SMA baut Werk in Kanada
10. März 2010 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, TopnewsDer Solartechnik-Hersteller aus Niesetal will ein Werk mit 500 Megawatt in Kanada bauen. Die dort produzierten Wechselrichter sind für den kanadischen Photovoltaik-Markt bestimmt.
Das Photovoltaik-Unternehmen SMA treibt seine Internationalisierung voran. In diesem Jahr will der Wechselrichter-Hersteller noch eine Fertigung in der kanadischen Provinz Ontario aufbauen, wie SMA mitteilte. Der Standort werde im Laufe des ersten Halbjahres festgelegt. Die Produktion solle im vierten Quartal anlaufen. Die Kapazität des Werks werde bei 500 Megawatt liegen. SMA will nach eigenen Angaben zunächst fünf bis zehn Millionen Euro investieren. Mittelfristig werde der Hersteller 100 bis 200 neue Jobs in Kanada schaffen.
SMA baut außerdem derzeit ein Werk in Denver in den USA sowie eine Übergangsfabrik in Kassel, um kurzfristig die Produktionskapazität im Inland zu verdoppeln. Mittelfristig soll in Niestetal ein komplett neues Werk errichtet werden.
Die Entscheidung für Ontario begründete SMA auch mit dem dort geschaffenen Photovoltaik-Förderprogramm. Dieses besitze „Leuchtturm-Charakter“ für andere kanadische Provinzen, sagte SMA-Vorstandssprecher Günther Cramer. Die Photovoltaik-Förderung in Ontario beinhaltet eine Vorgabe für lokale Wertschöpfung, ein so genannte „Local Content“-Klausel, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Das bedeutet, dass ein bestimmter Prozentsatz der Komponenten in Ontario hergestellt worden sein muss. Mit dem Bau des Werkes komme SMA dieser Forderung nach.
Neben dem neuen Werk in Kanada baut SMA auch seine Produktionskapazitäten an den Standorten Kassel und Denver aus. Bis Mitte des Jahres solle die Kapazität durch Interimslösungen auf rund zehn Gigawatt erhöht werden, teilte der Hersteller mit. Die Produktion in Denver werden zu Beginn ein Gigawatt Jahreskapazität haben und solle im Sommer aufgenommen werden.
Auch Canadian Solar hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, ein Werk in Ontario bauen zu wollen. Für 200 Millionen Euro will das chinesische Unternehmen eine Modulfabrik mit einer Kapazität von 200 Megawatt bauen. (Sandra Enkhardt)
Kommentare
Direkt kommentieren
Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.
Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.
Am häufigsten gelesen
Röttgen und Rösler diskutieren Solarförderung
3222 viewsKreativer Widerstand gegen Rösler formiert sich
2694 viewsSpanien setzt Solarförderung komplett aus
2495 viewsRösler plant ein Solarausstiegsgesetz
2465 viewsQ-Cells einigt sich mit Anleihegläubiger
2344 viewsKartellamt genehmigt Übernahmen von Sunways und Conergy-Tochter
1990 viewsBayerns FDP gegen Röslers Photovoltaik-Deckel
1864 views

