Riesiger Solarpark vor Vollendung

13. Juli 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Die ehemaligen Tagebaue in Brandenburg sind sehr begehrt bei Projektierern von Photovoltaik-Kraftwerken. Ein Berliner Unternehmen realisiert derzeit einige der größten Solarparks Deutschlands in der Nähe von Finsterwalde und Senftenberg.

Solarpark in Finsterwalde

Ein Großteil des Solarparks in Finsterwalde ist bereits am Netz

Die ehemaligen Tagebaue in Brandenburg werden momentan massiv für den Bau von Solarparks genutzt. Bei Finsterwalde entsteht eines der derzeit größten Photovoltaik-Kraftwerke in Deutschland. Es wird eine Gesamtkapazität von 81 Megawatt haben, wie Torsten Käsch vom Berliner Projektentwickler Unlimited Energy GmbH auf Anfrage der photovoltaik bestätigt. Bis zum Herbst sollen demnach die letzten Abschnitte des Solarparks installiert sein und ans Netz gehen. Die kristallinen Solarmodule erstreckten sich über eine Fläche von etwa 200 Hektar auf dem ehemaligen Tagebau Kleinleipisch. Der Solarstrom aus dem Projekt werde in jedem Fall aber noch nach den bis zum 1. Juli gültigen Einspeisetarifen vergütet. Der Bebauungsplan habe gerade rechtzeitig vor der gewährten Frist vorgelegen, so dass bis Jahresende Zeit sei, den Solarpark zu vollenden. Momentan seien aber bereits 60 bis 70 Megawatt am Netz, sagte Käsch.

Weitere Großprojekte in Planung

Ein weiteres Photovoltaik-Großprojekt realisiert Unlimited Energy auf dem früheren Tagebau Meuro bei Senftenberg. Dort liefen derzeit die Planungen für die Solarparks Senftenberg II und III. Die Bebauungspläne für den Solarpark mit einer Gesamtleistung von 75 Megawatt lägen derzeit aus. Die beiden Abschnitte sollen auf einer Fläche von 210 Hektar gebaut werden. Die Inbetriebnahme Photovoltaik-Anlage sei für Mitte 2011 geplant.

Tagebaue werden nach jüngsten Äußerungen aus der Politik und der Clearingstelle EEG sieht es so aus, dass ehemalige Tagebaugelände als Konversionsflächen gelten. Die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen auf Konversionsflächen werden mit der EEG-Novelle zusätzlich um elf Prozent gesenkt. (Sandra Enkhardt)

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