REC mit schlechten Zahlen

10. Februar 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Das vierte Quartal lief für das norwegische Photovoltaik-Unternehmen wenig erfreulich. Zudem wurde bekannt, dass es in einer Anlage für Waferreste vor einigen Tagen ein Feuer gab. Die Produktion soll dadurch aber nicht beeinträchtigt gewesen sein.

REC-Modulproduktion in Norwegen

REC steigerte Umsatz 2009, erwirtschaftete aber gleichzeitig Verluste

Harte Zeiten für das norwegische Photovoltaik-Unternehmen Renewable Energy Corporation ASA (REC). Schlechte Zahlen und der Brand in einer Waferfabrik sorgten für einen Absturz der Aktie am Mittwoch. Rund 20 Prozent im Minus notierten die Papiere von REC nach der Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal 2009. Demnach hat der Photovoltaik-Produzent in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres einen Verlust von 183 Millionen Euro (1,485 Milliarden norwegischen Kronen). Ein Grund für das hohe negative Ergebnis seien die Abschreibungen für die Sovello AG, teilte REC mit. Hinzu komme auch der Preisverfall für Solarmodule und –wafer, der dem Unternehmen im vergangenen Jahr zu schaffen machte. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergebe sich damit ein Gesamtverlust von knapp 225 Millionen Euro, inklusive der Wertberichtigung sogar ein Minus von mehr als  272 Millionen Euro. 2008 hatte REC noch einen Gewinn von 311 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz sei sowohl im Gesamtjahr als auch im vierten Quartal um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die EBITDA-Marge sei im vierten Quartal von 39 auf 21 Prozent gesunken.

Brand in norwegischer Anlage

Anfang Februar war eine von zwei Anlagen, in der Waferabfälle weiterverarbeitet werden, in Brand geraten. Das Feuer auf dem Industriegelände im norwegischen Heroya sei durch sehr feine Siliziumpartikel in einer der Filterpressen ausgelöst worden, teilte REC mit. Es sei aber relativ schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden. REC habe beide Anlagen gestoppt, um nach der Ursache zu suchen. Mittlerweile laufen die Anlagen wieder stabil. Während des Ausfalls sei die Waferproduktion aber nicht beeinträchtigt gewesen, hieß es weiter.

Vager Ausblick für 2010

Für dieses Jahr erwartet REC weiter fallende Preise auf dem Photovoltaik-Markt. Die Preise für Wafer würden voraussichtlich um etwa 20 Prozent niedriger liegen als Ende 2009. Ähnliches erwartet das Unternehmen auch beim Silizium. REC hatte bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Langfristverträge nachverhandelt und dabei den Kunden Konzessionen zugestanden. Die weltweite Entwicklung der Photovoltaik-Märkte 2010 sei abhängig von den politischen Rahmenbedingungen. REC erwartet aber, dass es eine globale Nachfrage zwischen sieben und zehn Gigawatt Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr geben werde. REC werde aber an den Ausbauplänen für seine Produktion festhalten. Allerdings werde sich die Inbetriebnahme neuer Produktionslinien wohl negativ auf das Ergebnis für 2010 auswirken, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

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