Solarbuzz: 2,3 Gigawatt Photovoltaik-Zubau im zweiten Quartal in Deutschland

21. September 2010 | Märkte und Trends, Topnews

Das zweite Quartal war von der Diskussion um die zusätzliche Senkung der Solarförderung in Deutschland geprägt. Viele Investoren versuchten, ihre Photovoltaik-Anlagen noch vor dem 1. Juli ans Netz zu bringen. Ingesamt sind nach Berechnungen von Solarbuzz 2,3 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden.

Grafik von Solarbuzz zur Entwicklung des globalen Photovoltaik-Marktes

Entwicklung des globalen Photovoltaik-Marktes

Von April bis Juni 2010 sind in Deutschland nach den neusten Berechnungen von Solarbuzz insgesamt 2,3 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Damit sei Deutschland weiterhin der größte Photovoltaik-Markt weltweit und habe etwa 60 Prozent des Zubaus verzeichnet, berichtet das US-Marktforschungsunternehmen Solarbuzz in seiner jüngsten Erhebung. Insgesamt sei die neu installierte Leistung nach dem ersten schwachen Quartal weltweit auf 3,82 Gigawatt um 54 Prozent gestiegen. Insgesamt geht Solarbuzz von einem globalen Zubau von mehr als 15 Gigawatt Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr aus.

Der starke Zubau in Deutschland sei auf die zusätzliche Absenkung der Solarförderung zur Mitte des Jahres zurückzuführen, so die US-Marktforscher. Neben Deutschland seien besonders die Photovoltaik-Märkte in Italien, Frankreich und Tschechien stark gewachsen. Der Zubau in Italien habe im Vergleich zum ersten Quartal um 127 Prozent zugelegt und erreichte mit etwa 250 Megawatt elf Prozent des deutschen Marktanteils.

Schwieriges erstes Quartal 2011 erwartet

Nach sechs Quartalen Preisverfall bei Solarmodulen in Folge seien im zweiten Quartal 2010 die Preise erstmals leicht gestiegen. Ingesamt lägen die Preise aber ungefähr ein Viertel unter denen von vor einem Jahr, heißt es im Solarbuzz-Bericht weiter. Beim Ausblick auf den Photovoltaik-Zubau im kommenden Jahr erwarten die Marktforscher vor allem ein schwieriges ersten Quartal. Große Reduzierungen bei der Solarförderung stünden in den führenden Märkten Europas zum Jahreswechsel bevor. Die Nachfrage nach Modulen könnte dadurch deutlich zurückgehen. Mit einer Erholung sei dann gegen Ende des ersten Quartals 2011 zu rechnen.

Die Bundesnetzagentur in Deutschland hat bislang nur Zahlen für den Zubau im ersten Quartal 2010 für Deutschland vorgelegt. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung belief sich demnach in den ersten drei Monaten auf 714 Megawatt. (Sandra Enkhardt)

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Hanns Martin Drope aus Köln | http://www.bluenature-gmbh.de

Mittwoch, 22.09.2010 08:32

somit wäre der gesamte Zubau in Q1 und Q2 in der Summe 3 Gigawatt. Momentan zeichnen sich weiter steigende Preise für asiatische Module ab. Die europäischen und japansichen sind ein wenig nur gesunken [...]

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Hanns Martin Drope aus Köln | http://www.bluenature-gmbh.de

Mittwoch, 22.09.2010 08:32

somit wäre der gesamte Zubau in Q1 und Q2 in der Summe 3 Gigawatt. Momentan zeichnen sich weiter steigende Preise für asiatische Module ab. Die europäischen und japansichen sind ein wenig nur gesunken (3-5%) einzig Solarworld ist um knapp 9% runtergegangen, aber das war bei deren Preisniveau längst überfällig. Zwischen Schott und Suntech liegen nur noch knappe 10% Preisunterschied, jedoch leider auf einem sehr hohen Niveau. 3-5kW Dächer sind kaum noch rentabel, bzw Private Ost West Dächer sind es garnicht mehr.
Was man momentan auch beobachten kann sind, dass Sharp & Co die ungeliebten Stiefkinder in den Markt schmeissen - man bekommt die 210 Wp Module in den Standardgrößen ( normalerweise mit 230 Wp) zu günstigen Konditionen. Damit lassen sich im Großprojektbereich Anlagen realisieren aber der Privatkunde kann auf die 10% höhere Effizienz nicht verzichten.
Ich denke dass das Q3 schlechter wird als das Q1 2010, ich gehe deshalb von einem zwar moderaten aber wichtigen weiteren Preisverfall im November aus. Dann gibt es wieder die Jahresendrally... ich schätze in der Summe kommen wir auf 6 GW, aber da stecken auch nochnzum großen Teil die Nachzügler ausmden Freiflächen drin, die Ihre Option bis zum 31.12. zum alten Vergütungsniveau wahrnehmen wollen.
Vor 2011 graut es mir jetzt schon...

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