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Freifläche

Auf Brachen und Feldern

Die Freifläche als Segment läuft in der Photovoltaik derzeit hervorragend. „Die Nachfrage nach fest aufgeständerten Unterkonstruktionen im Freiflächenbereich ist weiterhin stabil auf hohem Niveau. Gleichzeitig beobachten wir einen deutlich gestiegenen Kostendruck, der sich sowohl auf Projektentwickler als auch auf die gesamte Lieferkette auswirkt“, sagt Marco Göbel, Geschäftsführer von MKG Göbel. „Der zentrale Treiber in der Weiterentwicklung von Montagesystemen ist aktuell die konsequente Kostenreduktion – insbesondere vor dem Hintergrund immer größerer Solarmodule.“

Stabilität mit geschlossenen Trägern

Deshalb hat das Unternehmen sein Montagesystem GMS Core gezielt daraufhin weiterentwickelt. Diese Neuentwicklung wird auf dem diesjährigen Intersolar-Stand von MKG Göbel (A6.530) zu sehen sein. „Wir haben das System konsequent darauf ausgelegt, Materialeinsatz und Montageaufwand weiter zu reduzieren, ohne Kompromisse bei Stabilität und Funktionalität“, betont Marco Göbel. Diese Stabilität erreicht MKG Göbel mit torsionssteifen Trägern. „Damit ermöglichen wir eine optimale Lagerung der Module bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz.“

Die torsionssteifen, geschlossenen Stahlträger, die MKG Göbel nutzt, erhöhen im Vergleich zu offenen Trägern die Sicherheit von solaren Freiflächenanlagen. Denn diese Profile widerstehen der Verdrehung, halten die Lasten im Profil und stabilisieren die Module an der Kontaktstelle, statt sie zusätzlich zu belasten.

Grundsätzlich ist das GMS Core für große und kleine Süd- oder Ost-West-Anlagen geeignet. Mittels einer Ausgleichswippe ist es seitlich flexibel und passt sich so an das Bodenprofil an. Zusätzliche Flexibilität bieten eine integrierte Höhenverstellung und ein stufenlos einstellbarer Neigungswinkel.

Schraubfundament für kleine Anlagen

Doch es sind nicht nur die großen Solarparks, die gefragt sind. Auch kleinere Anlagen werden immer mehr gebaut – etwa um Brachen oder Restflächen in der Landwirtschaft oder bei Gewerbebetrieben zu nutzen. Explizit für solche Anwendungen hat K2 Systems (A6.190) sein schlankes Montagesystem N-Rack entwickelt.

Auf der Intersolar wird K2 Systems sein neues Freilandsystem Pi-Rack vorstellen. „Der Fokus liegt derzeit klar darauf, die Montage für unsere Kunden noch einfacher, schneller und effizienter zu gestalten“, sagt Dieter Hardock, Leiter des Produktmanagements bei K2 Systems. „Im Zentrum stehen dabei drei Aspekte: die Reduktion von Komplexität im Portfolio, die weitere Verbesserung von Montagegeschwindigkeit und Handling sowie die gezielte Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten – insbesondere in den Bereichen Freifläche und Carport.“

Schraubenlos montieren

Deshalb haben sich die Entwickler bei K2 Systems entschieden, die Module nicht zu schrauben, sondern in speziellen Schienen einzuschieben. Dies erhöht zudem die Stabilität des Systems, indem die Module besser gelagert werden, vor allem, wenn größere Paneele zum Einsatz kommen. Zusätzlich werden die Kabel direkt in den Pfetten und Sparren verlegt, was ein sauberes Kabelmanagement garantiert.

Für die kleinen, flexiblen Freiflächenanlagen hat Wagner Solar (A5.150) das Tric Flex One im Portfolio. Es besteht aus einem Pfostenelement, an dem die Füße bereits vormontiert sind. Diese klappt der Handwerker einfach aus und stellt die Pfosten in eine vorher ausgehobene Erdgrube. Im Anschluss verfüllt er die Grube und verdichtet sie. Danach muss er am oberen Ende des Pfostens nur noch die Sparren anbringen und mit den mitgelieferten Stützen fixieren. Den Anstellwinkel kann er in Fünf-Grad-Schritten zwischen 15 und 40 Grad einstellen.

Auf der diesjährigen Intersolar stellt Wagner Solar ein System für größere Anwendungen vor: das Tric Flex P. Es ist ein flexibles Freilandsystem, das mittels Rammprofilen oder Betonflanschen gegründet wird. Durch die Flexibilität lässt sich das System an verschiedene Modulgrößen anpassen. Da die Pfosten aus zwei Teilen bestehen, kann der Anstellwinkel der Module zwischen zehn und 15 Grad angepasst werden.

Für Agri-PV geeignet

Außerdem lässt sich die Traufhöhe der Module zwischen 50 Zentimetern und 2,50 Metern stufenlos einstellen. Als Material nutzt Wagner Solar Aluminium aus europäischer Herstellung. Dadurch sind keine Lochbilder notwendig. Der Handwerker kann einfach Löcher in der Höhe bohren, die er für die Aufständerung benötigt. Alle anderen Komponenten des Systems werden mit Bohrschrauben befestigt.

Durch die Möglichkeit, die Modulunterkante sehr hoch aufzuständern, erfüllt es die Anforderungen der DIN SPEC 91434 für Agri-PV-Anlagen auf Äckern und Grünland. Bei der Entwicklung hat Wagner Solar auf ein materialoptimiertes Design auf Basis von Windlastgutachten geachtet. Im Mittelpunkt stand aber auch die einfache und schnelle Montage.

Die Montagezeiten und damit die Senkung der Systemkosten hatte auch Varista (A6.450) bei der Weiterentwicklung seiner Freiflächensysteme im Visier. Sein Ziel erreicht das Unternehmen durch einen hohen Grad an werkseitiger Vormontage und eine reduzierte Komplexität der Bauteile.

Zusätzlich hat Varista die Logistik- und Installationsprozesse optimiert, um die Effizienz auf der Baustelle zu maximieren. Mit seinem System reagiert das Unternehmen ebenfalls auf die steigende Nachfrage. Varista zufolge nehmen die Projektanfragen spürbar zu, insbesondere bei größeren Anlagen. Das Unternehmen sieht hier auch ein klares Wachstumspotenzial sowie eine positive Marktentwicklung für die kommenden Jahre.

Auf dieses wachsende Segment setzt auch SL Rack (A6.480). „Für die Freifläche zeigen wir ein neues Slider-System“, sagt Ludwig Schletter, Geschäftsführer von SL Rack. „Das ist ein Einschubsystem, bei dem das Modul von unten nach oben eingeschoben wird. Es ist sehr montagefreundlich.“

Tracker in die Senkrechte drehen

SL Rack wird auch sein noch junges Trackersystem mit nach München bringen, das speziell für die Agri-PV gemacht ist. Der Landwirt kann die Modultische bis in die senkrechte Position drehen. So hat er die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Trackerreihen ungehindert zu arbeiten – ähnlich wie zwischen vertikal aufgeständerten Modulen.

Eine solche Lösung bietet SL Rack aber auch noch mit der Agri Wall separat an. Hier werden die Module mit speziellen Winkeln zwischen zwei Rammpfosten montiert.

Größere Module vertikal aufständern

Für die vertikale Modulaufständerung wird auch Next2Sun (A4.130) eine Weiterentwicklung zeigen. Damit können Handwerker jetzt auch G12-Module mit bis zu 760 Watt Leistung montieren. Das ist nicht so einfach. Denn mit 2.384 mal 1.303 Millimetern sind diese Paneele deutlich größer als bisherige 560-Watt-Module. Durch die Anpassung reduziert Next2Sun den Montageaufwand pro Kilowatt installierter Leistung und senkt damit die notwendigen Investitionskosten erheblich. Dies ist ideal, insbesondere für große Agri-PV-Kraftwerke.

Für die Kombination mit der Landwirtschaft hat auch Clenergy (A6.220) sein Trackersystem optimiert. Es ist ein einachsiges System mit unabhängig voneinander arbeitenden Trackern. Diese werden jeweils einzeln mit 24-Volt-Gleichstrommotoren bewegt. Durch die Verteilung der mechanischen Lasten auf mehrere Antriebspunkte erhöht der Hersteller die Torsionssteifigkeit und damit die Stabilität seines Systems. Jeder der Tracker kann bis zu 120 Module in zwei Reihen übereinander aufnehmen. Er ist auch mit großformatigen Modulen kompatibel.

Landwirt steuert Tracker selbst

Clenergy hat auf einen möglichst großen Einstellbereich geachtet. So kann der Tracker bis zu einem Anstellwinkel von 75 Grad gefahren werden. Außerdem kann er gezielt an Verschattungsstrategien auf dem Feld angepasst werden – je nach angebauter Pflanze und Wachstumsphase. Grundsätzlich ist der Tracker dazu so aufgebaut, dass er im Anstellwinkel von 45 Grad eine Bodenfreiheit von 1,2 Metern bietet.

Clenergy erweitert die übliche Scada-Steuerung um die Möglichkeit, den Tracker mit dem Smartphone zu steuern. Damit kann der Landwirt den Neigungswinkel der Module gezielt einstellen und an seine Bedürfnisse anpassen. Dazu stehen ihm verschiedene Betriebsmodi zur Verfügung. Neben der automatischen Nachführung der Tracker mit dem Lauf der Sonne stehen ein agrivoltaisch optimierter Modus zur Kulturverschattung, ein Hochwindmodus zum Schutz der Stahlstruktur und ein manueller Modus zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Ernte- oder Wartungsmodus sowie einen Stoppmodus für Notsituationen.

Flexible Festaufständerung

Um den Tracker zu steuern, verbindet der Landwirt sein Smartphone per Blue­tooth mit dem Tracker. Dann kann er auf die Steuerung zugreifen. Da sie ohne Internetanbindung auskommt, ist diese Lösung auch für abgelegene ländliche Regionen geeignet.

Die Flexibilität seines festaufgeständerten Systems Silenos hat T-Werk (A5.370) schon im vergangenen Jahr auf der Intersolar in München vorgestellt. Das Unternehmen erreicht diese Flexibilität mit der Ausgleichsklemme Themis. Mit ihr können die Monteure Geländeneigungen von bis zu 30 Grad stufenlos ausgleichen, ohne die Modultische unterbrechen zu müssen.

Biodiversität im Blick

Zur Einstellung der Neigung befestigt der Monteur die Grundplatte der Ausgleichsklemme auf der Pfette. Auf der Oberseite ist sie mit einer halbrunden Aussparung versehen. Darin liegt das Gegenstück, ein passgenaues und auf der Oberseite geschlossenes U-Rohr, an dem die Montageschiene befestigt wird. Über die halbrunde Befestigung zwischen Pfette und Montageschiene kann der Handwerker die Neigung des Modultisches einstellen, indem er die Montageschiene auf der benachbarten Pfette auf die gleiche Weise fixiert.

In diesem Jahr wird T-Werk eine neue Zusatzfunktion für das Silenos-System vorstellen. Mit ihr hat das Unternehmen die Biodiversität im Blick. Denn die Erweiterung namens „Let it bee“ kombiniert effiziente Stromerzeugung mit aktivem Artenschutz in Solarparks. Wie dies gelingt, erfahren die Besucher auf dem Stand von T-Werk auf der Intersolar.

MKG Göbel nutzt für seine Systeme geschlossene, torsionssteife Profile, um die Stabilität der Anlage zu erhöhen.

Foto: Velka Boticka

MKG Göbel nutzt für seine Systeme geschlossene, torsionssteife Profile, um die Stabilität der Anlage zu erhöhen.
Den neuen Tracker von Clenergy kann der Landwirt per App selbst steuern.

Foto: Clenergy

Den neuen Tracker von Clenergy kann der Landwirt per App selbst steuern.

CR-Tools

Kabelmanagement neu definiert

Mit dem Alpha PV-Clip hat CR-Tools (C4.374B) ein entscheidendes, aber oft unscheinbares Detail bei der Montage von Solaranlagen in den Blick genommen. Denn eine effiziente, dauerhafte und sichere Leitungsführung entscheidet über die Qualität und Langlebigkeit der Photovoltaikanlage.

Der Alpha PV-Clip ermöglicht erstmals die Quer- und Längsführung an beiden Rahmenseiten von Solarmodulen in einer einzigen Komponente. Der Handwerker kann den Clip komplett werkzeuglos formschlüssig direkt am Rahmen des Solarmoduls anbringen. Dadurch sind die Kabel fixiert und hängen nicht mehr durch, was immer wieder eine Fehlerquelle im Anlagenbetrieb ist.

Bei Bedarf lässt sich der Clip verschieben, sodass auch eine Vormontage am Modul zusätzlich die Leitungsführung erleichtert. Eine ausgeklügelte Geometrie mit integriertem Federmechanismus sorgt dafür, dass der Clip mit allen gängigen Solarmodulen kompatibel ist. Das spart Zeit, vereinfacht Prozesse und erhöht die Montagequalität.

Der Clip besteht zu einem Anteil aus recyceltem Kunststoff. Spezielle Additive machen ihn resistent gegen extreme UV- und Witterungsbedingungen. Ergänzt wird diese Verbindung aus cleverer Technik und Materialqualität mit ökologischer Verantwortung durch soziale Partnerschaften bei der Verpackung. CR-Tools wird den PV-Clip auf der Intersolar gemeinsam mit dem Montagesystemhersteller K2 Systems vorstellen und auf den Markt bringen.

Foto: CR-Tools

Schletter Group

Solarparksysteme weiterentwickelt

Das weiterentwickelte Trackersystem für Solarparks und Agri-PV ist bei Schletter (A6.180) ein Schwerpunkt des Auftritts auf der diesjährigen Intersolar. Im Mittelpunkt der Weiterentwicklung steht die Verkürzung der Installationszeit, was im Freilandbereich immer wichtiger wird. Schließlich ist sie ein wesentlicher Kostenfaktor. Darauf reagiert Schletter mit der Entwicklung neuer Trägerkonstruktionen und höher aufgeständerter Tracker.

So wurde beim neuen Sparrensystem die Montage gezielt vereinfacht – bis zu der Möglichkeit, dass Module theoretisch von nur einer Person installiert werden können. Gleichzeitig sind die neuen Befestigungen flexibel für unterschiedliche Modulgrößen einsetzbar.

Foto: Schletter Group

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