Diskussionsforum zur Solarförderung

Die Diskussion über die Solarförderung in Deutschland ist mittlerweile wieder voll entbrannt. Aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gibt es zahlreiche Vorschläge und Forderungen, wie mit der Photovoltaik-Vergütung weiter verfahren werden soll. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass bereits zu Beginn des Jahres 2011 weitere Veränderungen ins Haus stehen.

Aus diesem Grund haben wir unser Spezial, dass wir zur Debatte über die zusätzliche Kürzung der Photovoltaik-Einspeisevergütung im Jahr 2010 eingerichtet haben, aktualisiert.

Ihre Meinung ist gefragt: Was halten Sie von der aktuellen Debatte und den Vorschlägen? Geben Sie direkt Ihren Kommentar ein.

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Heinrich Heine aus Unna

Montag, 06.02.2012 07:40

Was soll dann bitte diese Anlage, die demnächst in Tunesien entstehen und Europa mit Strom beliefern soll? Auf sowas können wir verzichten.

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Kommentare 1 - 34 von 34

Heinrich Heine aus Unna

Montag, 06.02.2012 07:40

Was soll dann bitte diese Anlage, die demnächst in Tunesien entstehen und Europa mit Strom beliefern soll?
Auf sowas können wir verzichten.

Claus Scheuber aus 88255 Baienfurt, Ba-Wü. | http://www.soltechnics.de

Dienstag, 19.04.2011 10:54

Wer im Augenblick der politischen Phrasendrescherei Gehör schenkt, hört am lautesten: „Die Umstellung auf Erneuerbare Energien“ koste den Staat „Milliarden“, „der Steuerzahler“ – oder wenigstens „der Bürger“ müsse gewarnt werden, vor den enormen Kosten, die auf ihn zukämen. Dass dies Teil des vom Atom- und Kohlestromkartell angestimmten Kriegslärms gegen namentlich: die Photovoltaik ist, ist unschwer zu erkennen. Dass Teile der SPD auch darin einstimmen, ist nicht nur auf das schmerzliche Fehlen Hermann Scheers zurückzuführen.
Gleichwohl muss man anerkennen, dass die Förderpraxis des EEG mit zunehmendem Erfolg der Erneuerbare Energien, eine dankbare Angriffsfläche bot, um EE als „Gelddruckmaschine der Besserverdiener“ zu brandmarken. (Wobei mir noch niemand erklären konnte, was denn verwerflich daran sei, dass ein Kapitalanleger einen Teil seiner Rente aus dem eigenen Solarkraftwerk oder einer Beteiligung an einem solchen bezieht, jedoch alles in Ordnung scheint, wenn derselbe Mensch sein Geld in bplw. EnBW Aktien, also einer direkten Beteiligung an Atomanlagen, investiert, und Dividenden zur Aufbesserung der Rente bezieht.)

Wie auch immer, das hat die augenblickliche Regierung geschafft: Das Klima ist vergiftet, die Verunsicherung am Limit und Vertrauen futsch! Fazit: das Geschäft mit PV liegt in Deutschland derart am Boden, dass der Überlebensimpuls, der noch in einigen PV- Vertriebsunternehmen tickt, einzig vom Auslandsgeschäft motiviert ist.


Es bleibt die Frage, wie die Investitionsbereitschaft privaten Kapitals in EE wieder hergestellt, bzw. noch gesteigert werden kann.

Da ich mich seit geraumer Zeit mit dieser Frage beschäftige und mir immer sicherer werde, dass es nur über ein verlässliches, verständliches nicht nach Subvention riechendes Vergütungsregularium funktionieren kann, erlaube ich mir, in wenigen Worten die Eckpunkte meines Ansatzes darzustellen.

Ein neues EEG muss eine klare Unterscheidung zwischen Rückfluss der Investition und der Vergütung der eingespeisten Erneuerbaren Energie festschreiben. Der erzielbare Gewinn, die Rendite, darf nicht gesetzlich mitgeliefert werden – dies böte, wie gesehen, eine zu breite Angriffsfläche. Ein Amortisationstarif (A-Tarif), der die eingespeiste Energie während der Amortisationszeit vergütet, muss höher liegen und attraktiv für den Investor sein. Er muss sich an den Investitionskosten orientieren und an kurzen Amortisationszeiten. Der Regeltarif (oder Normaltarif – „N-Tarif“) , der für jede eingespeiste EE – kWh bezahlt wird, darf nicht zeitlich begrenzt sein und muss sich an den durchschnittlichen Strompreisen orientieren. Diese einfache Regelung löst fast alle anstehenden Probleme im EE-Vergütungswirrwarr und würde zu größter Akzeptanz und Investitionssicherheit führen!

Am praktischen Beispiel Photovoltaik würde das wie folgt aussehen: mit ca. 0,35 €/kWh (für Anlagen bis 30 kWp) wäre in 7 Jahren, bei derzeitiger durchschnittlicher Preislage pro kWp (und angenommenen 950 kWh/kWp pro Jahr) die Investition zurückgeflossen; dies ist der A-Tarif. Danach greift der N-Tarif für jede weitere eingespeiste kWh ohne zeitliche Begrenzung. Der N-Tarif kann die Hälfte der jeweiligen Stromverbrauchs-Durchschnittstarife ausmachen, also derzeit 12 Cent pro kWh.

Eine Anpassung der Tarife an veränderte Bedingungen (Kosten und Preise) kann in Halb- oder Vierteljahres-Intervallen stattfinden und zwar durch eine regulierende Behörde (BNetzA), da braucht man nicht jedes Mal den Bundestag. Beim A-Tarif ist auch nicht die Höhe der Vergütung zu regulieren, sondern die Laufzeit. Sinken die Investitionskosten um 10 % beträgt diese eben nicht mehr 7 sondern nur noch 6,5 Jahre.

Flankierend kann der Bund, den diese Regelung ja bis dahin noch nichts gekostet hat, seinen Beitrag leisten, indem er die Abschreibungszeiträume für EE-Anlagen an die Laufzeiten des A-Tarifs koppelt. (Oder/Und er zahlt den Harz-4 Empfängern eine Energieprämie von 5 € im Monat – um auch dieses alberne Thema (Hartz-4 Empfänger zahlen die Rente der Solaranlagen betreibenden Zahnärzte) vom Tisch zu haben.)

Um Investitionen in die Bereitstellung von Speichereinheiten anzureizen, kann das gezeigte Modell um eine weitere Stellschraube ergänzt werden. Eine Unterscheidung in der Vergütung zwischen unverlangt eingespeister Kilowattstunde und der bestellten bzw. abgerufenen. Ein Bonus von 5 Cent für die gespeicherte und bei Bedarf ins Netz eingespeiste kWh (statt dem bisherigen Eigenverbrauchsbonus), würde das Speicherproblem (das ja nur deshalb existiert, weil für gespeicherte Energie bisher nichts bezahlt wird) schnell lösen! All die Erfindungen, die die Forschung bereit hält, und auch ganz banale Batterie und Akku Lösungen, kämen sehr schnell zum Einsatz, und das, was heute relativ abstrakt unter „Smartgrid“ gehandelt wird, würde sehr schnell funktionierende Realität.

Für die verschiedenen Sparten der EE gäbe es unterschiedliche A-Tarife (wg. unterschiedlicher Investkosten) aber für alle gibt es den selben N-Tarif. Dieses Vergütungsystem könnte sofort (ab 1. Juli 2011) das alte ersetzen, dann wäre auch die angedrohte erneute Vergütungskürzung obsolet (die ja mangels Zubauzahlen März-Mai 2011 eh nicht greifen wird, aber immerhin zu weiterer Verunsicherung beiträgt).

Um nicht missverstanden zu werden: Diese Vergütungsmechanik ersetzt nicht ein allfälliges Energiekonzept, das das Ziel der 100%-igen EE im Schilde führen muss, aber es wäre ein Beitrag um sofortige Investitionssicherheit und -Bereitschaft wiederherzustellen, bzw. zu motivieren.

Guido Harperscheidt aus Kreuzau | http://www.solartiger.de

Freitag, 15.04.2011 08:17

Seid den letzten Bundestagswahlen ist ganz genau zu sehen, wie die großen Energiekonzerne über die F D P Einfluß auf die Energiepolitik nehmen. Wollen wir mal in 2 Jahren sehen, bei welchem Energieversorger oder Tochterunternehmen die "Herren FDP-Politiker" Ihre Brötchen verdienen? Bei den nächsten Wahlen wird die FDP eine derartige massive Klatsche bekommen! Warum sind die Energiekonzerne so gegen Photovoltaik? Weil hier "Otto normal Verbraucher" seinen eigenen Strom hat und umsatzmäßig wegfällt. Die Gewerbebertriebe habe das Potential für Ihren eigenen Strom noch nicht erkannt!
Aber PV ist nicht mehr aufzuhalten.

Energieversorger warm anziehen!!!!!!!!!!!!!

Karl Jehle

Freitag, 18.03.2011 12:44

Der Förderhickhack der in Deutschland zurzeit betrieben wird,in Verbindung mit den Hetzkampagnen der vier "Besatzungsmächte" gegen die erneuerbaren, zeigt eindeutig Wirkung. Viele potenzielle PV Interessenten sind verunsichert und warten.....und vor ablauf der Frist wird dann wieder alles hektisch. Die Dummen sind wieder die Solarteure die das ganze auszubaden haben.
Die erneuerbaren brauchen endlich EIN Sprachrohr und nicht viele Röhrchen....

Andreas Engelhardt

Dienstag, 08.02.2011 08:53

Natürlich hat aber die Spanische Regierung und die Stromkonzerne nicht soviel bei einem Preis von 11-13 Cent! Geht man von ca 23-24 Cent in Deutschland aus, und der Strom kostet an der Leipziger Strombörse (kann man nachschauen) 5-6 Cent im Einkauf, dann frage ich mich warum permanent auf den Erneuerbaren Energien herumgehackt wird und warum sich niemand mal fragt, wer denn die restlichen 18 Cent einsteckt? Die PV-Installateuere oder die Modulhersteller - sicherlich nicht!!

Peter Frank aus Valencia | http://l2l.de

Samstag, 05.02.2011 17:20

Wir zahlen hier in Spanien ca. 11 - 13 Cent pro KWh als normale Endverbraucher, mein Bruder in Deutschland zahlt Dank sei der Subventionen an (chinesische Photovoltaikherstellern ) das doppelte.
Leider ist wohl einigen weniger gebildeten Menschen immer noch nicht klar das Photovoltaik nur 6-12 Stunden am Tag Strom produziert, die Technik ist veraltet, Parabolrinnen sind die Zukunft, da gibt es auch nachts Solarstrom, siehe ANDASOL in Spanien!

Thomas Steiger

Mittwoch, 12.01.2011 13:36

Die Atomlobby schlägt zu und leider ist die PV-Branche nicht in der Lage ein geschlossenes Profil zu zeigen. Der Verbraucher wird teilweise mit Falschmeldungen versorgt und der "kleine" Mann auf der STraße läuft hinterher. So wird das nicht´s mit der Branche.

Uwe Vogt aus Bochum

Freitag, 07.01.2011 11:45

Ich betrachte die derzeitige politische Diskussion der Regierung als streng fahrlässig. Statt eines weiteren industriellen Ausbaues der Photovoltaik in Deutschland unterwirft man sich offensichtlich vollständig der Atomlobby.

Andreas Gudzinski aus Berlin

Montag, 03.01.2011 09:17

Gesundes Neues für alle Freunde Der PV-Community...unser Erfolg geht weiter und weiter und weiter...
habt Sonne im Herzen..

Willi Harhammer aus Weißenohe | http://www.ikratos.de

Donnerstag, 30.12.2010 12:33

Unglaublich wie eine gute Sache zur schlechten wird. Trotzdem wird die Lobby kippen, Solarstrom ist trotzdem nicht aufzuhalten. Gesundes Neues Jahr 2011

A. Parbel aus Friedberg

Freitag, 17.12.2010 17:50

Wer stoppt eigentlich diese Lobby-Politik? So offensichtlich sind die Bürger dieses Landes noch nie an der Nase herumgeführt worden. Nicht nur in der Energiepolitik sind wir wieder zurück in den 70er Jahren, in der Gesundheits- und Sozialpolitik sind wir wohl eher wieder im Mittelalter.
Was wir hier in Deutschland mit den Erneuerbaren Energien geschafft haben ist praktizierte Demokratie! Das Motte lautet: "Energie in Bürgerhand!". Nahezu jeder Normalverdiener hat die Möglichkeit erhalten selber zum Strom- und Energieproduzenten zu werden. Eine Katastrophe für die großen vier Energieproduzenten. Ein Wettbewerber der nicht zu bekämpfen ist, jedes Jahr stetig fallende Marktanteile, die 20 Milliarden EUR jährliche Gewinne schmelzen dahin. Nur deshalb gibt es große Offshoreprojekte und Desertec. Großkraftwerke sichern die Oligopole, können von Klein- und Mittelständlern nicht gestemmt werden. Es geht hier für die großen "Vier" um alles oder nichts.
2000 Lobby-Politiker sind bundesweit in Ländern, Städten und Gemeinden von den Energiekonzernen verteilt worden. Alles Politiker, die neben Ihrem Amt auf den Lohnlisten der Konzerne stehen. Für die kleinen Solarbranche wird es schwer bleiben. Aber wir dürfen nicht aufgeben, auch wenn es noch eine zeitlang weh tut.
Nur mit vielen kleinen und größeren Kraftwerke, gespeist aus Sonne, Wind und Biomasse brechen wir die Macht der großen Konzerne.
Energie in Bürgerhand! Die Bürger dieses Landes stehen hinter der Branche.

Brigitte Rudolph aus Bischofsheim | http://www.sonnenkönig.org

Freitag, 03.12.2010 09:48

Wer hat diese Regierung nur gewählt?
Es handelt sich wohl um die Lobby der Stromkonzerne. Und darum fühlen sich die regierenden Politiker auch dem Wahlvolk verpflichtet, wie es die Verfassung fordert.
Aber Ihr Regierenden Laßt Euch sagen, wir sind das Volk und wir wollen eine saubere Umwelt, grünen Strom - für den wir auch gern ein wenig mehr zahlen - keine Atommeiler mehr und vor allen Dingen Politik fürs Volk und nicht nur für eine elitäre Gruppe von Poliktschmeichlern.

Wer denkt denn an die kleineren Unternehmen der Solarbranche, die Installationsbetriebe? 3 Monate im Winter können sie nicht produktiv arbeiten, aber Kurzarbeit dürfen sie nicht beantragen... Im Sommer leiden sie nach einer weiteren Kürzung wieder unter der Auftragsflaute in den Ferien - Juli, August sind dann tot. Warum kann nicht endlich mal Ruhe einkehren und der Branche eine Planungssicherheit bescheren? Ich kann mich nicht erinnern wann zuletzt die Regierung sich erdreistete hat so massiv in die Geschicke des Unternehmertums einzugreifen...
Und nicht zuletzt - warum wird nicht die Stromindustrie aufgefordert die Preise zu reduzieren und die überdimensionierten Gewinne an die Stromkunden weiterzugeben? Es wird Zeit dass die Regierung geht und Platz macht für eine Politk des Verstandes und das Volk.

Peter Bauer aus Dingolfing

Mittwoch, 07.07.2010 14:25

Ich bin gespannt, ob nun der Strompreis auch um 16 % sinkt!!! Ich denke wohl eher nicht! Nur der Gewinn für die Stromversorger wird größer!!

Günter Haas aus Ingelheim

Freitag, 26.02.2010 14:34

Es ist wie immer in Deutschland, wenn eine Branche mal richtig gut funktioniert, bzw. anfängt richtig zu funktionieren, hängt sich die Politik wieder rein und zerstört jegliche Basis ohne Sinn und Verstand. Das in Deutschland jahrzehntelang Milliarden in den Kohlebergbau versenkt wurden hat seinerzeit niemanden gestört. Wenn die Einspeise-vergütung aus Steuergeldern bezahlt würde, könnte man die Politiker verstehen. Eines wurde mit der geplanten Änderung im Vorfeld erreicht; die Verbraucher sind so verunsichert, dass das gerade erwachte Interesse an erneuerbaren Energien wieder drastisch sinkt. Die Solarbranche als einer der Hauptarbeitgeber dürfte damit ebenfalls passè sein. Doch was wird aus den vielen Milliarden die von der deutschen Solarindustrie investiert wurden? Darüber hat sich die Politik wahrscheinlich keine Gedanken gemacht. Konsequenzen aus ihrem politischen Handeln haben diese Damen und Herren sowie nicht zu befürchten.

ECOS Büro für Stadtökologie GmbH aus Berlin

Freitag, 19.02.2010 21:59

Die Kürzungen sind v.a. zeitlich unverträglich und bar jeden Einblicks in die mit den Investitionen in den PV-Sektor verbudenen Abläufe : konkret werden damit zahllose unter andren ökonomischen Kriterien begonnene Projekte in nicht einkalkuliertes Risiko gestellt, der Staaat macht sich jetzt zum Anwalt krisenhafter Entwicklung und Anwendung im Bereich von Zukunftstechnologien in Deutschalnd. Zum Schaden privater aufstrebender Industrien, zum Schaden des Handwerks, zum Schaden des Konsumenten, zum Schaden des Zukunftsstandortes Deutschland. Und das im Umfeld aggressiver Marktpolitik anderer Länder (China, Indien), die Deutschland die technologische Führerschaft abringen wollen. Und der, der sie hat, bestimmt die Zukunftsmärkte.
Als Unternehmen der Projektentwicklung, das in anderen europäischen Ländern tätig ist, erfahren wir täglich gewisse Neidpositionen, wenn wir deutsche Produkte als die besseren vorschlagen. Wir können trotz Kosten mit dem Aspekt der Solidität und Nachhaltigkeit argumentieren, aber überall sind Konkurrenzprodukte auf dem Markt, die besser werden. Wenn der Heimatmarkt aufgrund des staatlich erzeugten Kostendrucks diese Vorteile wg. des Kostendrucks egalisiert, sind die auslänischen Produkte zumal auf ihren eigenen Märkten sofort im Vorteil, und unsere Anbieter brechen ein. Das ist eine einfache ökonomische Wahrheit, die sich Herr Roettgen hinter die Ohren schreiben sollte.
Zwietens, andere europäische oder aussereuropäische Länder bieten bessere Vergütungen oder bessere Absenkungen der Vergütung (Italien z.B. letzer Stand : Absenkung 15 % ab 2012, keine weitere Absenkungen). Eine solche staatliche Politik ist konkurrenzorientiert, d.h., man weiß in Italien, dass man so v.a. deutsches KnowHow im PV-Sektor absorbieren kann (v. d. Ansiedlung v. PV-Unternehmen angefangen, die ganze Kette herunter...).
Also Herr Roettgen, heraus aus dem Elfenbeinturm politischer Selbstinszenierung mit dem linken Auge nach rechts schauend, zum Schaden einer substantiell wichtigen deutschen Zukunftsindustrie !
Außerdem : wie kann man die Atomindustrie und -wirtschaft wiederum mit offenen Armen gleichzeitig sponseren, wohlwissend, dass nur eine Entmonopolisierung und Marktöffnung überhaupt eine nenneswerte Chance für regenerative und demokratisch verwaltete (z.B. kommunale Ebene) regenerative Energien schafft. Das wäre das eigentliche Zukunftsprojekt, das iv.a. auch den Konsumenten und Gewerbe/Indutrsie künftig entlastet. Also Schluß mit der Lobby- und Klientelpolitik zugunsten der Energiemonopole in unaserem Land !

Arnd Mosig aus Berlin

Dienstag, 02.02.2010 19:37

In der Fachpresse lese ich von einem Sollwert "Zubauvolumen pro Jahr", welcher Minister Röttgen im Vergleich zu Minister Gabriel von ca. 1,5 MW auf rund 3 MW verdoppelt habe. Ist also von deutscher Regierunsseite beabsichtigt, den Inlandsabsatz stagnieren zu lassen? Gerade in einer Situation, wo viele große Produktionsstätten für PV in Deutschland kürzlich erst in Gang gekommen sind? Verhalten sich verantwortliche Politiker in China, Japan, den USA und Südkorea ähnlich oder lachen die uns aus?

Andreas Stimpel aus Liebstadt | http://www.dachdecker-stimpel.de

Dienstag, 02.02.2010 14:39

Auf die deutsche Regierung ist doch voll verlass?
Erst werden Unternehmer für neue Technologien begeistert und diese haben ordentlich investiert und dann gibt einen Tritt.Und im nächsten Moment wird über Steuerausfälle und Arbeitslosenzahlen geheult,genau von den Personen (Politiker genannt).
Wenn solche Senkungen stattfinden dann wird natürlich auf Billigmärkte ausgewichen oder es werden einfach die Baustellen abgesagt.Ich werde genau das in nächster Zeit erleben bei einem Bauvorhaben ich werde wieder berichten.Ich bin selbst Voltaikeinspeiser und nun hat wahrscheinlich die Regierung Angst dass wenn sich die Anlage Refinanziert hat der Einspeiser zu viel Geld verdient?

Jan Rybski aus Löcknitz

Sonntag, 31.01.2010 13:33

An alle, den das Wohlergehen Deustchlands am Herzen liegt.

In den striebigen Programmen fast allen demokratischen Parteien Deutschlands sieht man eine langfristige CO2-neutrale Energieversorgung im EU-Raum vor - mit einer Absenkung bis 2020, gegenüber 1990, um 30% angefangen. Dabei plädieren viele für die Beibehaltung der Energieversorung aus der regenerativen Quellen bei 20% bis zum 2020 (manche politische Mitstreiter gehen dabei – Viele ganz unrealistisch – weiter). Man ist jedoch dessen bewußt, daß ohne starke, politische und finanzielle Unterstützung ist dieses striebiges Ziel schwer, wenn überhaupt möglich, zu erreichen. Desweiteren spricht z.B. die FDP für Beibehaltung des EEGs (Erneuerbaren Energie Gesetzes), jedoch mit allzweijährliche Überprüfung, wobei „Fortschritte der jeweiligen Technologien sind Voraussetzzung für Beibehaltung der Förderung”.
Diese jeden Tag ja stattfindenden Fortschritte sind jedoch vor allem von der Industrie getragen und zu tragen. Diese kann sie jedoch nur dann sprunghaft, wie bis jetzt, machen, wenn es der Absatzvolumen der von ihr produzierenden Ware, zu rentablen, gewinnbringenden Preisen, erlauben wird. Nur dann kann die Forschung und (Weiter-)Entwicklung dort, bei der Industrie, betrieben werden. Diese Forschung und Entwicklung findet z.Z. in der Photovoltaikbranche besonders verstärkt statt, was sich selbst in dem Preis/Leistungs-Verhältnise des letzen 12 Monaten, in bezug vor allem auf Solarmodule, wiederspiegelt: Preisabsenkungen bis zu 50% mit gleichzeitiger dimmensen Effizienzentwicklung der Solarzellen. Gebe es nicht das EE-Gesetz, gäbe es nicht diesen Absatz, gäbe es folgerichtig nicht diesen Fortschritt. Deswegen die Idee der Überprüfung des EEGs ist schon vielleicht richtig, aber man soll ja nicht das Kind mit der Sole aus der Badewanne rausschmeißen. Man soll der Solarindustrie in Deutschland ein bißchen Zeit lassen, gerade bis zum Jahre 2020, dann wird sie sicherlich den Ekostrom aus der Sonne zu den freimarktwirtschaftlich konkurenzfähigen Preisen liefern können.

UND WAS IST NUN AM 20.01.2010 PASSIERT???!!!

Der UMWELTMINISTER!!! schlägt einen Plan vor, was dieser mühsam und mit viel wissenschaftlichem und Investitionseinsatz aufgebauten Industriebranche die wichtigste (Über-)Lebensexistenzgrundlage, d.h. EEG in der Fassung vom 25.10.2008, soweit ändert, dass das Überleben dieser gefährdet ist, insbesonders in Hinsicht auf immer stäker werdende asiatische Konkurrenz. Ich glaube nicht, daß die unvermeindliche Konsequenzen dieser Pläne des Ministers Röttgens im Interesse Deutschlands liegen können. Ich glaube auch, man soll sich nicht von dem populistischen Aktionismus des Umweltminsters, sicherlich mit Absprache mit seinem nach Sparmaßnahmen händeringenden Parteikollegen, Herrn Finanzminister Dr. Schäuble, irren zu lassen.
Der gesellschaftlich-wirtschaftliche Kern Deutschlands ist die Mittelschicht. Und diese Mittelschicht in ihrer überwiegenden Mehrheit hat dazu gebracht, das Wohneigentum, spricht ein Eigenhaus zu schaffen. Ein Eigenhaus bedeutet eine mal kleinere mal größere Dachfläche und die ganzen und alle Vorteile, die den Aufbau einer Photovoltaikanlage dadrauf mit sich bringt. Nun will man den Kern der Gesellschaft um die Möglichkeit der dritten Rente aus dem Dach der zweiten Rente bringen oder zum Kauf billiger und qualitativ ausstehender und Effizienz fragwürdiger asiatischen Ware zwingen. Solch starke Minderung der Fördersätzen nach EEG in der am 20.01.2010 vorgelegten Fassung, bedeutet auch eindeutig und fast direkt die Stärkung der Atom- und Fossilenenergie-Lobby, weil das Umsteigen auf regenerative Energieeigenversorgung wirtschaftlich erschwert, wenn gar nicht sinnlos gemacht wird.

Ich glaube nicht, daß Deutschland solchen Weg befürworten soll. Ich rechne stark damit, daß der Wirtschaftsminister die Stimme der (Solar)Wirtschaft sprechen wird und nicht die Stimme der kurzsichtigen Buchhalter, die gerade an dem absolut falschen Ende versuchen zu sparen. Anstatt z.B. Aber-Miliarden von Euro in ein wirtschaftlich und fianziell zu wahrem Wahnsinn gewordenen Flugzeugprojekt zu stecken, sollte man lieber über die Zukunft unsers Planets, über die Zukunft Deutschlands ernsthaft nachdenken und die zarten Anfangsversuche, diese Zukunft irgendwie mit absolut fortschrittlicher Technologie zu sichern, mit aller Kraft zu unterstützen, anstatt im Keim erwürgen zu lassen.

Und was wollen alle diese Politiker den allen Handwerker, die von der Solarenergie immer stärker profitieren; was wollen sie den all diesen hochqualifizierten Solarindustriemitarbeitern - den immer gesagt wurde: eure Arbeitplätze, da eben so zukunftorientiert, sind sicher; was wollen sie den all diesen Solarfirmeneigentümer, die allesamt in kürze ihre Lebensgrundlage und bis jetzt so sicher erscheinenden Jobs verlieren werden, sagen .... Wollen sie wirklich die Zukunft unseres Planets, die Zukunft Europas, die Zukunft Deutschlands und hier lebenden Menschen sichern oder wollen sie von dieser, wegen eines 2 Miliarden-Ersparnises (was ist das gegen 82 Miliarden vorgeplanten Neuschulden) Abstand nehmen? Dann müßen sie den Wählern klipp und klar auch sagen: wir haben euch, unsere liebe Wählerinnen und Wähler mit unserer zukunftorientierten Umweltpolitik und Umweltprogrammen vorgetäuscht und verschaukelt.... Wollen sie es wirklich?....

Ich rechne stark damit, daß Viele meine Position zu diesem Thema, im wohlgemeinten Interesse nicht nur der deutschen Solarwirtschaft und allen diesen, die von der Solarenergieumsätzung schon jetzt profitieren, aber im Interesse Deutschlands teilen werden können, und daß diese Meinung in vielen Kreisen tragbar wird. Es ist auch an der Zeit, daß der Bundespräsident Deutschlands, Herr Horst Köhler ein klares Wort zu der regenerativen Energie und Chancen, die sie für die Entwicklung dieses wunderbares Landes mit sich trägt, sagt. Eine Umweltrunde um ihm zu diesem Thema wäre also höchst akut. Ich bin ziemlich sicher, daß die Vertreter der Solarwirtschaft geren dabei sein werden.

Jan Rybski
Wirtschaftsberatung seit 1984

Thomas Thewes aus Saarbrücken

Samstag, 30.01.2010 11:44

Lieber Daniel,
leider sehe ich das etwas anders.
Herr Röttgen hat hier rein aus Gefälligkeit der Energiekonzerne gehandelt. Und dann noch Hals über Kopf. Das spiegelt die ganze Unfähigkeit dieses Politikers. Der hat überhaupt keine Anung, welche Vorlaufzeit man hat um als Privatperon eine Anlage ans Netz zu bringen. Es geht sicher zur Zeit vielen Personen so wie mir, die über die Jahreswende eine Photovotaikanlage in Auftrag gegeben haben. Ich weis jetzt nicht, ob ich es bis April überhaupt noch schaffe aufgrund der Materialliefersituation bzw der Wetterverhältnisse die Anlage noch rechtzeitig in Betrieb nehmen zu können.

Und noch was. Was ist besser ? Das Geld in Erneuerbare Energien zu stecken, oder den Energiekonzernen einen weitern Gefallen zu tun, und die Laufzeiten der maroden Kernkraftwerken zu verlängern.
Ach , und übrigens sind all diese Entscheidungen genau das Gegenteil von dem, was die Wähler gefordert haben.

Gruß

Daniel Brandl aus Bönnigheim | http://www.orange-solar.de

Freitag, 29.01.2010 11:52

Liebe Schreiber,

es ist zwar verständlich, dass man ungern an dem Ast sägt auf dem man sitzt. Nur. Mir fällt bei den meisten Beiträgen aber auf, dass man sich nicht ganz über die "globalen" Voraussetzungen bewusst ist. Im Moment wird ca. 1% des Strombedarfs aus PV produziert. Dafür wurde schon eine riesige Summe über das EEG investiert. es geht um ca. 40-50MRD EURO ! Wer bezahlt denn die ganzen Löhne von heute? Diese werden in den kommenden 19 Jahren auch noch bezahlt! Wir können unserer Gesellschaft nicht noch mehr auflasten, daher müssen wir mit großer Sorgfalt an die Sache ran gehen! Die Renditen bleiben auch nach der Kürzung gut. Außerdem, immer dann wenn Norddächer belegt werden, sind Süddächer überfördert!

Gruß

Christian Behrens aus Hildesheim | http://www.sonnengeld.de

Freitag, 29.01.2010 11:21

Wir, die Mitarbeiter der Sonengeld GmbH und deren Tochter Gesellschaften, sprechen uns entschieden gegen diese drastische und nicht haltbare Reduzierung aus.

Es ist anscheinen ein Krankheit der Deutschen, sobald etwas richtig gut läuft - es zu sabotieren.

Wie wollen wir denn die Deutsche Wirtschaft unterstützen, wenn wir GEZWUNGEN werden,
die Technik im Ausland einzukaufen?

Wollen wir nicht endlich mal wieder etwas erschaffen, worauf wir stolz sind?

Warum ist die Regierung nicht stolz auf den Konjunktur-Motor Photovoltaik?

Es geht dieses mal nicht um andere - Es geht um uns und wir entscheiden gerade jetzt wie
die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland aussieht.


Sonnengeld GmbH
www.sonnengeld.de

Hans Wild aus Nabburg

Donnerstag, 28.01.2010 17:30

Eine "Hau endlich drauf Politik" eines MdB Dr. Pfeiffer (ehem. Mitarbeiter des Schwäbischen Energieversorger AG) muss man nicht näher kommentieren. Ich verstehe ihn - es gibt auch ein Leben nach dem MdB Mandat ! Was jetzt bleibt, ist den denjenigen Volksvertretern Argumente an die Hand zu geben, die diese Politik mit Augenmaß und Vernunft verfolgen.
1. Freiflächen sind und bleiben die Billigmacher des Solarstroms (Einspeisevergütung und Ertrag. Es gibt in D keine Freifläche, die ihre Module nicht ausschließlich gen Süden ausrichtet.)
Nach einer 25%igen Absenkung der Einspeisevergütung entstehen in der Republik ausschließlich nur noch Großanlagen asiatischen Ursprungs und Betriebs. Die könnten schon heute unter 2.000 €/kWp bauen, das kann und darf nicht Sinn eines Deutschen Gesetzes sein, und kann bestenfalls als Entwicklungshilfe für China verkauft werden.
Dezentrale Freiflächen zwischen 1 und 2 MW müssen von Privater Hand betrieben werden können, die Wertschöpfung, wenn man bei einer Rendite von 8 - 9 % davon sprechen kann, muss in der Region bleiben.
Warum werden schon heute Nord, Ost und Westdächer bebaut? Die guten Süddächer sind schon längst voll. "Runter" mit der Einspeisevergütung für Dachanlagen die weniger als 900 kwh/kWp einspeisen!
Die Kraft der Sonne muss effizient in Energie umgewandelt werden. (Windkraft - Referenzertrag !)
Was uns bleibt, ist die Freifläche mit einer effizienten Energiegewinnung, auch hier mit Augenmaß, nicht auf wertvollem Ackerland mit einer Bodenqualität von mehr als 50 Bodenpunkten. Die Alternative der Landwirte besteht doch nur darin, für Biogasanlagen zu produzieren (bereits 15 % der landw. Fläche in D produziert für Biogas - übrigens der 140 fache Flächenbedarf im Vergleich zu Freiflächen PV Anlagen pro erzeugter kWh).
Das EEG ist ein noch junges Gesetz, es verdient, daran gearbeitet, aber nicht mit Füßen getreten zu werden.
Hans Wild
92507 Nabburg

Folker Schrade | http://www.pvgenerator.de

Mittwoch, 27.01.2010 21:55

Nachdem nun, mit der Senkung der Umsatzsteuer für Hotelübernachtungen, die Regierung ihre Wahlschulden bei dem Hotelgewerbe beglichen hat, hat sie auch gleich bei den Energie-Lobyisten Nägel mit Köpfen gemacht.

Es ist absehbar, dass in wenigen Jahren die Photovoltaik die Grid-Parity erreicht und es ist auch absehbar, dass dann die Photovoltaik einen echten Boom erlebt.

Mit dem Energie-Monopol der 4 großen Stromerzeuger werden Milliarden verdient. Es glaubt doch wohl keiner, dass diese mächtigen Konzerne es so einfach hin nehmen, dass Ihre Einnahmequelle einfach abgeschaltet wird oder durch andere Erzeuger ersetzt wird.

Es wurde also höchste Zeit, für die Lobby der konventionellen Energieerzeuger, diese ernste Konkurrenz gezielt ab zu würgen.

Am besten geht dass natürlich mit einem unkalkulierbaren, krassen Einschnitt bei den Solarvergütungen. Alle sind verunsichert. Und die Entwicklung der Photovoltaik wird mit Sicherheit eine kräftige Delle im Entwicklungspfad abbekommen.

Aber Kohle und Uran sind endlich. Es ist nur eine kurze frage der Zeit, bis sich alternative Energien endgültig durchsetzen.

Der nächste Wirtschaftsboom mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen ist da sicher der Katalysator.

Und noch zur Diskussion um die ja ach so teuren Strompreise der Photovoltaik: Die Laufzeiten einer PV Anlage sind länger als die 20 Jahre des EEG. Geht man von durchaus realistischen Laufzeiten von 30 Jahren aus, betragen die effektiven Stromkosten nur noch 66%.

Oder anders gesagt. In 15 Jahren wird es immer mehr PV Anlagen geben, die dann kostenlos Strom liefern. Solange es nicht dann die ultimative Energieversorgung gibt, wird kein Betreiber seine Anlage abreißen. Die Stromerträge gibt es dann gratis - wenn das keine guten Aussichten sind...

mehr zum Thema:
http://www.pvgenerator.de/index.php/photovoltaik/umweltminister-rottgen-killt-die-photovoltaik/231

Markus Steinkötter aus Köln | http://www.sunnysideupp.de

Mittwoch, 27.01.2010 12:39

Die Zeit ist reif!
Natürlich sind auch wir von der Ausgestaltung der EEG Änderung bestürzt
Natürlich wird die deutsche PV Branche dadurch in eine weitere Krise gestürzt
Natürlich hat unsere jetzige Regierung weniger Interesse am schnellen Ausbau der regenerativen Energien und betreibt lieber Lobbyarbeit für die Energieversoger.
Also was tun?
1. Die regenerativen Energien sind von Natur aus dezentrale, also auch lokal verhaftete Märkte.
2. Die Unterstützung und den weiteren Ausbau muss wieder im Volk gesucht und wird nicht mehr „von oben“ organisiert. Dies erfordert ein stärkeres Engagement der Industrie zur Politischen Meinungsbildung und Überzeugungsarbeit statt die ausschließliche Fokusierung auf IPO’s und Businessmodelle.
3. Massive Kooperation der PV Branche um die Gesetzesnovelle in der jetzigen Form zu verhindern und gemeinsam neue Energiepolitische Ziele zu formulieren. Können wir das noch, zusammen arbeiten?
4. Die PV Industrie muss sich neue Märkte erschließen, statt „Kontingente“ zu verteilen.
5. Umsatz wird zukünftig verstärkt über Volumen erreicht werden statt über hochpreisige Produkte. Die Chance zu höherem PV Anteil bei der Stromerzeugung!
6. Qualitätsverbesserung und Verlängerung der Gewährleistung und somit Abhebung von billigen Importen.
Nach dem Jammern sollten wir uns wieder auf das eigentliche Ziel besinnen:
Wir können die Energiekrise lösen!
Die Zeit ist reif um jetzt deutlich zu zeigen: Ohne uns wird es in Zukunft nicht mehr gehen. Solar und insbesondre die PV braucht keine atomare „Brückentechnologie“. 100% regenerative Energie ist heute schon möglich.
Dafür setzen wir uns ein.
An Herrn Röttgen und sein schlechtes Gesetzeswerk wird sich in ein paar Jahren niemand mehr erinnern.
Markus Steinkötter, Sunnyside upP

Daniel Brandl aus Besigheim | http://www.orange-solar.de

Mittwoch, 27.01.2010 12:08

Lieber Herr Loch,

was Sie hier beschreiben ist doch die alte Diskussion über Marktanreize durch Steigerung der Nachfrage oder durch Steigerung des Angebots. Hierüber streiten Experten schon seit Jahren. (arbeitgebernahe und arbeitnehmernahe Organisationen haben jeweils geteilte Meinung hierüber)

Ich hätte diese Aussage auch eher nachvollzogen, wenn Sie im Jahr 2008 gekommen wäre. Das EEG war auf diesen Massiven Zubau nicht ausgelegt, außerdem ist das für unsere Gesellschaft zu teuer.

=> Kürzung wie in meinem Beispiel unten geht völlig i.O.,
=> Wir müssen über die Anerkennung in der Bevölkerung froh sein, denn die Mehrheit hat Schwarz Gelb gewählt MIT der Aussage 30% kürzen zu wollen
=> Dies wird die Nachfrage noch weiter beflügeln und den Markt bereinigen. Immer wenn Norddächer belegt werden sehe ich eine Überförderung des Marktes.
=> durch eine weitere Kürzung im Jahr 2011 um 12-16,5% wird in diesem Jahr, wenn es sich mal rumgesprochen hat ein Boom ausbrechen.

Gruß

Dimitri Loch

Mittwoch, 27.01.2010 11:16


Markteinführung der Photovoltaik durch Senkung der Einspeisevergütung?

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

Derzeit verengt sich die öffentliche Diskussion auf die Frage, wie man die Photovoltaik rasch verbilligen könne. Diese Diskussion führt uns auf einen Irrweg. Es ist zwar richtig, dass die Photovoltaik sich von alleine nur dann in großem Maßstab ausbreiten kann, wenn sie billiger ist als die fossilen Konkurrenztechniken. Aber wie das zu erreichen ist, dazu werden Vorschläge gemacht, deren Befolgung keine nachhaltige Wirkung haben kann. Man solle die Einspeisevergütung rasch senken, heißt es. Warum dieses Rezept keinen nachhaltigen Erfolg haben kann, soll hier kurz erläutert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man ein Produkt verbilligt.

* Drosselung der Nachfrage
* Ankurbelung der Massenproduktion

Drosselung der Nachfrage durch Senkung der Einspeisevergütung

Die erste Möglichkeit - Drosselung der Nachfrage, z.B. durch Senkung der Einspeisevergütung - funktioniert schnell, aber mit unerwünschten Folgen. Die Hersteller müssen ihr Produkt verbilligen, um es überhaupt noch loszuwerden. Zunächst müssen sie ihre Gewinne verkleinern. Wenn das nicht ausreicht, müssen sie weiter verbilligen und ggf. vollständig auf den Gewinn verzichten. Reicht auch das nicht aus, so verkaufen sie das Produkt unter den Herstellungskosten, entlassen Personal, schließen ganze Abteilungen, und bei noch weiterer Preissenkung beginnen sie mit dem Ausverkauf, und schließlich gehen sie in den Konkurs. Die hier angesprochene Möglichkeit ist somit nicht nachhaltig.

Außerdem gibt es eine weitere Gefahr. Nur die stärksten, die am besten aufgestellten, Betriebe bleiben übrig. „Marktbereinigung“ ist das beschönigende Stichwort. Auf diese Weise werden Neueinsteiger, die erfolgversprechende neue Forschungsergebnisse in die Produktion einführen wollten, schon bei den ersten Schritten aus dem Markt geworfen. Eine Beschränkung der Produktionsvielfalt in einem so frühen Stadium der Entwicklung birgt die Gefahr in sich, dass aussichtsreiche Entwicklungslinien nicht weiter verfolgt werden.

Senkung der Herstellungskosten durch Ankurbelung der Massenproduktion

Die zweite Möglichkeit - Senkung der Herstellungskosten durch Ankurbelung der Massenproduktion - wirkt erst auf längere Sicht und kostet zunächst Geld. Doch sie ist die einzige nachhaltige Möglichkeit.
Die Wirtschaftswissenschaften haben aus den Erfahrungen von Generationen sogar empirisch ein Gesetz hergeleitet, die Lern- bzw. Erfahrungskurve.

Die Lernkurve / Erfahrungskurve

Jede Verdoppelung der weltweit insgesamt hergestellten - der kumulierten - Menge führt zu einem Rückgang der Stückkosten um einen produktspezifischen festen Prozentsatz.
(Anmerkung: Für den produktspezifischen festen Prozentsatz wird in der Literatur ein Wert zwischen 15 und 20 Prozent angegeben.)

Diese Regel wird leicht missverstanden. Der Rückgang der Stückkosten um den produktspezifischen festen Prozentsatz ergibt sich nicht etwa nach einer Verdoppelung der Herstellungskapazitäten (der Fabriken), sondern erst dann, wenn genau noch einmal insgesamt so viel Solarmodule hergestellt worden sind wie bisher weltweit in all den vergangenen Jahren seit Herstellung des ersten Solarmoduls. Darüber können viele Jahre vergehen. Und noch etwas: Je mehr Solarmodule weltweit bisher hergestellt worden sind, desto länger muss man tendenziell warten, bis wieder die gleiche Menge noch einmal produziert worden ist. Die Kosten sinken also nur bei exponentiellem Wachstum der Produktion jedes Jahr um die gleiche Prozentzahl, ansonsten (im Regelfall) sinken sie von Jahr zu Jahr weniger schnell.
Wer durch eine schnellere Senkung der Einspeisevergütung einen schnelleren Rückgang der Kosten erzwingen will als die Lernkurve vorgibt, der ruiniert die Herstellerfirmen, wie weiter oben geschildert. Wie
schon das Sprichwort sagt: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Wenn Solarmodule dauerhaft billiger werden sollen, dann hilft also nur eines: Produzieren und dabei lernen - und immer mehr produzieren und immer mehr lernen!

Aber warum braucht man zum Lernen neue Produktionsstätten?

An bereits bestehenden Produktionsstätten lässt sich nur noch schwer etwas verbessern. Nur der Aufbau neuer Produktionsstätten eröffnet die Chance, die bisher gemachten Fehler zu vermeiden und dabei neue Erfahrungen zu sammeln. Nur die Ausweitung der Produktion, der Bau neuer Fabriken bietet die Chance, dass neue Erkenntnisse, Forschungsergebnisse und Erfindungen in die Praxis umgesetzt werden. Gerade in der Anfangszeit einer neuen Technik ist es wichtig, dass viele verschiedene Wege beschritten werden, bis sich nach längerer Entwicklungszeit die effektivsten Produktionsverfahren herauskristallisieren. Eine vorzeitige "Marktbereinigung" würde die Entwicklung der Technik auf wenige oder gar nur einen einzigen Entwicklungspfad verengen und das forschende Vorangehen auf mehreren alternativen - möglicherweise noch erfolgversprechenderen - Wegen verhindern.

Massenproduktion ist bekanntlich nur durch steigende Nachfrage zu erreichen. Steigende Nachfrage setzt voraus, dass man in der Zeit des Wachstums auch bereit ist, Geld für die neue Technik auszugeben.
Der Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ist nicht umsonst zu haben. Er benötigt Kapital. Kapital fließt dorthin, wo die größten Gewinne winken. Solar- und Windenergie brauchen deshalb eine gewinnbringende Vergütung. Überlegungen, dass man durch sparsamere Einspeisevergütungen den Ausbau der Photovoltaik beschleunigen würde, werden von den Erfahrungen der
Wirtschaftswissenschaften keinesfalls gestützt. Wir haben noch nie gehört, dass eine neue Technik dadurch eingeführt wurde, dass man ihr den Geldhahn zugedreht hat, bevor sie konkurrenzfähig war. Das wäre ähnlich unsinnig, als würde man intelligente Schüler ab der zweiten Grundschulklasse zwingen, sich ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen.

Wenn wir auf Atom- und fossilen Energien verzichten wollen, muss sich die Politik endlich für eine mutige Verbesserung der Anreize im EEG einsetzen.

Stefan Haug aus Postmünster

Mittwoch, 27.01.2010 11:15

Als "alter Hase" auf dem Gebiet der Solarthermie und Photovoltaik und als Lieferant des Handwerks sehe ich das so:

Die Vergütung für Solarstrom sichert den Aufbau einer Industrie samt entsprechender Grundlagenforschung und einer ordentlichen Distribution für diese Top- Zukunftsenergie in Deutschland.

Die bisher festgelegten Degressions-Schritte der Vergütung waren eine verlässliche Grundlage für Investoren und haben damit eine gesunde Entwicklung der noch jungen Branche ermöglicht.

Der Modulpreisverfall 2009 rechtfertigt eine zusätzliche Degression -wie in vernünftiger Höhe und zu einem halbwegs logistisch bewältigbaren Zeitpunkt -nämlich zur Jahresmitte auch von kompetenten Branchenvertretern so vorgeschlagen.

Die jetzt von Röttgen vorgelegten Pläne aber weisen andere Merkmale auf:
Durch das Hauruck-Verfahren (01.04.) wird das Handwerk düpiert, werden Investoren enteignet und wird die ganze Branche vor ein Riesen-Abwicklungs-Problem gestellt.

Warum? Ist es ein handwerklicher Fehler der Regierung,wie einige unverbesserliche Schwarz-Gelb-Anhänger (auch aus der Solarbranche-mich friert!!) derzeit behaupten?

NEIN! Röttgen und Schwarz-Gelb wollen nämlich alles -nur nicht die Erneuerbaren stärken!

Das sollte doch einmal von einer Branche zur Kenntnis genommen werden, die fälschlicherweise "dachte", Schwarz-Gelb sei auch nicht so schlimm! Falsch gefühlt;-(

Die Schönreden "christlicher" Politiker zum Thema Klimapolitik, Nachhaltigkeit, Erneuerbare usw. dienen bekanntermassen ausschliesslich dazu, Atomkraft als sog. "Brückentechnologie" und Kohle -als was eigentlich dies?- ungestört durchzusetzen.

Hier die Nebelkerzen in Form schöner Reden -dort die harte Fossil- und Nuklear-Politik!

Gut, dass sich meine Branche wieder mal Gedanken darüber machen muss,wer auf ihrer Seite steht -und wer auf der anderen!

Zum Abschluss möchte ich noch etwas ansprechen,was nicht allen gefällt:
Gekaufte Politiker findet man grundsätzlich eher in Parteien, die wirtschaftspolitisch stark im Unternehmer-Lager stehen.
Genauer:
Die monopolisierte Energiewirtschaft ist bei uns in Deutschland derjenige Teil der Wirtschaft,der auf diesem Gebiet führend ist: man denke nur an Laurenz Mayer -den guten CDU-General,von RWE fürstlich entlohnt!

Schön ist anders!

Wie heissen die derzeitigen Laurenz´s ?

Daniel Brandl aus Bönnigheim | http://www.orange-solar.de

Mittwoch, 27.01.2010 10:11

Liebes Forum, eines liegt mir noch am Herzen. Je öfter man über EINBRÜCHE und sonstigen negativen Schlagzeilen an die Öffentlichkeit geht, werden am Ende des Tages die Solarteure die Zeche zahlen. Dass ich persönlich auch keine Luftsprünge machte als die die Nachricht laß ist doch klar! Aber als Endkunde würde ich bei solchen Nachrichten erstmal mit Kaufzurückhaltung reagieren. Jetzt wird ja von jedem ausgegangen, dass der Preis wieder fällt. Aber warum soll der Preis fallen, wenn NUR die Rendite letztlich viel zu hoch war? Also lasst uns zusammen mit Zuversicht, Stabilität und Weitsicht das Thema angehen um Ruhe im Markt zu halten. Das hilft uns am Ende des Tages mehr als gegen unseren "Geldgeber" zu schimpfen. Vielleicht stößt es ja auch in Krisenzeiten nicht auf zu große Zustimmung, wenn man mit einer SA auf dem Dach das Zigfache anderer Anlagemöglichkeiten erreichen kann. Man sollte nie vergessen von wem wir unser Geld bekommen! Liebe Grüße

Michael Richter aus Bayern | http://www.sonneninvest.com

Mittwoch, 27.01.2010 08:50

Inhaltlich schließe ich mich voll dem Schreiben von Schletter mit einem Vorschlag der zusätzlichen Absenkung von ca. 8% zum 1.7.2010 an. Der Schaden für die Photovoltaikbranche sowie den Erneuerbaren Energien in Deutschland ist weiter grösser als die Allgemeinheit nun annimmt. Die hohe Geschwindigkeit des Ausbaues der Photovoltaik in Deutschland kann nur durch Investoren erreicht werden. Diese Investoren werden Deutschland nun den Rücken kehren, weil keine Rechtssicherheit mehr gegeben ist und man der Willkür der von der Atom & Fossillobby gesteuerten Politik ausgesetzt ist. Auch der sogenannte Konsumentenschutz sollte sich mal die Gewinnmargen der grossen Energieversorger genauer ansehen und überlegen welchen Schaden er den kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland alleine durch seine letzten Aussendungen zugefügt hat. Das geplante "neue" EEG ist ein Verhinderungsgesetz und würde die Erneuerbaren Energien um ein Jahrzehnt zurückwerfen weil die Energielobby die Zeit nützen wird und den alternativen Kraftwerksmarkt in Deutschland aufkaufen wird.

Daniel Brandl aus Bönnigheim | http://www.orange-solar.de

Mittwoch, 27.01.2010 01:24

Liebes Forum,

für mich ist diese Aufregung echt unverständlich. Wir sollten doch froh sein, dass es keine 30% geworden sind. Wir sind in unserer Branche von der Vergütung abhängig wie ein Junkie vom nächsten Schuss, LEIDER NOCH! Dass die Zubauraten und die Marktpreisentwicklung eine so tolle Entwicklung gemacht haben, hätte ich vor 3 Jahren nie geglaubt. Also sehen wir der Realität ins Auge, denn irgendjemand muss am Ende die Zeche wieder bezahlen. Und wer? Unsere Kinder... Studenten... Rentner...Arbeitnehmer... Familien... Und um es gleich vorweg zu nehmen, ich finde es nicht okay, wie leichtfertig mit dem Geld anderer Menschen umgegangen wird. Wir tun gerade so, als wären diejenigen, im Übrigen auch ich selbst, alle Dumm gewesen wenn Sie sich in den Jahren 2006- 2008 eine PV Anlage gebaut hätten.

Ein kleines BSP gibt Aufschluss
2008
Anlagenpreis ca. 4400€
Ertrag: 920kWh
Vergütung : 0,46 Cent
Ertrag: 400€ im Jahr (Kosten schon berücksichtigt)
=> ROI 11 Jahre.

2010 (NEUE VERGÜTUNG)
Anlagenpreis ca. 2500€
Ertrag: 920kWh
Vergütung : 0,32 Cent
Ertrag: 274€ im Jahr (Kosten schon berücksichtigt)
=> ROI 9 Jahre.

Ich denke dieses Beispiel zeigt, dass sich PV Anlagen auch danach noch lohnen. Ich kann die Aufregung nur damit erklären, dass man nicht gerne am eigenen Ast sägt. Ich kenne viele die die PV Förderung damit rechtfertigen, dass es in anderen Bereichen auch Subventionen gibt. Wir sollten vielmehr der Realität ins Auge schauen und zusehen, dass wir auf ordentliche Zubauraten kommen, denn mit 3GWp im Jahr schaffen wir keinen signifikanten Anteil am Strommmix.

Ich bin zuversichtlich, dass die Menschen auch nach dem 1.4. in eine alternativlose, ökologisch ausgewogene Sache investieren... in eigenes Solarkraftwerk, das neben der ganzen Rendite auch noch die Unabhängigkeit steigert und die Lebensqualität erhöht.

Liebe Grüße und KOPF HOCH

Bernhard Zschocke

Dienstag, 26.01.2010 23:24

Es ist sicher richtig, daß die jetzige Einspeisevergütung zu hoch ist. Aber die
Modulpreise steigen zur Zeit leicht und was dann? Das hätte alles mit Bedacht in
Angriff genommen werden können - so aber nicht!

Desweiteren hat die Ankündigung der Reduktion zum 1.4. in den Köpfen der Bürger
fatale Auswirkungen. Es entsteht das Gefühl: Ab dem 1.4. lohnt es sich nicht mehr -
auch wenn das nicht stimmt. Aber der Bürger denkt nicht rational! Das gerade
gewonnene Pflänzlein wurde unnötig zertrampelt. Selbst wenn es einen Rückzieher
oder eine Verschiebung geben sollte.

Aber die Katastrophe ist, daß viele Investitionen aufgrund der zugesicherten
Einspeisevergütung vorgenommen wurden und nun bricht dies zusammen. Wie
bitteschön soll bei Lieferzeiten von 2 bis 3 Monaten für die Module und bis zu 6
Monaten für die Wechselrichter noch rechtzeitig eine Anlage aufgebaut werden?

Unser Unternehmen muß jetzt von ersten Spatenstich bis zur Installation der 28 kWp
Anlage innerhalb von 2 Monaten unser Gebäude errichten. Was passierte, wenn wir
das nicht schaffen, möchte ich uns nicht ausmalen.

Liebe Politiker: Macht es besser! Es gibt gute Lagen und es gibt schlechte
Dachausrichtungen. Alle sollen einen Beitrag liefern können. Macht die
Einspeisevergütung vom Ertrag abhängig und bedenkt die Planungs und
Errichtungszeiten. Mein Vorschlag: Eine Anlage soll sich nach 15 Jahren bezahlt
gemacht haben. Gute Lage wenig, schlechte Lage oder Ausrichtung mehr Vergütung.

Der Mittelstand hat überwiegend in D die Anlagen gebaut. Wie soll das kleine
Unternehme PV - Verkaufen, wenn die Lieferzeiten 6 Monate betragen und die Politik
so unzuverlässig ist? Das sind sehr viele Arbeitsplätze, die da auf dem Spiel stehen.

Wir wissen nicht, was wir aktuell machen sollen. Unsere Kunden sind verunsichert
und ziehen sich zurück. Wie sollen wir unter solchen Umständen PV - Anlagen
verkaufen? Was habt Ihr liebe Politiker angerichtet?

SO NICHT!

Jörg Tuguntke aus Bremerhaven | http://www.wiebach.de

Dienstag, 26.01.2010 21:20

Sollte es zu den vorgeschlagenen Kürzungen und Terminen kommen, wird die "Verlässlichkeit der Politik" - mit welcher das "Grundlagenpapier" argumentiert, durch sich selbst ad absurdum geführt.
Die "Schäden" dieser "Hüftschüsse" werden sicherlich schnell sichtbar werden.

mfg tugu

Sherif Topal aus Fürstenfeldbruck | http://info@sunpower-shop.de

Dienstag, 26.01.2010 20:50

Ich wollte mir drei Anlagen mit insgesamt ca. 150KW auf verschiedene Dächer installieren. Da es jedoch Engpässe mit den Wechselrichtern gab u. es sehr knapp war, dachte ich mir na gut vielleicht gehen in 2010 noch einmal die Preise runte u. so gegen April 2010 kannst Du Deine Anlage schön in Ruhe installieren. Jetzt habe ich aber Streit mit den Netzbetreiber, die möchten einen Travo oder aber das ich ein Kabel bis zum Travo verlege den ich bezahlen soll, obwohl es Ihre Aufgabe ist. Auf den Seiten des SFV habe ich gesehen das mit gleichen Problemen tatsächlich der Netzbetreiber dafür aufkommen muss. Jetzt aber einen Rechtsstreit anfangen, dann schaffe ich es ohnehin nicht. Ich habe einfach in 2009 für 2010 im guten Glauben an das EEG geplant. Was hat dieses Gesetz bitte einen Sinn, wenn ich nicht einmal ein Jahr oder keine 6 Monate planen kann? Ist das nun Willkür? Ich bin einfach verzweifelt u. in diesem Zusammenhang würde ich jede Organisation die dagegen vorgeht gerne finanziell unterstützen. Milliarden für Banken, Milliarden für Asse, Milliarden für uralte Atommeiler aber kein Cent für Solarstrom. Das kann es nun wirklich nicht sein. Die 10% waren vorher zusehen, der Rest jedoch hat mit Recht- u. Gleichheit nichts mehr zu tun. Wer Klagen möchte erhält meine Unterstützung sonnenkraftwerk@googlemail.com

Reiner Maier

Dienstag, 26.01.2010 20:47

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind ein Installationsunternehmen, daß in den letzten Jahren kontinuierlich die Mitarbeiterzahl im Bereich Photovoltaik erhöht hat. Derzeit beschäftigen wir 10 Mitarbeiter, den Letzten haben wir zum 01.01.2010 eingestellt. Aufgrund der kurzfristigen Absenkung sind diese Arbeitsplätze und der Bestand unserer Firma stark gefährdet. Wir haben aus dem letzten Jahr mehrere Aufträge ins Jahr 2010 verschoben, können diese aber aufgrund des harten Winters derzeit nicht montieren. Diese Anlagen müssen aber alle
vor der Absenkung fertig sein, ansonst haben wir mit Schadenersatz zu rechnen.
Daher unterstützen wir das Schreiben von der Schletter GmbH voll und ganz.

Photovoltaik-Kürzungen 2010

Wir haben 2010  dieses Spezial zu den zusätzlichen Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütungen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eingerichtet. Wir wollten damit Ihre Meinungen und Ansichten zum Thema erfahren. Außerdem finden Sie Stellungnahmen aus der Branche, Artikel zum Thema sowie Downloads. Die Ankündigung von Norbert Röttgen, die Solarförderung zu kürzen, finden Sie in unserem Video-Podcast; ebenso die Proteste der Branche dagegen.

EEG-Beschluss 2011

Am 24. Februar 2011 hat der Bundestag eine erneute Kürzung der Solarförderung für dieses Jahr beschlossen. Die Neuregelung finden Sie hier.

Eckpunkte zur vorgezogenen Förderkürzung

Der gemeinsame Vorschlag vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) für eine vorgezogene Absenkung der Vergütung für Photovoltaik-Anlagen um bis zu 15 Prozent zur Jahresmitte 2011.

Einspeisevergütung ab 1. Januar 2011

Anlage auf/an Gebäuden oder Lärmschutzwänden Cent/kWh
bis 30 kW 28,74
30 kW - 100 kW 27,33
100 - 1000 kW 25,86
> 1000 kW 21,56
Eigenverbrauch  
bis 30 kW Anteil < 30 % 12,36
Anteil > 30 % 16,74
< 30 - 100 kW Anteil < 30 % 10,95
Anteil > 30 % 15,33
< 100 - 500 kW Anteil < 30 % 09,48
Anteil > 30 % 13,86
Anlagen auf versiegelten und Konversionsflächen 22,07
Anlagen auf allen anderen Freiflächen 21,11
Quelle: www.sfv.de  

Nur der Sündenbock

Viele deutsche Energieversorger schieben die Schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen den Erneuerbaren in die Schuhe, allen voran der Photovoltaik. Zu Unrecht, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt. Auch wenn die EEG-Umlage steigt: Beschaffungskosten und Netzentgelte sind gesunken, die Gewinne der Unternehmen ordentlich und die kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate milliardenschwer. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Artikel "Nur der Sündenbock" (photovoltaik 01/2011).

Gesetz zur Änderung des EEG

Im Bundesgesetzblatt sind nun die Änderungen zur Förderung der Photovoltaik in Deutschland veröffentlicht worden. Die neuen Bestimmungen sind offziell seit 1. Juli 2010 in Kraft.

Dokument als pdf herunterladen

Rendite nach der Kürzung

Wie werden sich die Renditen für Dachanlagen nach der zusätzlichen Kürzung der Solarförderung entwickeln? Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in "Margen unter Druck" (photovoltaik 03/2010).
Einen Überblick über weitere interessante Artikel zur Kürzung der Solarförderung finden Sie auch auf dieser Seite.

Proteste gegen Röttgen-Pläne

Am 4. Februar 2010 trugen die Mitarbeiter von Photovoltaik-Unternehmen bundesweit den Protest gegen die Kürzungspläne des Bundesumweltministers auf die Straße.

Video-Podcast: Pressegespräch mit Norbert Röttgen

Unter Video-Podcast finden Sie verschiedene Statements von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zu seinen Photovoltaik-Kürzungsplänen.

Schock für Solarbranche - Weniger Förderung für Solarstrom geplant

nano-Beitrag vom 27.01.2010 (3sat): Weniger Förderung für Solarstrom geplant. Die Bundesregierung will die Photvoltaik-Vergütung für Dachanlagen bereits zum 1. April um weitere 15 Prozent senken.
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