photovoltaik Ausgabe:

Küstenstrom vor Wüstenstrom

SunEnergy Europe GmbH

Hamburg, 30.07.2009. Die deutsche Nord- und Ostseeküste stellt sich in der Praxis als idealer Standort für Photovoltaikanlagen heraus. Bereits die reine Anzahl der Sonnenstunden liegt an vielen Orten deutlich höher als Binnenland. Da für Solarmodule in Küstennähe gleichzeitig eine beständige Windkühlung gewährleistet ist, können auch im hohen Norden der Republik Spitzenerträge erzielt werden.

Schon seit dem Jahr 2007 setzt sich die SunEnergy Europe GmbH im Rahmen der „Aktion Küstenstrom“ dafür ein, das große solarenergetische Potential Norddeutschlands in einem ähnlichen Ausmaß zu nutzen, wie es bei der Windenergie geschehen ist. Eine zentralisierte Solarenergiegewinnung in der Sahara, wie sie derzeit im Rahmen des DESERTEC-Projektes geplant wird, darf aus Sicht des Unternehmens nicht gegen die ambitionierte Nutzung heimischen Sonnenstroms ausgespielt werden.

„Als Solarstromland wird diese Region in der Regel unterschätzt, obwohl mit dem Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog mittlerweile eine Gemeinde aus Schleswig-Holstein die bundesweite Solarbundesliga anführt“, so Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy Europe GmbH. „Unsere Referenzen in Norddeutschland zeigen, dass an der Küste sehr gute Erträge erzielt werden. Vor allem im Bereich der Landwirtschaft ist auf großen Dächern und Freiflächen ein enormes Potenzial vorhanden. Dieses Potential ist nutzbar – schon jetzt.“

Allein die SunEnergy Europe GmbH hat bis zum heutigen Zeitpunkt über 50 Megawatt Photovoltaikleistung im norddeutschen Raum umgesetzt. Während vor einigen Jahren Süddeutschland noch den bundesweiten Schwerpunkt für Investitionen in die Photovoltaik dargestellt hat, können im Norden nun bereits große Solarparks mit attraktiver Rendite erbaut werden. Auch in diesem Sektor erfährt das Hamburger Photovoltaiksystemhaus aktuell großen Zuspruch. Von der Nordsee bis zum mecklenburgischen Bodden werden in diesem und im nächsten Jahr entsprechende Anlagen geplant und errichtet. Mit Blick auf das DESERTEC-Projekt befürwortet SunEnergy Europe alle Anstrengungen, nordafrikanische Länder mit sauberem Strom zu versorgen.

Bis jedoch der Wüstenstrom Mitteleuropa theoretisch erreichen könnte, sollte der heimische Ausbau Erneuerbarer Energien so weit wie möglich vorangeschritten sein. Ein wesentlicher Beitrag kann zeitnah durch Solarstrom aus dezentralen Kleinkraftwerken bereitgestellt werden. Zu beachten ist hierbei vor allem der hohe Anteil lokaler Wertschöpfung. Profitieren werden vor allem der Mittelstand, die Landwirtschaft und alle Bürger, die in Photovoltaikanlagen investieren. Herr Westphalen dazu: „Es geht und es lohnt sich!“

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