Solar Frontier profitiert vom Photovoltaik-Boom in Japan

04. März 2013 | Märkte und Trends, Topnews

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage erwartet der japanische Dünnschichtmodul-Hersteller Solar Frontier für dieses Jahr eine deutliche Steigerung seines Japan-Geschäftes. Die Produktionskapazität von 900 Megawatt will der Photovoltaik-Modulhersteller jedoch kurzfristig trotz hoher Auslastung nicht erhöhen.

Solar Frontier Werk in Japan

Solar Frontiers Hauptwerk in Japan ist wegen der großen Nachfrage gut ausgelastet

Solar Frontier erwartet für 2013 eine Steigerung seines Japan-Geschäfts auf 80 bis 90 Prozent seines Gesamtabsatzes, wie Atsuhiko Hirano, Director SVP International Business Saudi Arabia Project Mega Solar Business (Japan) sagte. Im vergangenen Jahr habe der Anteil des Japan-Geschäfts am gesamten Umsatz des Unternehmens bei 60 Prozent gelegen. Der japanische Photovoltaik-Boom trage wesentlich dazu bei, dass die Fabrik mit 900 Megawatt im japanischen Myazaki gut ausgelastet sei und voraussichtlich werden in diesem Jahr dort 600 bis 700 Megawatt Dünnschichtmodule hergestellt. Man wolle die Produktionskapazitäten jedoch kurzfristig nicht erhöhen, sagte Hirano weiter.

Neben dem Geschäft mit Photovoltaik-Kraftwerke wolle Solar Frontier künftig auch den japanischen Dachanlagenmarkt verstärkt erschließen, weil dieser am nachhaltigsten sei, betonte Hirano. Für 2013 strebe das Photovoltaik-Unternehmen in diesem Bereich einen Anteil von 20 Prozent seiner Verkäufe in Japan an. Dafür arbeite man auch mit Wohnungsbaufirmen vor Ort zusammen.

Im Bereich Großanlagen wolle Solar Frontier sich verstärkt als IPP (Independant Power Producer) positionieren, sagte Hirano. Der Photovoltaik-Hersteller habe mehrere entsprechende Projekte in der Pipeline. Nach einer Bloomberg-Meldung will Showa Shell mit Solar-Frontier-Modulen einen Solarpark mit 21 Megawatt Leistung im Westen Japans bauen. Der Baubeginn sei für April geplant. Das Photovoltaik-Kraftwerk soll im Juli nächsten Jahres komplett fertiggestellt und am Netz sein, wie es weiter hieß. (Hans-Christoph Neidlein)

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