Solar Millennium senkt erneut Prognose

13. Oktober 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Eine Verfahrensänderung durch das US-Energieministerium wird sich der Finanzierungsabschluss für die zwei Projekte von Solar Millennium in das kommende Geschäftsjahr verschieben. Das Unternehmen muss daher seine Erwartungen für 2009 nochmal zurücknehmen.

Solarthermisches Kraftwerk

Der Finanzierungsabschluss der großen Solar Millennium-Projekte verschiebt sich ins kommende Jahr

Die Solar Millennium AG hat ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr erneut gesenkt. Nun sei mit einem Umsatz von 150 Millionen Euro statt 350 Millionen für 2010 zu rechnen bei einem ausgeglichen oder leicht negativen EBIT, teilte das Unternehmen mit. Zuvor war Solar Millennium noch von einem Gewinn in Höhe von 30 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr ausgegangen. Als Grund gab der Projektierer solarthermischer Kraftwerke aus Erlangen an, dass wegen einer Verfahrensänderung durch das US-Energieministerium sich der Finanzierungsabschluss für die Projekte Blythe 1 und 2 in Kalifornien in das kommende Geschäftsjahr verschiebe.

Der Vorstand hatte dies bereits befürchtet, als er vor einem Monat den Zwischenbericht vorlegte. In den jüngsten Gesprächen mit dem Energieministerium habe sich nun bestätigt, dass ein Finanzierungsabschluss für die Projekte nicht mehr bis zum Ende des Geschäftsjahres erfolgen werde, teilte Solar Millennium weiter mit. Die Verfahren für die Baugenehmigungen der Kraftwerke in Blythe und an anderen Standorten in den USA liefen hingegen nach Plan. Demnach wollten die kalifornischen Energiebehörden am  15 Dezember über die beiden 242 Megawatt-Kraftwerke in Palen entscheiden. Die finale Baugenehmigung für die vier solarthermischen Kraftwerke am Standort Blythe durch die zuständige Behörde soll noch im Oktober erfolgen, wie Solar Millennium mitteilte. Im Dezember werde unabhängig vom Finanzierungsabschluss dann mit dem Bau begonnen. Solar Millennium verfüge über „ausreichende Mittel zur Finanzierung der geplanten ersten Baumaßnahmen“, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

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