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Ein Jahrzehnt nach der Übernahme des ehemaligen Werks von Bosch und Johanna Solar in Brandenburg an der Havel liefert Oxford PV die ersten Tandemmodule aus Perowskiten und Silizium aus. Die weiteren Pläne sind ehrgeizig.
Am 11. Oktober 2024 findet in Karlsruhe der nächste Perowskit-Workshop in Baden-Württemberg statt. Zahlreiche Vorträge stellen den Stand der Forschungen vor, ebenso wird der Übergang zur Serienreife diskutiert.
Im Werk in Brandenburg an der Havel ist die Serienfertigung der neuartigen Module angelaufen. Die ersten Paneele gingen an Kunden aus den USA. Die Pilotlinie soll zügig ausgebaut und auf Gigawatt skaliert werden.
Als einer der letzten deutschen Hersteller von Solarmodulen bietet die Zusammenarbeit von Sonnenstromfabrik und Oxford PV die Möglichkeit, die Lieferkette europäischer Produkte wieder lokal darzustellen. Die Zellfabrik produziert in Brandenburg. So wird die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern und Lieferanten reduziert.
Photovoltaikmodule auf Basis von Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen haben das Potenzial höhere Wirkungsgrade zu erzielen als heutige Siliziummodule. Ein Forschungsteam des Fraunhofer ISE fertigte nun aus Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen von Oxford PV ein Modul mit 25 Prozent.
Der Wirkungsgrad wurde vom Fraunhofer ISE bestätigt. Die Zelle wurde im Werk in Brandenburg an der Havel gefertigt. Dort forscht Oxford PV an neuartigen Perowskit-Stapelzellen.
Das britische Unternehmen hat das Werk in Brandenburg an der Havel mit Maschinen ausgestattet. Nun kann die Fertigung der neuartigen Tandemzellen beginnen. Ab 2022 könnten die ersten Module vom Band laufen.
Der Hersteller von Silizium-Perowskit-Tandemzellen investiert rund 44 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion in Brandenburg an der Havel.