Signet Solar muss Betrieb einstellen

30. November 2010 | Topnews, Märkte und Trends

Das sächsische Photovoltaik-Unternehmen wird ab kommender Woche keine Dünnschichtmodule mehr produzieren. Noch fehlen die Finanzierungsnachweise potenzieller neuer Investoren und neue Aufträge sind nicht in Sicht. Die Mitarbeiter sind betriebsbedingt gekündigt worden.

Modul von Signet Solar

Signet Solar fertig großflächige Dünnschichtmodule

Die Signet Solar GmbH wird seinen operativen Geschäftsbetrieb einstellen. Dies teilte der Insolvenzverwalter Christoph Junker mit. Die Mitarbeiter des sächsischen Photovoltaik-Unternehmens seien am Montag auf einer Betriebsversammlung informiert worden. Grund dafür ist, das die Gespräche für eine Sanierungslösung nach Monaten noch zu keinem zählbaren Erfolg geführt hätten. Außerdem seien weder keine neuen Kundenaufträge in Sicht. Die bestehenden Aufträge würden in dieser Woche noch vollständig abgearbeitet, erklärte der Insolvenzverwalter weiter. Mit der Entscheidung der Stilllegung habe er den aktuell noch 129 Beschäftigten die betriebsbedingte Kündigung aussprechen müssen. In den kommenden Wochen soll die Photovoltaik-Fabrik kontrolliert herunter gefahren und die Maschinen konserviert werden, um ein späteres Wiederanlaufen der Produktion nicht zu gefährden.

Derzeit liefen Verhandlungen mit fünf potenziellen Investoren. Diese seien auch schon weit fortgeschritten, teilte Junker mit. Allerdings fehlten bislang die Finanzierungsnachweise sowohl für den Kaufpreis als auch für die notwendigen weiteren Betriebs- und Investitionskosten. Die Verhandlungen würden unverändert der Situation fortgesetzt. Junker ist zuversichtlich, einen neuen Investor zu finden.

Signet Solar hatte Anfang Juni wegen Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Chemnitz einen Insolvenzantrag gestellt. Junker war damals zum Insolvenzverwalter ernannt worden. Signet Solar fertigt bislang in Mochau große Dünnschicht-Solarmodule auf einer schlüsselfertigen Produktionslinie von Applied Materials. (Sandra Enkhardt)

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