photovoltaik Ausgabe: 11-2015

VDE

Studie über Strom im Wärmemarkt

Der VDE hat eine Studie vorgelegt, um die Potenziale für Strom im deutschen Wärmemarkt bis zum Jahr 2050 zu analysieren. Denn heute werden etwa 75 Prozent des Erdgases in Deutschland für die Wärmeerzeugung benötigt. In Szenarien mit hohen Anteilen an Strom aus erneuerbaren Energien drängt sich die Nutzung von Strom im Wärmemarkt auf, auch als „Power-to-Heat“ bezeichnet. Auf diese Weise lassen sich fossile Energieträger effizient und kostengünstig ersetzen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Strom im Wärmemarkt kann die Netze entlasten, denn das fluktuierende Stromangebot aus Sonne und Wind erfordert flexible Lasten. Elektrische Heizsysteme in Kombination mit Stromspeichern oder Wärmespeichern sind relativ schnell ein- und ausschaltbar.

Die Umwandlung von Strom in Wärme erfolgt mit einem Wirkungsgrad von annähernd 100 Prozent. Durch die Stromnetze können die erneuerbaren Energien genutzt werden, wo ihre Nutzung sonst kaum oder gar nicht möglich wäre, zum Beispiel in Ballungszentren.

Für den Gebäudesektor stehen ausgereifte technische Lösungen zur elektrischen Wärmeerzeugung zur Verfügung. Dies sind elektrische Wärmepumpen und elektrische Direktheizungen. Auch die herkömmlichen Nachtstrom-Speicherheizungen bieten derzeit ein großes Potenzial zur Lastflexibilisierung. Sie könnten Windstrom nutzen, um Wärme zu erzeugen. Das ist mit der bestehenden Netzstruktur problemlos möglich.

Der Wärmebedarf in Gewerbe und Industrie wird durch grünen Strom dekarbonisiert und flexibilisiert. Widerstands-Erhitzer (Niederspannung) und Elektrodenkessel (Mittelspannung) sind bewährte Technologien mit langjähriger Betriebserfahrung.

Direkte elektrische Heizsysteme haben günstige Kapital- und Betriebskosten. Niedrige Strompreise vorausgesetzt, amortisieren sie sich innerhalb kurzer Zeit.

Wärmespeicher in stromoptimierter Betriebsweise können den Bedarf für Kurzzeit-Stromspeicher verringern.

www.vde.com

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