photovoltaik Ausgabe:

Do-it-your-self-Strom dank der spanischen Sonne

AHK Spanien (Deutsche Handelskammer für Spanien)

1. Deutsch-Spanische Fachtagung zum Thema „Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien zum Eigenverbrauch“.

Bis zu acht deutsche Unternehmen aus dem Sektor Photovoltaik und Kleinwindanlagen können sich auf der Tagung präsentieren und an den beiden Folgetagen Geschäftstermine wahrnehmen, die von der AHK Spanien im Vorfeld individuell organisiert werden. Die Geschäftsreise wird im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Die unternehmensbezogenen Leistungen der AHK sind für deutsche Unternehmen im Rahmen der Förderbedingungen kostenlos, so dass jedes teilnehmende Unternehmen nur die eigenen Reisekosten sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Transport vor Ort trägt. 

Anmeldeschluss ist der 17.05 2013.

Kontakt:
Deutsche Handelskammer für Spanien, Cristina Wasmeier, Bereich Markt- und Absatzberatung, Tel.: 0034-91-353 09 26, Email: cristina.wasmeier@ahk.es, www.ahk.es

Dank der Firma Gehrlicher Solar España können sich die 9 Nachbarn einer kleinen Siedlung in Murcia von nun an selbst mit Strom versorgen. Der wird von einer 30kW-Photovoltaik-Anlage über ein eigenes Mini-Stromnetz geliefert, da die Siedlung über keinen Netzanschluss verfügt.

Die Anlage, die auf dem Dach eines benachbarten landwirtschaftlichen Gebäudes installiert wurde, soll die Familien zumindest die nächsten 30 Jahre versorgen, so dass diese sich nicht mehr um die konstanten Strompreissteigerungen kümmern müssen. Die Anlage ist mit 90 PV-Modulen, zwei Solarwechselrichtern von SMA und Batterien ausgestattet, womit eine jährliche Durchschnittsproduktion von 21.100 kWh erreicht werden soll. Die Abschreibungsdauer der Investition ist mit fünf Jahren extrem kurz und das Dorf soll als Musterbeispiel für eine Region stehen, die in der Zukunft noch stärker auf eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung setzen wird.

Dass Sonnenstrom in Spanien auch ohne Einspeiseverfügung wettbewerbsfähig ist, hat auch die Firma Conergy ihren Kunden vorgerechnet. Das Biorestaurant „La Sal Varador“ am Strand von Barcelona, das tagsüber viel Strom benötigt, bezieht diesen seit November gratis aus der Sonne. Der Chef der spanischen Conergy-Niederlassung ist begeistert: „Durch die hervorragenden klimatischen Bedingungen und die hohen Strompreise ist die Netzparität sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich schon Realität.“ Entscheidend ist dabei, dass die Anlagen exakt auf den Kunden zugeschnitten sind, um Produktion und Verbrauchsverhalten optimal aufeinander abzustimmen. Ziel ist, eine möglichst hohe Eigenverbrauchsrate zu erzielen und damit eine hohe Stromersparnis. Das Biorestaurant am Strand spart bei den jetzigen Strompreisen bis zu 7 €-Cent pro kWh und erreicht damit bis 30% Kosteneinsparung gegenüber dem Netzstrom. Die nächsten Stromerhöhungen machen die Anlage nur noch rentabler.

Seit die spanische Regierung Ende 2011 das Königliche Dekret 1699/2011 verabschiedet hat, das den Eigenverbrauch von Strom reguliert und den Anschluss kleiner Solar- und Windanlagen bis zu 100KW erleichtert, sieht die FV-Branche wieder optimistisch in die Zukunft. Wichtige weitere Gesetzesdetails sollen bis April oder spätestens Sommer diesen Jahres geklärt werden, z.B. ob die Netzbetreiber von den kleinen privaten Stromerzeugern Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Netzes einfordern werden.

Diese Frage und andere interessante Themen werden am 02. Juli 2013 Gegenstand der 1. Deutsch-Spanischen Fachtagung zum Thema „Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien zum Eigenverbrauch“ sein.

Literatur

Fussnoten

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