Photovoltaik-Dachanlage in Bürstadt teilweise abgebrannt

29. Juni 2009 | Politik und Gesellschaft, Topnews

In Bürstadt ist eine der größten Photovoltaik-Dachanlagen Deutschlands in Brand geraten. Die Ursache ist bislang noch unklar.

Luftaufnahme der 5-Megawatt-Photovoltaik-Dachanlage in Bürstadt

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach einer Logistikfirma in Bürstadt ist wahrscheinlich wegen eines Überhitzungsschadens in Brand geraten

Wahrscheinlich wegen eines Überhitzungsschadens ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der tts Logistik im hessischen Bürstadt in Brand geraten. Aus Sicherheitsgründen sei das komplette System mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt sofort abgeschaltet worden, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Projektierer Tauber Solar und dem Modullieferant BP Solar. Die Geschäftsführung von Tauber-Solar sei sofort nach Bürstadt gefahren, um den Schaden zu begutachten und mit dem Dacheigentümer das weitere Vorgehen zu beraten. Der Modullieferant BP Solar sei unverzüglich veranlasst worden, einen System-Ingenieur mit der Erstbegutachtung zu betrauen. Im Augenblick gebe es auch bereits Beratungen über eine Nachnutzung zwischen dem Eigentümer des Daches und Tauber-Solar.
Der Brand ereignete sich am Sonntag vor einer Woche. Gegen Mittag bemerkten das Wachpersonal und Nachbarn Rauch und verständigten die Feuerwehr, wie es weiter hieß. Der Brand sei nach wenigen Minuten unter Kontrolle gewesen. Nach Angaben der Polizei wurden etwa 80 Quadratmeter der Photovoltaik-Anlage zerstört, während es am Dach nur geringe Schäden gegeben habe. Als Ursache werde ein technischer Defekt vermutet. Die Höhe des Schadens belaufe sich auf mindestens 50.000 Euro, teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit. Insgesamt seien rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.
BP Solar wollte sich momentan wegen der noch ungeklärten Ursache nicht zu den Hintergründen des Brandes und der Höhe des Schadens äußern. Es sei noch nicht klar, wann die Untersuchungen abgeschlossen seien. Erst dann würden Einzelheiten bekannt geben, hieß es weiter. Nach Angaben von BP waren von dem Brand 0,16 Prozent der gesamten Dachfläche von 50.000 Quadratmetern betroffen.(SE)

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