowatt Leistung fernregelbar sein. Neu installierte Anlagen mit weniger als 30 Kilowatt müssen entweder fernregelbar sein oder die Wirkleistung am Netzverknüpfungspunkt auf 70 Prozent der installierten Leistung reduzieren.

Für Bestandsanlagen im Größenbereich von 30 bis 100 Kilowatt Leistung, die nach dem 1.1.2009 und vor dem 1.1.2012 installiert wurden, besteht eine Nachrüstpflicht bis zum Jahr 2014. Anlagen unter 100 Kilowatt Leistung dürfen jedoch gemäß Pahagraph 11 des EEG 2012 nur nachrangig abgeregelt werden. Das bedeutet,  zuerst und vorrangig müssen konventionelle Kraftwerke sowie Erneuerbare-Energien-Anlagen größer als 100 Kiliowatt Leistung heruntergefahren werden.

Diese technischen Vorgaben wurden vom Gesetzgeber im EEG 2012 mit dem Ziel aufgenommen, für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien mehr Netzsicherheit zu gewährleisten. Kleinanlagen sollen im Fall von kurzfristigen Netzengpässen ausnahmsweise und nachrangig abgeregelt werden können.

Die neuen Anforderungen könnten jedoch in vielen Fällen derzeit noch nicht umgesetzt werden, heisst es beim BSW-Solar. Grund sei die bei den meisten Verteilnetzbetreibern derzeit noch nicht vorhandenen Steuerungstechnik. Auch werde ein solches Einspeisemanagement bei Kleinanlagen in vielen Netzen mittel- bis langfristig gar nicht notwendig sein, da der dezentral erzeugte Strom vor Ort verbraucht werden kann.

Der BSW-Solar hat sich vor diesem Hintergrund und mit dem Ziel, Anlagenbetreiber in solchen Netzbereichen vor unnötigen Investitionskosten zu schützen, direkt nach Verabschiedung des EEG 2012 für eine kostengünstige und technisch sinnvolle Lösung der Umsetzung der neuen Vorgaben zum Einspeisemanagement eingesetzt.

Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium haben in der vergangenen Woche einen Anwendungshinweis  veröffentlicht, der auf die aktuellen Schwierigkeiten eingeht und eine umsetzbare Lösung aufzeigt. Flankierend hat das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) im VDE in Zusammenarbeit mit Branchenvertretern technische Empfehlungen zum Einspeisemanagement bei Anlagen kleiner 100 Kilowatt erarbeitet und veröffentlicht. Der Anwendungshinweis der Bundesministerien baut auf diesen technischen Lösungen auf.

Der BSW-Solar stellt detailierte Informationen bereit. (William Vorsatz)

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