Solarindustrie zeigt sich gesprächsbereit
04. November 2009 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, TopnewsSolarworld-Chef Frank Asbeck hat erneut ein Angebot für eine zusätzliche Kürzung der Photovoltaik-Förderung unterbreitet. Einem Medienbericht zufolge ist eine außerplanmäßige Senkung Mitte kommenden Jahres denkbar.

Die deutsche Solarindustrie will der Bundesregierung konkrete Vorschläge für eine außerplanmäßige Absenkung der Photovoltaik-Förderung machen. "Wir haben Bundesumweltminister Norbert Röttgen angeschrieben und unsere Bereitschaft zu Gesprächen bekundet", sagte Solarworld-Chef, Frank Asbeck, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Er schlage eine zusätzliche Kürzung von rund zehn Prozent zur Mitte kommenden Jahres vor. Planmäßig wird die Förderung zum Jahreswechsel für Photovoltaik-Dachanlagen um neun Prozent und für große Freiflächen-Kraftwerke um elf Prozent sinken. "Zum 1. April oder 1. Juli kommenden Jahres könnte ein weiterer Schritt kommen", sagte Asbeck weiter. Die Zuschüsse sollten dann im gleichen Umfang wie zum Jahreswechsel gesenkt werden. "Mit der regulären Kürzung Ende 2010 kommen wir damit auf drei Stufen", so Asbeck. Die Förderung sei dann im Vergleich zu 2008 für kleine Dachanlagen insgesamt um 25 Prozent und die für Freiflächenanlagen um 30 Prozent niedriger.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigte sich ebenfalls offen für Gespräche, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. "Wir haben uns im Verband noch nicht festgelegt", sagte Geschäftsführer Carsten Körnig dem „Handelsblatt“. Dies werde noch zwei bis drei Wochen dauern. Die neue Bundesregierung aus Union und FDP hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, sie wolle „mit einer Anhörung in den Dialog mit der Solarbranche und Verbraucherorganisationen treten, mit welchen Anpassungen kurzfristig Überförderungen bei der Photovoltaik vermieden werden können“. (Sandra Enkhardt)
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