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Der TÜV Rheinland hat der Sonnen-Gruppe hohe Standards bei der Cybersicherheit bestätigt. Der Anbieter von Speichersystemen und anderen Komponenten erfüllt strenge Anforderungen an den Schutz sensibler Daten.
Investitionen in Solarparks, große Dächer und moderne Batteriespeicher sind auf zwanzig Jahren oder mehr ausgelegt. Daher ist es entscheidend, sie über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg gegen Risiken abzusichern – eine Priorität, die allzu oft unterschätzt wird.
Podcast (Englisch): Uri Sadot ist Direktor für Cybersicherheit bei Solaredge und Chairman für Digitalisierung beim europäischen Branchenverband Solar Power Europe. Im Gespräch erläutert er Risiken und Vorfälle, analysiert Sicherheitslücken von Systemen und Anlagen. Er sagt: Wer Vorsorge trifft, vermeidet unerwünschten Zugriff. Wer wartet, riskiert erhebliche Schäden – von wirtschaftlichen Verlusten bis hin zu Systemausfällen und Netzstörungen.
Die Branchenverbände BEE und BDEW begrüßen den Entwurf zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie. Beide fordern jedoch Nachbesserungen, um die Cybersicherheit im Energiesektor künftig praktikabel zu gestalten. Eine Ausschlussliste nicht-vertrauenswürdiger Hersteller könnte helfen.
Rein statistisch sichern Millionen Solaranlagen die Stromnetze gegen Blackout ab, besser als Großkraftwerke. Dagegen ist die Gefahr von Angriffen nicht zu unterschätzen. Expertin Sonna Barry von der Secida AG erläutert, wie sich die Unternehmen der Solarbranche den wachsenden Anforderungen stellen können.
Cybersicherheit ist nicht der wichtigste Hebel, um die europäische Solarindustrie zu stärken. Hierzu braucht es eine andere Industriepolitik, sagt Jan Osenberg. Er leitet die Abteilung für Systemintegration bei Solar Power Europe in Brüssel.
Sicherheit ist für die Solarbranche kein neues Thema. Für den Schutz gegen Blitze, Überspannungen, Brände oder Diebe gibt es mittlerweile ausgereifte Standards, Produkte und Lösungen. Nun kommt ein weiteres Thema hinzu, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
Wechselrichter des Herstellers Solaredge erfüllen bereits die Anforderungen der neuen Funkanlagenrichtlinie der EU-Kommission für drahtlos vernetzte Produkte. Sie sind nach Artikel 3.3 für Cybersicherheit zertifiziert.