Yunus erhält Einstein-Award von Solarworld

19. August 2010 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Friedensnobelpreisträger wird für seine besonderen Verdienste für die Solarenergie ausgezeichnet. Mit seinem Unternehmen will er bis 2015 den Bau einer Million Photovoltaik-Anlagen im ländlichen Raum über Mikrokredite fördern.

Verleihung des Einstein-Awards 2009

2009 bekam Rupert Neudeck (links) den Einstein-Award verliehen

Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus wird mit dem Einstein-Award 2010 geehrt. Der Gründer der „Grameen Bank“ werde damit für sein „bahnbrechendes Konzept der Mikrokredite für Arme“ ausgezeichnet, teilte Solarworld mit. Diese hätten bis heute unter anderem die Installation von mehr als 400.000 kleinen Photovoltaik-Anlagen ermöglicht. Diese sicherten gerade in netzfernen, ländlichen Regionen Bangladeshs die Energieversorgung der Menschen. Gleichzeitig sind tausende Frauen für die Installation und Wartung der Photovoltaik-Anlagen ausgebildet worden, hieß es weiter.

Yunus gründete 1996 das Non-Profit-Unternehmen „Grameen Shakti“. Es bietet den Menschen in ländlichen Regionen Mikrokredite an, die dann zum Beispiel für die Installation von Solarstromanlagen genutzt werden. Ziel von „Grameen Shakti“ ist es, bis 2015 den Bau von einer Million Photovoltaik-Anlagen zu fördern.

Solarworld verleiht seit 2005 den Einstein-Award an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Solarenergie verdient gemacht haben. Yunus wird die Auszeichnung anlässlich der 25. Europäischen Photovoltaik-Konferenz am 6. September in Valencia erhalten. Im vergangenen Jahr erhielt der „Cap Anamur“-Gründer Rupert Neudeck den Einstein-Award. Seit 2006 werden zusätzlich Nachwuchsforscher für ihre wissenschaftliche Arbeit im Photovoltaik-Bereich geehrt. Der Preisträger in dieser Kategorie blieb zunächst noch ungenannt. (Sandra Enkhardt)

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