Röttgen für weitere Kürzungen der Solarförderung

18. Januar 2012 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Umweltminister hat sich nun auch für stärkere Einschnitte bei den Photovoltaik-Einspeisetarifen ausgesprochen. Am Donnerstag wird es dazu ein Gespräch mit Branchenvertretern geben. Die Thüringer Solarindustrie fordert hingegen stabile, verlässliche Rahmenbedingungen.

Reichstag von außen

Der Bundestag wird sich wohl bald wieder mit der Solarförderung befassen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat weitere Einschnitte bei der Solarförderung angekündigt, um den Zubau der Photovoltaik in Deutschland zu drosseln. „Wir brauchen eine Anpassung, darüber rede ich morgen mit der Branche“, sagte er auf der „Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft“ einer dpa-Meldung zufolge. Es sei eine deutliche Reduzierung des Photovoltaik-Zubaus notwendig. Die in der EEG festgeschriebenen Absenkungsschritte der Einspeisetarife kämen wegen des Preisverfalls der Solarmodule nicht mehr hinterher, sagte er weiter. Eine neu installierte Leistung von 7500 Megawatt in einem Jahr wie 2011 sei zu viel, allein schon aus technischen Gründen wie der Anbindung an das Stromnetz. Zugleich wolle Röttgen aber die Technologieführerschaft Deutschland sichern. Röttgen der sich bislang immer für die Beibehaltung des „atmenden Deckels“ ausgesprochen hatte, lehnte auch auf der Jahrestagung eine starre Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus ab. Immer neue Vorschläge trügen nicht dazu bei, Verlässlichkeit und Planungssicherheit zu schaffen, sagte er weiter.

Thüringer Solargipfel stellt Forderungskatalog auf

Vertreter der Thüringer Solarindustrie haben hingegen gefordert, an der bestehenden Regelung festzuhalten und endlich verlässliche und klare Rahmenbedingungen für die Photovoltaik zu schaffen. Gemeinsam mit Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) erarbeiteten sich auf einem kurzfristig einberufenen Solargipfel einen Forderungskatalog. Neben einer verlässlichen und stabilen Vergütungsregelung für die Photovoltaik geht es auch um die Schaffung von Planungssicherheit für Investitionen und die weitere Forschung und Entwicklung, die von der Bundesregierung eingefordert wird. Außerdem sollte die Regierung stärker auf faire Wettbewerbsbedingungen auf dem Photovoltaik-Herstellermarkt hinwirken. Neben den aktuellen politischen Diskussionen war auch die Ankündigung von Schott Solar, seine Waferfertigung in Jena zu schließen, ein Grund für das Treffen am Mittwoch. Die Vertreter aus Thüringen fordern zudem, dass „neue Wege in der Solarförderung“ entwickelt werden müssten. Dabei gehe es vor allem um die Stärkung des Eigenverbrauchs, aber auch um die Unterstützung der Unternehmen beim Aufbau von Kapazitäten sowie Gelder für Forschung und Entwicklung. Mit Blick auf die Landesregierung riefen die Teilnehmer des Thüringer Solargipfels dazu auf, dass das Land geeignete Flächen besser für Investoren zugänglich machen müsse und auch die Flächennutzungspläne von Gemeinden und Kommunen stärker auf Gewinnung erneuerbarer Energie ausgerichtet sein sollten. An dem Treffen nahmen rund 30 Vertreter aus der Thüringer Photovoltaik-Industrie,  den Verbänden Solarinput und Solarvalley Mitteldeutschland sowie der Gewerkschaften und des Wirtschaftsministeriums teil Künftig soll es regelmäßig zu einem Branchendialog kommen. Bereits in der kommenden Woche soll eine Arbeitsgruppe damit beginnen, Vorschläge für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen der Solarbranche zu entwickeln, wie aus den Beschlüssen des Thüringer Solargipfels hervorgeht. (Sandra Enkhardt)

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Nia Nia aus QoSPCGVRcKhQ | http://www.facebook.com/profile.php?id=100003405517793

Dienstag, 28.02.2012 09:49

Fur mich ist das Schlusselwort fur ein gutes Ende tatsachlich: Konsequenz. Wenn sich der SchluY eines Buches liosgch aus der Grundstimmung ergiebt, dann passt es fur mich. Das heiYt ja nicht, dass es keine [...]

Michael Stark aus Leipzig

Donnerstag, 19.01.2012 10:21

Der hohe Zubau in 2011 war keine Überraschung, sondern blanke Panik des Marktes auf Forderungen aus der Politik! Die Verunsicherung in der Branche und bei den Investoren hat zunächst zu einem drastischen [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Nia Nia aus QoSPCGVRcKhQ | http://www.facebook.com/profile.php?id=100003405517793

Dienstag, 28.02.2012 09:49

Fur mich ist das Schlusselwort fur ein gutes Ende tatsachlich: Konsequenz. Wenn sich der SchluY eines Buches liosgch aus der Grundstimmung ergiebt, dann passt es fur mich. Das heiYt ja nicht, dass es keine uberraschenden Wendungen geben kann oder eine stimmungstechnische Ambivalenz; im Gegenteil: ich bin groYer Freund von tragisch-komischen Geschichten. Aber dann muss das Ende auch dieser Stimmung entsprechen. Das hatte Wulfila doch so hervorragend auf den Punkt gebracht: wenn Jon Snow und Daenerys unter Blutenblatterregen heiraten und Jamie Lannister Trauzeuge ist, mag das vielleicht noch so schon sein, aber stimmig ist es nicht. Traurig ist es ja, dass ein Ende den Eindruck eines gesamten Buches ziemlich zu schmalern vermag, schlieYlich ist es der allerletzte Eindruck, den man von einem Werk gewinnt. Das hat mir schon den LesegenuY von einigen Buchern, die hier lieber unerkannt bleiben mochten, verdorben.Und schlieYlich frage ich mich, ob man in ferner Zukunft, wenn es dann historische Romane uber unsere Zeit gibt, uberhaupt noch zu einem befriedigenden Ende kommen kann schlieYlich bleiben eh alle uber Facebook in Kontakt.

Michael Stark aus Leipzig

Donnerstag, 19.01.2012 10:21

Der hohe Zubau in 2011 war keine Überraschung, sondern blanke Panik des Marktes auf Forderungen aus der Politik!
Die Verunsicherung in der Branche und bei den Investoren hat zunächst zu einem drastischen Auftragsrückgang in Industrie und Handwerk geführt - die Folge riesige Lagerbestände und ein resultierender Preisverfall. Das ständige Herumdoktern am EEG wird an den normalen Marktmechanismen nichts ändern, sondern bewirkt nur wieder Panik und weitere Insolvenzen.Es ist bereits jetzt absehbar, dass es wieder einen kurzen Boom vor der nächsten Degression und dann wieder einen Einbruch gibt. Nur langsam sind die Preisgrenzen der Komponenten - auch in China - ausgereizt! Diesen Markt können nur langfristig stabile Verhältnisse beruhigen!

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