Schott Solar schließt Solarzellenfabrik in Alzenau

13. Dezember 2011 | Forschung und Entwicklung, Märkte und Trends, Topnews

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Standort gehen allerdings weiter. Nun verkündete Schott Solar eine silberfreie PERC-Solarzelle mit 19,7 Prozent Wirkungsgrad entwickelt zu haben.

Standort Alzenau von Schott Solar

Schott Solar konzentriert sich bei Solarzellen künftig auf die Forschung und Entwicklung

Die Schott Solar AG vermeldete einen Meilenstein in seiner Solarzellenforschung. Das Photovoltaik-Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine silberfrei PERC-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 19,7 Prozent entwickelt. Das Fraunhofer-ISE habe den Wirkungsgrad in einer von Schott Solar beauftragten Messung am 8. Dezember bestätigt bestätigt. In der Solarzelle würden mehrere Technologien kombiniert und könne in Standard-Produktionsprozessen hergestellt werden. Die Vorderseite der Zelle komme mit galvanisch erzeugten Metallkontakten aus Kupfer aus. Die Rückseite werde mittels PERC-Technologie in Kombination mit Aluminium-Siebdruck passiviert. Im Falle eines Nachweises der Langzeitstabilität der Solarzelle könne damit künftig auf Silber im Produktionsprozess verzichtet werden, so das Photovoltaik-Unternehmen weiter.

Schott Solar wird sich bei Solarzellen künftig nur noch auf die Forschungsarbeit konzentrieren. Anfang des Monats hatte das Unternehmen angekündigt seine Solarzellen-Fertigung in Alzenau schließen zu wollen. Betriebsbedingte Kündigungen sollten dabei vermieden werden. Nach Medienberichten sind allerdings 230 der 420 Mitarbeiter von der Stilllegung betroffen, die nun in einer Auffanggesellschaft weiter vermittelt werden sollen. Mit der Anpassung der Produktionskapazitäten regiere Schott auf die Lage auf dem Photovoltaik-Markt, der gerade im Bereich von Solarzellen und –modulen von massiven Überkapazitäten geprägt ist. Im Gegenzug kündigte Schott Solar aber an, sein Projektgeschäft international ausbauen zu wollen. Bereits im Oktober hatte das Photovoltaik-Unternehmen als Reaktion auf die schleppende Nachfrage und Überkapazitäten am Markt seine Waferproduktion zurückgefahren und 350 Mitarbeiter am Standort Jena in Kurzarbeit geschickt. (Sandra Enkhardt)

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