Q-Cells will sich von REC trennen

06. Mai 2009 | Topnews, Märkte und Trends

Bislang hält Q-Cells eine Beteiligung von 17,2 Prozent am norwegischen Photovoltaik-Unternehmen REC. Diese soll nun veräußert werden, um die Nettoverschuldung für das laufende Geschäftsjahr erheblich zu reduzieren.

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse

Q-Cells will bis zu 80 Millionen Aktien von REC verkaufen

Q-Cells SE hat am Mittwoch angekündigt, seine Beteiligungen an dem norwegischen Solarunternehmen Renewable Energy Corporation ASA (REC) verkaufen zu wollen. Der Photovoltaik-Konzern aus Wolfen-Bitterfeld hält 17,2 Prozent des Aktienkapitals von REC. Q-Cells hoffe mit dem Verkauf der bis zu 85 Millionen Aktien etwa 600 Millionen Euro erlösen zu können. Damit wolle Q-Cells einen Konsortialkredit mit einem Volumen von 500 Millionen Euro ablösen, mit dem sich der Konzern bis Jahresende die Liquidität und den Finanzierungsrahmen für den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten gesichert hatte, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Das Unternehmen erwarte zudem, seine Nettoverschuldung sowie den Zinsaufwand für das laufende Geschäftsjahr erheblich reduzieren zu können. Die Zinsentlastung beziffert Q-Cells auf bis zu 20 Millionen Euro.
REC bleibe aber trotz des Verkaufs ein wichtiger Partner, heißt es weiter. Das norwegische Unternehmen sei Hauptlieferant von Solarwafern. Zudem sind REC und Q-Cells Anteilseigner des Joint Ventures Sovello AG, an dem auch noch Evergreen Solar beteiligt ist.
Für den Verkauf der REC-Beteiligung seien die Citigroup, Morgan Stanley, ABG Sundal Collier, Dresdner Kleinwort/Commerzbank und UniCredit Group als Konsortialführer tätig. Eine endgültige Entscheidung hinsichtlich Preis und Höhe der Transaktion wird im Anschluss an das Bookbuilding-Verfahren getroffen, wie Q-Cells mitteilte.(SE)

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