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BVB-Stadion

Schwarz-gelbe Solarkraft

Die Sommerpause der Fußball-Bundes­liga der Männer ist nun vorbei. Verkürzt wurde sie durch die WM in Nordamerika und Mexiko. Donald Trump hat seine Bühne bekommen, Skandale gab es zuhauf. Für viele posi­tiv: Bei unserer Truppe übernimmt nun Jürgen Klopp das Ruder, nachdem er zuvor mehrmals abgesagt hatte. „Noch bin ich kein Bundestrainer“, kommentierte Klopp als Experte im TV. Nun ist das Füllwort „noch“ Geschichte. Und wir werden sehen, wie die Reise weitergeht.

Solarpower für die Flutlichtanlage

Klopp ist auch mit dem BVB eng verbunden. Er holte den DFB-Pokal und zwei Meisterschaften, erreichte das UEFA-Champions-League-­Finale 2013. Die Sommerpause nutze der BVB, um eine Bilanz für die Solaranlage auf dem Dach des ­Signal Iduna Parks zu ziehen. Ende 2025 nahm die Anlage mit rund fünf Megawatt Leistung ihre Arbeit auf. Natürlich greift die Anlage die schwarz-gelben Vereinsfarben auf. Künftig soll sie mehr als vier Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

Das entspricht nach Vereinsangaben der Energiemenge, um die Flutlichtanlage des Stadions rund 1.000 Spieltage lang zu betreiben. Jährlich sollen so etwa 1.700 Tonnen CO₂ vermieden werden. Die Anlage ersetzt ein früheres System, das den gestiegenen Energieanforderungen des Vereins nicht mehr gerecht wurde. „Für uns war dieses Projekt der nächste konsequente Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, betont Florian Demnitz, Energy Manager bei Borussia Dortmund. „Wir hatten bereits eine Solaranlage auf dem Dach, aber es war klar, dass wir noch mehr erreichen können.“

Entwickelt wurde die Anlage von Borussia Dortmunds Energiepartner RWE. Als Modullieferant wählten die Partner das Unternehmen Ja – der Modulhersteller hieß vorher Ja Solar. Verbaut wurden 11.132 bifaziale n-Typ-Module mit einer Leistung von bis zu 450 Watt pro Modul. Die Doppelglas-Konstruktion erhöht die Widerstands­fähigkeit und verlängert den Betrieb über die geplante Lebensdauer von 30 Jahren hinaus.

Bifaziale Module ganz in Schwarz

Durch das bifaziale Design nutzen die Module das Sonnenlicht auf Vorder- und Rückseite – die Module holen mehr Ertrag aus der Sonneneinstrahlung. Für die Anlage wählten die Partner ein komplett schwarzes Design. Es greift somit die schwarz-gelben Vereinsfarben auf – und fügt sich gut in die Dachlandschaft des Stadions. Die BVB-Fans werden das honorieren. „Wir sind mit der Leistung der Solaranlage in den ersten Monaten ihres Betriebs sehr zufrieden“, betont Demnitz. Das Projekt habe bereits einen spürbaren Einfluss auf die Energieversorgung des Stadions. Alastair Mounsey, Vice President Europe bei JA, verweist auf die Signalwirkung: „Darüber hinaus zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie sich Solar­technologie in großem Maßstab in bestehende Infrastruktur integrieren lässt – von Sta­dien bis hin zu ganzen Städten.“

Der Platz für eine Rückkehr von Jürgen Klopp als Bundestrainer in den Signal Iduna Park ist also bereitet. Für große Spiele unter Flutlicht – diesmal präsentiert mit Sonnenstrom von der ­eigenen Solardachanlage.

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