SAG Solarstrom setzt auf das Ausland

19. August 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Das Photovoltaik-Unternehmen hat vor allem in Deutschland und Italien im ersten Halbjahr gute Geschäfte gemacht. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen, das seinen Auslandsanteil weiter steigern will.

Solarpark von SAG Solarstrom im tschechischen Stribro

Solarpark von SAG Solarstrom im tschechischen Stribro

Die SAG Solarstrom AG hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr fast verdreifacht. Er stieg gegenüber dem Vorjahr von 31,6 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro, wie der Vorstandsvorsitzende Karl Kuhlmann verkündete. Das EBIT-Ergebnis lag demnach im ersten Halbjahr bei 4,5 Millionen Euro. Die Geschäftsfelder Projektierer und Anlagenbau hätten in den ersten sechs Monaten von den Vorzieheffekten gerade in Deutschland profitiert. „Allerdings haben wir auch bewusst auf einige Geschäfte in Deutschland verzichtet“, sagte SAG-Solarstrom-Chef Karl Kuhlmann. Sein Unternehmen habe sich verstärkt auf Projekte im Ausland konzentriert, die sich gerade im zweiten Halbjahr positiv auswirken sollen. Insgesamt habe die SAG Solarstrom im ersten Halbjahr einen Anteil von 38,1 Prozent des Umsatzes im Ausland generiert, erklärte Kuhlmann. Dies entspricht nahezu einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.

Die wichtigsten Auslandsmärkte seien für die SAG Solarstrom momentan Italien, Frankreich, Spanien und Tschechien, sagte Kuhlmann auf Nachfrage der photovoltaik. Dabei biete vor allem Frankreich ein sehr interessantes Dachanlagengeschäft und auch Italien sei gerade im Anlagenbau ein wichtiges Geschäftsfeld, so der CEO von SAG Solarstrom weiter. Aber das Unternehmen plane auch weitere Expansionen innerhalb Europas und in Übersee. Kuhlmann wollte allerdings noch keine konkreten Angaben dazu machen. Mit Blick auf den deutschen Markt sagte er: „Aktuell ist noch keine Abkühlung da.“ Es sei aber davon auszugehen, dass die Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland demnächst zurückgehen wird. Allerdings werde diese Abkühlung nicht von Dauer sein. Kuhlmann erwartet aber, dass der Anteil von Photovoltaik-Freiflächenanlagen hierzulande sinken wird. Der Anteil am Gesamtmarkt werde von derzeit etwa 20 Prozent auf unter fünf Prozent fallen. Angesichts des Solarbooms in Deutschland im zweiten Quartal zweifelte Kuhlmann an, dass die Firmen nur bestes Material installiert haben. „Es ist viel montiert worden, wo sich der Investor noch wundern wird“, sagte er.

Die SAG Solarstrom bestätigte seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Demnach strebe das Photovoltaik-Unternehmen einen Umsatz von 190 bis 210 Millionen Euro und einen EBIT zwischen acht und elf Millionen Euro. Der Auslandanteil soll dabei weiter gesteigert werden. Ziel ist Kuhlmann zufolge ein „geordnetes Wachstum“ des Photovoltaik-Unternehmens. (Sandra Enkhardt)

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA Bild zum Spamschutz  

Diesen Artikel teilen


Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Frage der Woche

Erwarten Sie eine grundlegende Überarbeitung der Solarförderung durch den Vermittlungsausschuss?

Aktuelle Photovoltaik-News auf Englisch

Heft 05 / 2012

05 / 2012

Mit voller Härte
Der Kahlschlag in der Solarbranche.

Bestellen Sie dieses Heft

Copyright 2012 © Photovoltaik

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

Werden Sie jetzt Abokunde und lassen Sie sich die photovoltaik monatlich nach Hause liefern!