Photovoltaik-Kompromiss beschlossen

09. Juli 2010 | Topnews, Politik und Gesellschaft

Die Länderkammer hat die Kürzung der Solarförderung in zwei Schritten durchgewunken. Ein Antrag aus Rheinland-Pfalz, nochmals Einspruch zu erheben fand keine Mehrheit. Das Gesetz kann nun in Kraft treten.

Bundesratssitzung

Der Bundesrat stimmte am Vormittag der EEG-Novelle zu

Der Bundesrat hat am Vormittag dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zur Solarförderung zugestimmt. Der Tagesordnungspunkt, ursprünglich TOP 82 auf der Liste des Bundesrats, sei vorgezogen worden, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der photovoltaik. Die Länder hätten die zeitlich gestaffelte Absenkung der Photovoltaik-Vergütung verabschiedet. Ein Antrag des Landes Rheinland-Pfalz, dass der Bundesrat Einspruch gegen die Novelle einlegen möge, fand keine Mehrheit, wie die Sprecherin weiter sagte.
Rheinland-Pfalz hatte im Antrag erklärt, dass der vom Vermittlungsausschuss vorgelegte Einigungsvorschlag nur zu einer Streckung der einmaligen Absenkung der Photovoltaik-Einspeisevergütung führe. Dem Ziel der Anrufung des Vermittlungsausschusses sei somit in keiner Weise Rechnung getragen worden. „Diese Streckung ist sogar kontraproduktiv, da sie den künstlichen Boom bei den Bestellungen für Solaranlagen verlängert“, hieß es im Antrag weiter.
Kompromissvorschläge für eine gemäßigte Absenkung der Einspeisevergütung oder eine Besserstellung der Vergütung von innovativen Produkten wie integrierte Dach- oder Fassadenanlagen, die in erster Linie aus deutscher und europäischer Produktion stammen, habe im Vermittlungsausschuss keine Mehrheit gefunden.
Mit der Zustimmung des Bundesrates kann das Gesetz nun in Kraft treten. Der Bundestag hatte den Kompromiss bereits am Vortag abgenickt. Die EEG-Novelle sieht vor, dass die Einspeisetarife rückwirkend zum 1. Juli für Photovoltaik-Dachanlagen um 13 Prozent, für Freiflächen allgemein um zwölf Prozent und auf Konversionsflächen um acht Prozent gekürzt werden. Am 1. Oktober wird es dann einen weiteren Kürzungsschritt geben. Dann werden die restlichen drei Prozent folgen, die zu den ursprünglich vom Bundestag beschlossenen Kürzungen noch fehlen. (Sandra Enkhardt)

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Hans Kaufmann aus Kassel

Freitag, 25.03.2011 17:09

Herr Arnold aus Schmelz würde ehrlicher klingen, wenn er angegeben hätte, dass er selbst Eigner einer Firma für Fotovoltaik ist. Ich finde es für uns Bürger unzumutbar, dass wir alle für den Ausbau [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Hans Kaufmann aus Kassel

Freitag, 25.03.2011 17:09

Herr Arnold aus Schmelz würde ehrlicher klingen, wenn er angegeben hätte, dass er selbst Eigner einer Firma für Fotovoltaik ist.
Ich finde es für uns Bürger unzumutbar, dass wir alle für den Ausbau dieser Technologie zur Kasse geschleppt werden.

Andere Unternehmer können auch nicht das ganze Volk als Geisel nehmen.

Dieter Arnold aus Schmelz

Freitag, 09.07.2010 13:09

Der ganze Zauber war und ist beabsichtigt!!!
Es gibt nur einen einzigen Hintergrund dafür:
- der Gesamtanteil der EE ist wesentlich schneller vorangekommen als die Atomkraftwerksbetreiber und die Regierung das vorgesehen hatten. Man müsste ja nun wesentlich früher als geplant, Atomkraftwerke vom Netz nehmen. Das passt aber für beide nicht, weil damit Milliardengewinne wegfallen. Da unsere Minister und Staatssekretäre, nach Sicherstellung Ihrer stattlichen staatlichen Rentenansprüche, fast alle in den Aufsichtsräten oder "Beraterfirmen" für diese Energieriesen wechseln (wenn Sie nicht schon vorher drin waren), muss man ja nun als erstes einmal für den Erhalt dieser Arbeitsplätze sorgen!!
Da ist es doch nur von Vorteil, das durch diese schlaue Zerstörungstaktik die Preise für PV-Anlagen wieder richtig in die Höhe schnellen und die Netzparität weiter herausgezögert wird.
Obwohl weit über 80 % der Gesamtbevölkerung für EE sind,
obwohl unsere angeblichen "Verbraucherschützer", offensichtlich falsche Horrorzahlen von Srompreiserhöhungen wg. EE veröffentlichen, ersteinmal werden die Pfründer der Politker gerettet!!! Alles andere ist weniger wichtig.

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