Solarworld enttäuscht trotz Milliardenumsatz
25. Februar 2010 | Märkte und Trends, TopnewsDas Bonner Photovoltaik-Unternehmen hat zwar beim Umsatz die Erwartungen erfüllt. Wegen des Preisverfalls musste Solarworld aber einen massiven Gewinnrückgang verkraften. Bei der Prognose für 2010 blieb der Solarkonzern zudem äußerst vage.
Die Solarworld AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die magische Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro geknackt. 2009 habe der Bonner Photovoltaik-Konzern den Umsatz von gut 900 Millionen Euro (2008) auf 1,012 Milliarden Euro steigern können. Der Absatz sei um 38 Prozent gesteigert worden, teilte Solarworld mit. Dies lag über den Erwartungen des Unternehmens. Die Preise für Solarmodule seien im Jahresverlauf allerdings auch um rund ein Drittel gesunken. Das operative Ergebnis ist somit deutlich zurückgegangen. Es sank von 263,3 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 151,8 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bereinigt habe der Konzerngewinn bei 59 Millionen Euro gelegen und somit auch deutlich niedriger als noch im Jahr davor. Die freie Liquidität beläuft sich nach Konzernangaben aber auf 936 Millionen Euro.
Solarworld kündigte an, an den Ausbauplänen für seine Produktion festhalten zu wollen. Die Investitionen in den Kapazitätsausbau sowie in Forschung und Entwicklung sollen gesteigert werden. Das Unternehmen strebe auch in diesem Geschäftsjahr eine weitere Erhöhung seines Umsatzniveaus an, hieß es bei der Vorlage der Zahlen.
Aktie stürzt ab
Solarworld blieb beim operativen Ergebnis und dem Nettogewinn deutlich hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Der Umsatz habe hingegen im Bereich der Prognosen gelegen. Händler monierten zudem den vagen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie von Solarworld war zeitweise Schlusslicht im TecDax. Nach der Vorlage der vorläufigen Zahlen stürzte der Kurs auf zehn Euro ab. Zu Jahresbeginn notierte der Wert noch bei 16 Euro. "Die vorläufigen Zahlen haben unsere und die Erwartungen des Marktes in jeder Hinsicht enttäuscht", sagte Analyst Sebastian Growes von Equinet der Nachrichtenagentur dpa-AFX. (Sandra Enkhardt)
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