Q-Cells beendet Liefervertrag mit LDK Solar

02. November 2009 | Märkte und Trends, Topnews

Der Photovoltaik-Unternehmen aus Wolfen-Bitterfeld hat den Vertrag über die Lieferung von Solarwafern mit LDK Solar aufgelöst. Q-Cells fordert nun seine im vergangenen Jahr geleistete Anzahlung in Höhe von 244,5 Millionen Dollar zurück.

Q-Cells-Hauptsitz in Wolfen Bitterfeld im Abendlicht

Q-Cells beendet Zusammenarbeit mit LDK Solar

Die Q-Cells SE hat den Vertrag über die Lieferung von Solarwafern mit LDK Solar beendet. Das chinesische Unternehmen habe wesentliche vertragliche Pflichten nicht erfüllt, teilte der Photovoltaik-Konzern aus Wolfen-Bitterfeld mit. Beide Seiten hätten 2007 vertraglich vereinbart, dass LDK Solar in den Jahren 2009 bis 2018 Solarwafer auf der Grundlage einer fixierten Siliziummenge von insgesamt 43.000 Tonnen liefert. Für dieses Jahr sei eine Waferlieferung auf der Basis von rund 1000 Tonnen Silizium vorgesehen gewesen. Q-Cells hatte Anfang 2008 eine Anzahlung in Höhe von 244,5 Millionen US-Dollar geleistet, die aber im Falle einer Vertragsbeendigung zurückgefordert werden kann und durch eine Bankgarantie auf erstes Anfordern besichert ist, wie es offiziell hieß.
Zwischen den beiden Unternehmen bestünden unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Vertragsbeendigung. Direkte Gespräche sowie ein parallel laufendes Schlichtungsverfahren an der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris hätten bislang zu keiner gütlichen Einigung geführt, teilte Q-Cells weiter mit. Das Landgericht Berlin habe zudem einen Antrag von LDK Solar auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Inanspruchnahme der Bankgarantie zurückgewiesen. Daher wird Q-Cells nach eigenen Angaben die Möglichkeit nutzen und die für die geleistete Anzahlung gestellte Bankgarantie in Anspruch nehmen. (Sandra Enkhardt)

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