Optimismus für 2010

23. Dezember 2009 | Märkte und Trends, Topnews

Die photovoltaik hat sich in der Branche umgehört: Wie bewerten die Photovoltaik-Unternehmen die Marktaussichten für 2010? Einige Interviews veröffentlichen wir vorab online. Heute: Teil 1 - Hersteller

Hans-Thomas Fritsche, Geschäftsführer der Sputnik Engineering GmbH

Hans-Thomas Fritsche, Geschäftsführer der Sputnik Engineering GmbH

Von wegen Winterpause: Fallende Preise und die angekündigte weitere Absenkung der Einspeisevergütung im kommenden Jahr lassen den Photovoltaik-Markt in Deutschland in ersten Hälfte 2010 weiter brummen. Aktuelles Zeichen hierfür sind die Lieferprobleme bei Wechselrichtern, die zumindest bis zum Ende des ersten Quartals anhalten dürften. Doch auch für das gesamte Jahr 2010 wird ein weiteres Marktwachstum erwartet, wie eine aktuelle Umfrage der photovoltaik quer durch die Branche ergab. Die befragten Installateure, Großhändler, Projektierer und Hersteller äußerten sich zu ihren Erwartungen in den Bereichen Auftragslage, deutscher Markt, Preise und Finanzierungssituation im Jahr 2010. Fast alle Unternehmen rechnen dabei mit einer Steigerung des Umsatzes von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent. Manche gehen sogar von einer Umsatzverdoppelung im kommenden Jahr aus.

In der Januar-Ausgabe der photovoltaik (01/2010) können Sie den kompletten Marktausblick für Deutschland unter dem Titel „Zweite Weihnachten“ lesen. Vorab werden Sie auf unserer Webseite verschiedene Interviews zu diesem Thema finden.

Teil 1 - Hersteller: Hans-Thomas Fritzsche, Geschäftsführer der Sputnik Engineering GmbH
Teil 2 – Installateure : Helmut Godard, Geschäftsführer der Energossa GmbH
Teil 3 - Großhändler: Norbert Hahn, Vorstand Vertrieb der IBC Solar AG
Teil 4 - Projektierer: Raphael Krause, Vorstandsmitglied der Sinosol AG
Teil 5 – Analysten: Henning Wicht vom Marktforschungsinstitut isuppli

Teil 1 - Hersteller:
Fragen an Hans-Thomas Fritzsche, Geschäftsführer der Sputnik Engineering GmbH

Auftragslage: „Wenn die Eingriffe in die Vergütungstarife in moderatem Umfang zur Jahresmitte kommen, erachte ich die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass wir ein ähnlich starkes erstes Halbjahr sehen werden, wie wir es Ende 2009 erlebten. Unser aktueller Auftragsbestand reicht in Teilen bis zur Jahresmitte.“
Deutscher Markt: „Für unser Gesamtunternehmen stellt der deutsche Markt mit einem Anteil von über 50 Prozent nach wie vor den größten Einzelmarkt dar. Ich erwarte ein Wachstum für SolarMax-Wechselrichter in Deutschland von mehr als 50 Prozent. Unser Auftragsbestand reicht in Teilen bereits bis zur Jahresmitte. Der Markt in Deutschland könnte im ersten Halbjahr wohl bald ein Volumen erreichen, wie wir es im gesamten Jahr 2009 hatten. Dabei wird im ersten Halbjahr das Segment der Freiflächenanlagen wie auch der größeren gewerblichen Anlagen höhere Bedeutung gewinnen.“
Preise: „Dort wo wir Anpassungen durchführen können, tun wir dies bereits zu Jahresbeginn.“
Lieferzeiten: „Der rasante Marktbedarf stellt eine noch größere Herausforderung an die Flexibilität unserer Produktion dar. Hieran arbeiten wir.“

Das Interview führte photovoltaik-Redakteur Hans-Christoph Neidlein.

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