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Die Spekulationen über eine Kürzung der Photovoltaik-Einspeisevergütung gehen weiter. Branchenvertreter übten sich zunächst in Optimismus; die Aktien der Solarunternehmen lagen am Tag nach der Wahl allerdings im Minus.
Der Wahlsieg von Union und FDP am Sonntag schlägt auf die Stimmung in der Solarbranche durch. Eine deutliche Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaik scheint nun nicht mehr ausgeschlossen. Noch versuchen sich Branchenvertreter aber in Optimismus zu üben. Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte dem Nachrichtensender n-tv: Die FDP wisse genau um die Hochtechnologie in der Photovoltaik und um die Bedeutung der mittelständisch geprägten Branche. Sowohl CDU als auch FDP hätten sich eindeutig zum EEG bekannt. Er rechne daher nicht mit einer durchgreifenden Änderung der staatlichen Förderung für erneuerbare Energien. Asbeck selbst hatte in der vergangenen Woche eine stärkere Absenkung der Photovoltaik-Einspeisevergütung angeregt. Angesichts der stark gesunkenen Preise schlug er eine Reduzierung von 15 Prozent im kommenden Jahr vor.
„Die Solarbranche mit ihren inzwischen 80.000 Beschäftigten gehört zum Rückgrat des deutschen Mittelstandes. Ich glaube, es kann sich keine Regierung leisten, den erarbeiteten Technologievorsprung leichtfertig aufs Spiel zu setzen", wird Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar), zitiert. Die Solaraktien gerieten dennoch einen Tag nach der Bundestagswahl unter Druck. In einem eher freundlichen Markt tendierten die Aktien fast aller am TecDax notierten Solarunternehmen im Minus. Am Nachmittag verzeichneten die Papiere von Q-Cells SE, Conergy AG und Solarworld AG ein Minus von 2,6 bis 1,5 Prozent und waren damit die größten Verlierer des Tages. (Sandra Enkhardt)
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